Der Flieder begeistert mit seiner Blütenpracht und seinem herrlichen Duft. Daher möchte ihn fast jeder Pflanzenliebhaber in seinem Garten haben. Als grundsätzlich genügsame Pflanze gedeiht er auch fast überall gut. Umso enttäuschender ist es, wenn es einmal nicht klappt und der Flieder jämmerlich vor sich hin kümmert oder eingeht. Dann liegt es häufig am falschen Boden. Welchen Untergrund benötigt der Flieder also, damit er optimal gedeiht?
Lieber trocken
Der Flieder ist sehr anpassungsfähig und lässt sich, wenn man die richtige Unterart wählt, auf fast jedem Boden erfolgreich halten. Allerdings verträgt keine seiner Varianten Staunässe. Ist es rund um seine Wurzeln ständig nass, faulen sie rasch. Dann ist der Flieder meist nicht mehr zu retten und geht in kürzester Zeit ein. Aus diesem Grund gelten trockene, eher sandige Böden als ideal für ihn. Da er aber insbesondere in den ersten zwei bis drei Lebensjahren auch einen sehr hohen Wasserbedarf hat muss man ihn dort auch häufig und stark gießen.
Durchlässig oder mit guter Drainage
Deshalb sollte der Boden über eine hohe Durchlässigkeit verfügen. Wer lehmigen Boden im Garten hat, kann dem Flieder jedoch helfen, indem er ihn etwas erhöht anbaut und für gute Drainage sorgt. Zu diesem Zweck können Sie eine Schicht Sand oder Kies in den Boden einziehen oder auch eine Drainageanlage in Ihren Garten einbauen lassen.
Verdichtete Böden auflockern

Sehr schlecht gedeiht der Flieder daher auf verdichteten Böden, bei denen das Wasser mit der Zeit immer schlechter abläuft. Besonders häufig tritt dieses Problem auf an sich gutem Lehmboden auf. Oft besteht es nach dem Hausbau bereits im neu angelegten Garten, da der Boden durch das Gewicht von Baumaschinen oder auf ihm abgestellten Baumaterialien zusammengepresst wurde. In solchen Fällen ist es ratsam, die Erde noch vor der Erstanlage des Gartens gründlich aufzulockern. Nicht nur der Flieder, sondern auch viele andere Pflanzen, können so besser anwurzeln und gedeihen. Bei stark lehmigen Böden ist es zudem sinnvoll, die Erde auch später alle paar Jahre zu lüften, um der allmählichen Verdichtung vorzubeugen.
Richtig düngen
Einen Vorteil haben lehmige Böden aber durchaus: Sie sind reich an Nährstoffen und versorgen den Flieder daher meist auch ohne Düngung optimal. Bei sandigem Boden empfiehlt es sich dagegen, gleich bei der Pflanzung Hornspäne oder Kompost in die Erde einzuarbeiten. Auch später können Sie den Boden von Zeit zu Zeit auffrischen, indem sie Kompost oder Gartenerde aus dem Fachhandel hinzugeben.
Kalkarm ist besser
Der optimale Boden für Flieder sollte alkalisch sein. Auch auf schwach saurem Untergrund gedeihen einige Unterarten allerdings gut. Wer einen stark kalkhältigen Boden im Garten hat, sollte seinen Flieder jedoch besser in einem Pflanzkübel mit einem anderen Substrat unterbringen. Achten Sie in solchen Regionen auch darauf, das Gießwasser vor der Verwendung immer gut abstehen zu lassen, damit sich der enthaltene Kalk absetzt, oder gießen Sie den Flieder vorzugsweise mit aufgefangenem Regenwasser.
Expertentipp
Damit er optimal gedeiht, braucht der Flieder nicht nur über sondern auch unter der Erde sehr viel Platz. Nur wenn er seine Wurzeln weithin ausbreiten kann, hat er genügend Nährstoffe, um sich prächtig zu entwickeln. Achten Sie daher beim Anbau auf ein sehr großes Pflanzloch. Es sollte mindestens doppelt so breit wie der Wurzelballen der Pflanze sein. Bei Kübelhaltung wählen Sie einen großen Topf, achten Sie aber auch auf ausreichende Drainage. Sie können dazu Sand oder Kies, aber auch attraktiver aussehende Tonkügelchen verwenden.
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