Die Birke gehört zu den schönsten heimischen Bäumen und ist daher auch in Gärten sehr beliebt. Wer jedoch nur wenig Platz um sein Haus hat bekommt mit dem rasch wachsenden Baum schnell Schwierigkeiten. Insbesondere die Wurzeln der Pflanze breiten sich weithin aus und sind dann überall im Weg, wo Sie graben müssen. Doch auch die Besitzer von kleinen Gärten müssen nicht unbedingt auf die Haltung einer Birke verzichten. Sie gedeiht auch im Topf und fühlt sich dann sogar auf dem Balkon einer gartenlosen Wohnung wohl.
Der richtige Topf für die Birke
Als Baum benötigt eine Birke natürlich einen relativ großen Topf. Zumindest das Format eines zehn Liter Wasser fassenden Eimers ist ratsam. Den Eimer aus Plastik oder Metall selbst sollten Sie aber lieber nicht wählen. Eine Birke benötigt gute Drainage, damit sie nicht durch Staunässe an Wurzelfäule erkrankt. Daher eignet sich ein Pflanzkübel mit einem Drainageloch am besten. Auch ein gut imprägniertes Holzfass macht sich aber an vielen Standorten gut als Behälter für eine Birke. Damit später auch Standortwechsel möglich sind, empfiehlt sich ein Untersatz auf Rollen. Achten Sie aber darauf, dass Sie diese auch fixieren können, damit Ihre Birke nicht vom Wind oder durch unabsichtliche Berührungen in Bewegung gesetzt werden kann.
Standort und Substrat

Birken vertragen als heimische Bäume das Wetter in Deutschland gut und stellen auch an den Boden kaum Ansprüche. Allerdings brauchen sie sehr viel Licht um gut gedeihen zu können. Ein vollsonniger Standort ist daher wichtig. Die Erde wählen Sie am besten dem Standort ähnlich, an dem Sie die Jungpflanze oder den Samen entnommen haben. Wie sandig oder lehmig sie es gerne hat, hängt nämlich von der genauen Unterart der Birke ab und diese ist schwer zu bestimmen, da es häufig zu Mischlingsbildung kommt.
Den Topf vorbereiten
Grundsätzlich haben Birken einen hohen Wasserbedarf, vertragen Staunässe aber sehr schlecht. Daher sollten Sie zunächst eine Drainageschicht in dem Topf anlegen. Decken Sie als erstes das Loch im Boden mit einer Tonscherbe oder einem flachen Stein ab, sodass Wasser vorbeifließen aber das Substrat nicht herausfallen kann. Füllen Sie dann das unterste Drittel des Gefäßes mit Kies, Sand oder Tonkügelchen auf. Den Rest befüllen Sie mit Erde. Wenn Sie ihre Birke im Freien ausgraben oder in einem Pflanzgefäß gekauft haben, empfiehlt es sich dabei die alte Erde mitzuverwenden. Sie enthält symbiotische Pilze, die der Birke die Nährstoffaufnahme erleichtern.
Die Birke anpflanzen
Wenn Sie eine Jungpflanze eintopfen, graben Sie nun ein Pflanzloch in die Erde und setzen Sie die Birke aufrecht hinein. Achten Sie darauf, dabei die feinen Wurzeln nicht abzuknicken oder zu verletzen! Füllen Sie das Loch auf und schütteln Sie die Birke dabei zwischendurch leicht, damit sich keine Luftlöcher unter den Wurzeln bilden. Drücken Sie die Erde gut an und wässern Sie das Bäumchen danach gründlich.
Bei der Verwendung von Samen streuen Sie ihn einfach auf die lockere Erde und streichen dann eine dünne Erdschicht darüber. Birkensamen müssen nicht tief eingegraben werden. Geben Sie auch dem Samen reichlich Wasser.
Expertentipp
Birken vertragen es schlecht, im höheren Alter umgetopft zu werden. Daher ist es besser ihnen von Anfang an einen relativ großen Topf zu geben und sie ihr Leben lang darin zu belassen. Auch wenn die Wurzeln der Birke an den Gefäßrand stoßen, ist kein neuer Topf erforderlich. Die Pflanze passt sich dann automatisch in ihrer Größe an den vorhandenen Platz an. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass die Birke im Topf Ihnen auch ohne Beschnitt nicht über den Kopf wächst. Zeigt das Bäumchen Anzeichen von Nährstoffmangel, können Sie ihm mit etwas Kompost aushelfen.
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