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Zierpflanzen

Die Wurzeln von Sommerflieder ausgraben

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Die Wurzeln von Sommerflieder ausgraben

Sommerflieder ist als farbenfroher Halbstrauch oder Strauch im Garten sehr beliebt. Die hübschen Blütensträucher treiben selbst nach dem härtesten Winter zuverlässig immer wieder aus und bringen den ganzen Sommer über bis in den Herbst hinein Farbe in den Garten.

Auch bei Schmetterlingen und Faltern ist der Sommerflieder sehr begehrt, denn seine üppigen Blütenrispen liefern den Insekten wertvolle Nahrung im Überfluss.

Die aus dem asiatischen Raum stammenden laubabwerfenden oder wintergrünen Sträucher sind sehr robust und wuchskräftig. Wird der Sommerflieder zu groß, oder gefällt er nicht mehr und muss deshalb von seinem Platz weichen, muss der Wurzelstock komplett entfernt werden.

Vitale und wuchsstarke Wurzeln

Sommerflieder treibt jedes Jahr auf neue aus und verschönert den Garten mit seinen herrlichen Blüten. Da die Sträucher sehr wuchsfreudig sind und immer nur aus dem frischen Holz heraustreiben, muss der Sommerflieder im Herbst, bis spätestens im Februar zurückgeschnitten werden.

Die unterirdischen Wurzeln der prächtigen Blütensträucher sind ebenso wie die oberirdischen Pflanzenteile äußerst vital, wuchs- und triebfreudig. Soll der Sommerflieder vollständig entfernt, oder umgepflanzt werden, werden im Boden verbleibende Wurzeln immer wieder neu austreiben, wenn sie nicht vollständig entfernt werden.

Der beste Zeitpunkt

Der beste Zeitpunkt


Manchmal soll der Sommerflieder an einen neuen Platz umgepflanzt werden. Dann ist es wichtig, dass der Strauch möglichst wenig Schaden nimmt. Das Umsetzen an einen neuen Standort ist für die Pflanze immer ein harter und schwieriger Eingriff.

Der beste Zeitpunkt zum Umpflanzen ist der späte Herbst. Auch kurz vor dem Austrieb im Frühjahr ist das Umpflanzen noch möglich. Der Sommerflieder befindet sich vom Herbst bis kurz vor dem Austrieb in der Vegetationspause und kann den Eingriff dann am besten verkraften. Einfacher wird das Ausgraben der Wurzeln, wenn der Boden möglichst trocken ist.

Am schonendsten ist das Versetzen an einen neuen Standort für den Sommerflieder, wenn er vor dem Umpflanzen nicht wie gewohnt zurückgeschnitten wird. Stattdessen sollte er nur um ein Drittel gekürzt werden.

Im Sommer nach dem Umpflanze wird der Sommerflieder sowieso nicht so üppig blühen wie gewohnt. Die Pflanze benötigt einige Zeit, um sich an den neuen Standort zu gewöhnen und ihre volle Vitalität zurückzugewinnen.

Sommerflieder umpflanzen

Sommerflieder umpflanzen
Kleinere Sträucher können mit relativ geringem Aufwand mit dem kompletten Wurzelballen ausgegraben und versetzt werden.

Bei größeren Exemplaren ist der Aufwand ein wenig höher:

  • Der Wurzelbereich wird zunächst mit einem scharfen Spaten abgestochen.
  • Der Radius des Wurzelbereichs beträgt etwa zwei Drittel der Höhe des Sommerflieders vor dem Rückschnitt.
  • Der abgestochene Kreis wird mit dem Spaten möglichst tief eingestochen.
  • Mit der Grabegabel wird der Wurzelstock gelockert, bis er aus der Erde gehoben werden kann.

Das Lockern des Wurzelstocks kann bei größeren Exemplaren mitunter schwierig sein. Meist muss die Grabegabel dazu mehrfach in alle Richtungen hin und her bewegt werden. Der Strauch wird erst dann aus dem Pflanzloch herausgehoben, wenn der Wurzelballen nur noch locker in der Erde liegt.

Sommerflieder komplett entfernen

Soll der Sommerflieder komplett entfernt und entsorgt werden, kann dies zu jeder Jahreszeit geschehen.

Das Vorgehen ähnelt dem des Ausgrabens der Wurzeln, wenn der Sommerflieder an einen neuen Standort versetzt werden soll. Um die Arbeit zu erleichtern, können die oberirdischen Teile der Pflanze jedoch vor dem Ausgraben der Wurzeln komplett entfernt werden.

Expertentipp

Normalerweise ist Sommerflieder ausreichend winterhart. Im ersten Winter nach dem Umpflanzen ist es jedoch, genau wie nach einer Erstpflanzung, ratsam den Strauch durch eine Mulchabdeckung vor Frösten zu schützen.

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© pixabay.com/Stones

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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