Nelken zählen seit jeher zu den beliebtesten Zierpflanzen. Den Namen ihrer Gattung verdankt die Pflanze den alten Griechen. Das Wort Dianthus bedeutet nämlich soviel wie „göttliche Blume“ oder „Gottesblume“. Aufgrund ihrer Diversität, die sich in 600 verschiedenen Arten bemerkbar macht, findet sich nahezu überall im Garten ein geeigneter Platz. Um bei der Auswahl nicht den Überblick zu verlieren, haben wir hier Ihnen eine Auswahl der schönsten Nelken zusammengestellt.
Heidenelken
Die Dianthus deltoides fühlt sich vor allem auf trockenen, kiesigen und nährstoffarmen Böden wohl, was die Aufzucht und die Pflege erleichtert. In Stein- oder Heidegärten passt diese Art aufgrund ihres rasenartigen Wuchses besonders gut. Wenn sich Heidenelken in Gruppen formieren, kommt ihre Farbenpracht am besten zur Geltung.
Landnelken

Diese Art mit dem Namen Dianthus caryophyllus besitzt regelrechten Legendenstatus. Ihrem kugelig aussehenden Blütenkopf kann kaum jemand widerstehen. Als Topfpflanze oder im Blumenstrauß kommt ihre Pracht voll zur Geltung. Daher hat sich verständlicherweise mit der Zeit die Bezeichnung Edelnelke etabliert.
Landnelken erblühen in der Zeit von Juni bis September. Nach der Entfaltung der Blüten versprühen sie eine mediterrane Aura in ihrer unmittelbaren Umgebung. Die Pflanze ist trotz ihrer Schönheit verhältnismäßig pflegeleicht. Sie bevorzugt hauptsächlich sandig-lehmige Böden und einen sonnigen Ort zum Gedeihen. Viel Wasser braucht die Landnelke nicht, jedoch sollte der Gärtner auf eine stetige, leichte Feuchtigkeit achten.
Bartnelken

Im Spektrum der Nelkenarten gelten die Bartnelken als klassischer Allrounder. Egal ob auf dem Balkon, der Terrasse, im Gartenbeet oder im Blumenstrauß – Bartnelken bleiben in Gartenläden der absolute Renner. Ursprünglich kommt diese Art vom Balkan und aus den Pyrenäen, sowie aus Russland und China. Bereits seit dem Mittelalter wird die Pflanze als Zierpflanze genutzt. Die Farben der Dianthus barbatus reichen von Weiß und Rosa bis hin zu Rot und Violett. Es existieren außerdem Sorten, die eine tiefdunkle schwarz-rote Färbung aufweisen. Die Bartnelke gibt es in vielen verschiedenen Varianten.
In der Zeit von Juni bis August entfalten Bartnelken ihre Blüten. Um das Farbenspiel zu genießen, müssen Sie die Pflanze an einem Standort ziehen, an dem ein sandig-lehmiger Boden vorliegt. Dieser sollte zusätzlich kalkhaltig und nährstoffreich sein. Ist das der Fall, verteilt sich der sanfte Duft dieser Pflanze in der Umgebung mit Leichtigkeit.
Pfingstnelken

Die resistente Pfingstnelke stammt ursprünglich aus West- und Mitteleuropa und besitzt den wissenschaftlichen Namen Dianthus gratianopolitanus. Sie zählt zu den Nelkenarten, die sich leichter überwintern lassen. Ihr Name lässt sich auf ihre Blütezeit zurückführen, denn viele Pflanzen dieser Nelkenart blühen zur Pfingstzeit das erste Mal. Pfingstnelken eignen sich besonders gut als Dachbegrünung, in Blumenkästen und Trögen sowie als Einfassung von Wegen.
Expertentipp
Da Nelken aus dem Mittelmeerraum stammen, haben sie es naturgemäß etwas schwerer in Mitteleuropa zu überleben. Deshalb hat man die beliebten Landnelken früher mit anderen Sorten gekreuzt, um die Bepflanzung im Garten zu vereinfachen. So hat sich über die Zeit für die hybriden Arten die Bezeichnung Gartennelke durchgesetzt. Als Folge verwechseln viele deshalb Land- und Gartennelken, obwohl mit der Landnelke die reine Wildart aus dem Mittelmeerraum gemeint ist. Fragen Sie beim Blumenhändler explizit nach Land- oder Edelnelken, wenn Sie sich diese wünschen.
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