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Zimmerpflanzen

Amaryllis (nicht Rittersterne) – Anregung zur Blüte zu Weihnachten

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Amaryllis (nicht Rittersterne) - Anregung zur Blüte zu Weihnachten

Bei Amaryllis handelt es sich um eine Pflanzengattung, die zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) gehört und zwei Arten, die Belladonnalilie (Amaryllis belladonna L.) und die 1998 entdeckte Amaryllis paradisicola, umfasst. Beide stammen ursprünglich aus Südafrika und damit aus der südlichen Hemisphäre. Aus diesem Grund blühen sie, wenn sich mitteleuropäische Pflanzen auf den Winter vorbereiten.

Amaryllis paradisicola wird als gefährdete Art eingestuft. Belladonnalilien kann man in Deutschland als Topfpflanzen erwerben und mit etwas Glück und Geschick zu Weihnachten zum Blühen bringen.

Pflanzung

Pflanzung


Damit Belladonnalilien zu Weihnachten blühen, pflanzt man gekaufte Zwiebeln zwischen Anfang und Mitte November in gut durchlässiges Substrat mit einem hohen Mineralgehalt. Die Pflanzgefäße sollten etwa 10 Zentimeter breiter als die Zwiebeln sein. Die Verwendung handelsüblicher Zimmerpflanzenerde ist möglich. Die meisten Amaryllis-Liebhaber verwenden jedoch Lavagranulat, unter dem eine Drainageschicht aus Tonkügelchen eingebracht wird. Die Zwiebeln sollten lediglich bis zur Hälfte mit Substrat bedeckt sein und das obere Ende aus der Erde ragen.

Pflege nach dem Eintopfen

Pflege nach dem Eintopfen
Unmittelbar nach dem Eintopfen benötigen Amaryllis-Zwiebeln wenig Wasser. Ist keine Drainageschicht vorhanden, sollte man während der Anfangszeit in den Übertopf gießen. Andernfalls können geringe Wassergaben direkt in das Substrat erfolgen. Während der ersten Tage sollte der Standort dunkel und kühl sein. Temperaturen zwischen 16 und 18°C sind ideal.

Sobald sich die ersten Triebe zeigen, kann die Umsiedlung an einen hellen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung mit Temperaturen von etwa 20°C erfolgen. Die Wassermengen sollten langsam erhöht werden, sodass das Substrat trotz des steigenden Verbrauchs der Pflanzen gleichmäßig feucht bleibt. Im ersten Jahr beginnt man mit regelmäßigen Düngergaben in Abständen von etwa 3 bis 4 Wochen, sobald sich die Blüten öffnen. Gut geeignet ist Flüssigdünger für Blühpflanzen.

Weitere Pflege

Weitere Pflege
Ältere Amaryllis benötigen Düngergaben erst nach der Blütezeit im Abstand von 3 bis 4 Wochen. Sobald Belladonnalilien vollständig verblüht sind, schneidet man die Blütenstiele knapp über den Zwiebeln ab. Als Schneidwerkzeug eignet sich ein scharfes, sauberes Messer. Der Schnitt sollte gerade im Winkel von 90° erfolgen, um die Schnittfläche so klein wie möglich zu halten. Die Blätter dürfen nicht verletzt werden, denn sie produzieren wertvolle Nährstoffe, die die Zwiebeln benötigen, um ausreichend Kraft für die nächste Blüte zu speichern.

Von April bis Mai befinden sich Amaryllis in einer verstärkten Wachstumsphase. Bis zum Verwelken der Blätter sollten sie alle zwei Wochen mit einem passenden Düngemittel versorgt werden. Im Gegensatz zu Rittersternen vertragen Belladonnalilien häufiges Umtopfen nicht. Erst nach etwa 5 bis 6 sollte man sie in größere Töpfe mit frischem Substrat umsetzen.

Blattlose Phase

Im Sommer durchlaufen Belladonnalilien eine blattlose Phase, in der sie kaum Nährstoffe benötigen. Deshalb stellt man Düngergaben nach dem Verwelken der Blätter vollständig. Im Garten oder auf Balkonen kultivierte Exemplare benötigen dann einen vor Niederschlägen geschützten Standort. Wassergaben sollten nach Bedarf erfolgen, sodass das Substrat fast trocken ist, jedoch nicht vollständig austrocknet. Zu Beginn des neuen Austriebs geht man erneut zu regelmäßigen Wassergaben über.

Expertentipp

Es ist generell sehr schwierig, Belladonnalilien zum Blühen zu bringen. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn die Blüten nicht jedes Jahr zur Weihnachtszeit erscheinen. Wenn Bekannte eine Amaryllis haben, die jedes Jahr zu Weihnachten blüht, handelt es sich wahrscheinlich um einen Ritterstern (Hippeastrum). Diese Pflanzen stammen aus Südamerika und sehen Amaryllis so ähnlich, dass sie ursprünglich der gleichen Gattung zugeordnet wurden. Seit 1987 ist Hippeastrum jedoch eine eigene Gattung, daher werden Rittersterne auch heute noch als Amaryllis angeboten.

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