Hochbeete sind bei Hobbygärtnern äußerst beliebt. Sie erleichtern nicht nur das Arbeiten, da notwendige Tätigkeiten nicht gebückt durchgeführt werden müssen, sondern verlängern beispielsweise zusätzlich die Pflanzzeit. Wer sich ein erhöhtes Beet zulegen möchte, hat die Wahl zwischen Fertigbausätzen aus verschiedenen Materialien, die im Fachmarkt verfügbar sind, oder einem Eigenbau. Je nachdem für welches Modell, Material und Größe Sie sich entschieden haben und wie der Untergrund beschaffen ist, auf dem das fertige Hochbeet gesetzt wird, ist ein Unterbau unerlässlich. Dies gilt ebenfalls für selbst zusammengebaute Konstruktionen.
Wann wird ein Fundament benötigt?
Nicht jedes Hochbeet muss zwangsläufig mit einem Sockel ausgestattet sein. Oft reicht schon ein ebener, fester Grund, damit die Konstruktion stabil steht.
Tisch- und Treppenhochbeete benötigen beispielsweise keinen, da sie weder direkten Kontakt zum Untergrund noch ein hohes Gewicht haben.
Zudem ist das Material entscheidend, aus welchem das erhöhte Beet besteht. Kunststoff ist relativ leicht und benötigt, je nach Größe, ebenfalls nicht unbedingt einen Sockel.
Vorteile eines Fundaments

Bauen Sie für Ihr Hochbeet einen Unterbau, hat dies einige positive Effekte.
- größere Konstruktionen können verwendet werden
- Das hochgebaute Beet kann aus schweren Materialien bestehen, beispielsweise Stein
- Schutz vor Nagetieren und anderen Schädlingen
- Staunässe wird verhindert
- Schutz des Materials gegen Witterungseinflüsse in Verbindung mit dem Erdboden
- zusätzlicher Stauraum, Ablage oder Regal
- Unterschlupf für kleine Tiere, beispielsweise Igel, Insekten und andere typische „Gartentiere“
Welche Arten von Fundamenten gibt es?
Damit ein erhöhtes Beet stabil steht, sind verschiedene Möglichkeiten für einen Unterbau realisierbar.
- Punktfundament
- Plattenfundament
Punktfundament
Dies ist das am häufigsten verwendete Fundament für Hochbeete, die nicht aus Stein und anderen schweren Materialien bestehen. Insbesondere für Holzkonstruktionen ist dieser Unterbau ratsam, da kein direkter Kontakt mit der Erde erfolgt und das Holz hierdurch langlebiger wird.
Beim Punktfundament wird ca. 10 cm von den vier Ecken des späteren Hochbeets entfernt der Erdboden auf Spatenbreite ca. 30 bis 35 cm ausgestochen. Nach Entfernen der losen Erde wird das Loch bis auf 3 bis 4 cm mit trockenem Fertigbeton aufgefüllt. Anschließend werden nach und nach etwa 2 Liter Wasser hinzu gegossen und die Masse vermengt, bis sich ein Sockelstein darauf legen lässt, ohne dass dieser einsinkt. Während der Beton feucht ist, wird vorsichtig überprüft, ob alle Steine waagerecht zueinander liegen und gegebenenfalls nachgebessert. Nachdem die Masse einen Tag ausgehärtet ist, wird der Rahmen des Hochbeets auf die Fundamentsteine gelegt und das umliegende sichtbare Fundament mit Erde bedeckt.
Plattenfundament
Im Gegensatz zum Punktfundament wird dieses über die vollständige Fläche des Hochbeets verlegt. Allerdings ist es nur dann notwendig, wenn der Untergrund gegen Wurzelwerk, Erdreich und Nässe aus dem Beet geschützt werden soll.
Als Erstes wird der komplette Bereich, auf dem das Hochbeet später steht, auf einer Tiefe von mindestens 80 cm ausgehoben, um das Fundament vor Frost zu schützen. Ist die Aushebung waagerecht, wird eine ca. 20 cm dicke Schotterschicht hineingegeben und am besten mit einer Rüttelplatte verdichtet. Damit das Regenwasser gut abläuft und nicht gefriert, wird anschließend eine Kiesschicht bis 5 cm unter dem umliegenden Bodenniveau aufgetragen und gleichmäßig abgezogen. Hierauf verlegen Sie Betonplatten so, dass jeweils eine kleine Fuge zwischen den Platten bleibt. Diese füllen Sie mit Quarzsand auf, den Sie mit dem Besen verteilen.
Expertentipp
Falls Sie kein Fundament benötigen, beispielsweise bei kleinen Hochbeeten, legen Sie zu seinem Schutz lediglich Gehwegplatten und die Ecken des Beets.
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