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Sonstige Pflegetipps und Tricks

Die Saftwaage als Hilfe beim Obstbaumschnitt

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Die Saftwaage als Hilfe beim Obstbaumschnitt

Obstbaum, Früchte, Saftwaage – nein, auch wenn man es meinen könnte – mit einer Saftwaage wird nicht etwa das Gewicht der fruchtigen Flüssigkeit bestimmt, die Sie durch das Auspressen Ihres Obstes gewonnen haben. Bei der Saftwaage handelt es sich vielmehr um eine spezielle Art des Obstbaumrückschnittes, bei dem die Leitäste des Baumes so zurückgeschnitten werden, dass sie auf gleicher Höhe enden.

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Wünschen Sie sich eine üppige Obsternte, so kommen Sie nicht umhin, Ihre Obstbäume regelmäßig zu schneiden. Die Wahl der richtigen Schnittmethode, richtet sich dabei nach Entwicklung und Alter des Baumes. Schneiden Sie zum Beispiel einen Obstbaum, den Sie erst kürzlich gepflanzt haben, spricht man von einem „Pflanzschnitt“. Der Schnitt erfolgt – ganz gleich, zu welcher Jahreszeit der Baum gepflanzt wurde – grundsätzlich im Frühjahr. Beim „Pflanzschnitt“ werden sämtliche Leittriebe des Baumes eingekürzt.

Neben Pflanzschnitt, Erhaltungs- und Verjüngungsschnitt, ist der Erziehungsschnitt von großer Bedeutung – und genau hier spielt die „Saftwaage“ eine nicht unbedeutende Rolle.

Die Saftwaage als Hilfe beim Obstbaumschnitt

Die Saftwaage als Hilfe beim Obstbaumschnitt
Beim „Erziehungsschnitt“ eines Obstbaumes geht es nicht nur darum, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wachstum, Blütenbildung und Fruchtansatz zu schaffen – dem Baum soll durch den Schnitt zudem zu einer ausgeprägte Krone (mit nur einem einzigen Leittrieb) und zu etwa vier bis fünf kräftigen Leitästen verholfen werden.

Los geht’s: Legen Sie Säge und Baumschere bereit und folgen Sie den Anweisungen:

Baum überprüfen

Bevor Sie mit dem Erziehungsschnitt beginnen, sollten Sie sich Ihren Baum genau ansehen. Wählen Sie die Äste aus, die später die Krone des Obstbaumes bilden sollen und folglich erhalten bleiben müssen. Wählen Sie sowohl einen geeigneten Haupttrieb (auch Leittrieb genannt) als auch vier oder fünf Leitäste aus. Bestimmen Sie zudem, welche Äste entfernt werden müssen.

Konkurrenztrieb(e) herausschneiden

Viele Obstbäume verfügen über mindestens zwei Haupttriebe. Zur Bildung einer schönen Krone, sollte jedoch nur der Trieb erhalten bleiben, der möglichst gerade nach oben wächst und die Verlängerung des Stammes darstellt. Entfernen Sie den (oder die) Konkurrenztrieb(e) und schneiden Sie die überflüssigen Triebe möglichst nah am Astring ab.

Leitäste wählen und kürzen

Suchen Sie sich nun vier oder fünf gesunde und kräftige Leitäste aus. Alle weiteren Äste müssen (direkt am Stamm) entfernt werden. Ideale Leitäste sollten möglichst im 45°-Winkel zum Stamm wachsen und gerade nach außen gerichtet sein. Schneiden Sie die Leitäste nun so zurück, dass diese auf gleicher Höhe enden. Orientieren Sie sich dabei am niedrigsten Ast. Sie haben somit die Äste „in Waage“ gebracht und gleichzeitig das Geheimnis der „Saftwaage“ gelüftet.

Gut zu wissen: Der beste Zeitpunkt für den Obstbaumschnitt liegt in den Monaten von Oktober bis März. Achten Sie darauf, dass die Temperatur nicht unter – 5 °C liegt.

Expertentipp

Wenn Sie schon mal dabei sind, sollten Sie auch gleich noch den Haupttrieb (Leittrieb) Ihres Obstbaumes bis zu etwa einem Drittel zurückschneiden. Das fördert das Wachstum der Leitäste. Es gilt: Der Haupttrieb sollte etwa eine Baumscherenlänge höher sein, als die Leitäste, die Sie bereits „in Waage“ gebracht haben. Kürzen Sie den Leittrieb nicht, würde Ihr Baum kaum eine Krone ausbilden.

Entfernen Sie zudem auch sämtliche Äste des Baumes, die nach unten gerichtet sind. Äste, die sehr steil in die Höhe wachsen, können Sie entweder entfernen oder herunterbiegen und mithilfe eines Gewichtes in Position halten. Auch das Herunterbinden mit einem Seil ist möglich.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/schulzie

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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