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Zimmerpflanzen

Ist Amaryllis giftig?

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Ist Amaryllis giftig

Erhalten hat die Amaryllis ihren Namen von Carl von Linée, der diesen aus der griechischen Mythologie auf die Pflanze übertrug. In Deutschland hat sich neben dem Namen Amaryllis auch der Begriff Ritterstern eingebürgert. Die Pflanze erfreut sich vor allem in der Adventszeit steigender Beliebtheit. Sie stammt aus den Anden Perus und besteht aus einem dicken Stiel, einer Zwiebel, spitzen grünen Blättern und Trichterblüten, die weiß, rosafarben oder rot sein können. Ob das Gewächs giftig ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wissenswertes

Wissenswertes


Der Ritterstern besitzt nicht nur eine einzigartige Blütenpracht und stellt besonders hohe Anforderungen an die Pflege, sondern besticht außerdem mit einem sehr hohen Giftgehalt. Dieser Giftgehalt kann für Kleintiere und auch Kleinkinder gefährlich werden.

Alle Bestandteile der Amaryllis enthalten Giftstoffe, wobei die höchste Konzentration in den Zwiebeln enthalten ist. Bei dem Verdacht, dass ein Haustier die Pflanze oder Teile davon gefressen hat, sollten alle Reste entfernt und das Tier unverzüglich in eine Tierklinik gebracht werden, da es sich um einen lebensbedrohlichen Notfall handelt.

Enthaltene Giftstoffe und deren Wirkung

Enthaltene Giftstoffe und deren Wirkung
Die Amaryllis besteht aus unterschiedlichen Alkaloiden. Diese sind für Tiere giftig und zwar bereits in sehr niedrigen Konzentrationen. Enthalten sind vor allem die Gifte Lycorin und Amellin, die sich negativ auf das Nervensystem auswirken. Weitere giftige Substanzen sind Caranin, Undulatin und Acetylcaranin, die Verätzungen und Störungen im Verdauungsapparat hervorrufen.

Es muss darauf hingewiesen werden, dass schwerwiegende Vergiftungserscheinungen bereits bei einem Verzehr von lediglich zwei Gramm der Zwiebelschale ausgelöst werden. Einer besonderen Gefahr sind vor allem Kleintiere ausgesetzt. Zu diesen zählen Katzen, Hunde, Vögel, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und Hasen.

Die Symptome

Das Gift der Amaryllis löst bei Tieren verschiedenste Symptome aus. Bemerken Haustierbesitzer diese Symptome bei Kindern, ist ein unverzügliches Handeln erforderlich. Durch rechtzeitige Gegenmaßnahmen können die Beschwerden gelindert und das Leben des Kindes bzw. des Haustieres gerettet werden. Vor allem bei den folgenden Symptomen ist ein unverzügliches Handeln erforderlich:

  • starker Flüssigkeitsverlust inkl. Erbrechen und Durchfall
  • vermehrter Speichelfluss
  • Übelkeit
  • Benommenheit
  • Lähmungen
  • Hautreizungen
  • Krämpfe und Herzrhythmusstörungen
  • Herzstillstand und Tod

Genesung nach einer Vergiftung

Bei der darauffolgenden Therapie werden Infusionen gegen den Flüssigkeitsverlust verabreicht. Diese sollen den Kreislauf stabilisieren und das Wohlbefinden steigern. Gegen die Krämpfe werden krampflösende Medikamente eingesetzt. Auch Organe wie Leber und Niere sind betroffen und werden durch spezielle Medikamente geschützt. Um Haut- und Schleimhautreizungen entgegenzuwirken, werden Spülungen eingesetzt.

Expertentipp

Die Hochkonjunktur der Amaryllis ist die Vorweihnachtszeit. In ihrer Blütezeit sollte die Pflanze an einen hellen Ort gestellt werden, direkte Sonneneinstrahlung ist jedoch zu vermeiden. Ideal sind Temperaturen von durchschnittlich 20 Grad. In dieser Periode muss die Pflanze regelmäßig gegossen werden und sollte feucht, aber nicht nass sein. Sind welke Blüten vorhanden, müssen diese entfernt werden, um eine Samenbildung zu vermeiden.

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