Der Duftjasmin ist eine Pflanzenart aus der Familie der Hortensien und wird hierzulande auch Pfeifenstrauch, Sommerjasmin oder Falscher Jasmin genannt. Der ursprünglich in Italien und Südosteuropa beheimatete Strauch verschönert heimische Gärten, Parks und Grünanlagen. Das schöne Hortensiengewächs begeistert aufgrund der üppigen Blüten und dem zarten Duft, der besonders intensiv in den Abendstunden verströmt wird. Der Falsche Jasmin eignet sich hervorragend als eindrucksvolle Solitärpflanze, kommt aber ebenso gut als reich blühende Heckenpflanze zur Geltung.
Ist ein Schnitt bei Duftjasmin notwendig?
Der rasche und üppige Wuchs des Zierstrauchs kann durch entsprechende Schnittmaßnahmen kontrolliert werden, wobei hier in Form- und Verjüngungsschnitt zu unterscheiden ist. Beim Verjüngungsschnitt, der etwa alle zwei bis drei Jahre vorzunehmen ist, wird das Ziergehölz im zeitigen Frühjahr ausgelichtet. Bei dieser Maßnahme ist es empfehlenswert, alte und kranke Hölzer sowie störende Äste zu entfernen und den Strauch bis ins alte Holz zurückzuschneiden. Allerdings sollten hierbei die Triebe nicht mehr als dreißig Zentimeter über dem Boden gekürzt werden. Wird die Pflanze zu radikal geschnitten, kann sie absterben. Es kann einige Monate oder Jahre dauern, bis sich die Strauchpflanze wieder erholt hat. Während dieser Zeit ist mit einer Blüte nicht zu rechnen. Als Solitärpflanze kann die schöne Staude ihre natürliche Wuchsform behalten und den Hobbygärtner erfreuen. Entfernen Sie trotzdem regelmäßig abgestorbene oder zu dicht wachsende Äste und kürzen die Triebe hin und wieder etwas ein, um die Blühfreudigkeit der Pflanze anzuregen.
Duftjasmin als Heckenpflanze schneiden

Als Heckenbepflanzung begeistert der Pfefferstrauch hauptsächlich dank seiner reichlichen Blütenfülle. Um die schöne Form des Gehölzes zu bewahren, sollten Sie die Pflanze regelmäßig schneiden. Idealerweise erfolgt der Heckenschnitt nach der Blütezeit des Duftjasmins. Hierbei werden lediglich zu lange Triebe gekürzt, damit der Zierstrauch nicht zu üppig wächst. Wenn Sie den Rückschnitt erst im Herbst vornehmen, trägt der Zierstrauch im darauffolgenden Jahr nur wenige oder gar keine Blüten.
Besonderheiten beim Duftjasmin

Im Freiland wirkt Duftjasmin besonders schön und damit die ästhetische Wuchsform erhalten bleibt, können Sie regelmäßig zur Schere greifen. Gerade ältere Exemplare verkahlen rasch und benötigen dann einen Verjüngungsschnitt. Nach der Blütezeit werden alle zu hoch gewachsenen Triebe eingekürzt und ausgelichtet. Keinesfalls darf dieser Schnitt im Herbst erfolgen, denn dann würden Sie die blütentragenden Zweige entfernen. Achten Sie bereits während des Schnittes darauf, dass Sie die ursprüngliche Form beibehalten wird. Wenn im Frühjahr einzelne Zweige des Duftjasmins erfroren sind, können Sie diese abschneiden.
Fehler beim Rückschnitt
Auch beim Rückschnitt des Duftjasmins kann es zu gravierenden Fehlern kommen, welche die Gesundheit des Zierstrauchs gefährden. Duftjasmin darf im Winter nicht geschnitten werden, denn sonst drohen Frostschäden. Auch während der Blütezeit ist ein Schnitt nicht zu empfehlen, es sei denn, dass sich falscher Mehltau gebildet hat. Bei Anfängerfehlern wie beim Schnitt ins alte Holz, an dem der Duftjasmin neue Triebe ausbildet, bleibt die Blüte im darauffolgenden Jahr aus. Das ist auch einer der Gründe, weshalb der Duftstrauch nach dem Verjüngungsschnitt bis zu drei Jahre keine Blüten präsentiert.
Expertentipp
Tragen Sie beim Schneiden stets Handschuhe, da einige Kreuzungen des Duftjasmins giftige Pflanzenteile aufweisen können.
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