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Exotische Pflanzen

Engelstrompeten – sind sie winterhart oder frostempfindlich?

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Engelstrompeten - sind sie winterhart oder frostempfindlich

Die Gattung der Engelstrompeten (Brugmansia) gehört zur Ordnung der Nachtschattenartigen (Solanales) und zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet liegt in Südamerika, was die Frage, ob die apart blühenden Gewächse winterhart oder frostempfindlich sind, fast beantwortet.

Aufgrund ihrer einmaligen Blüten werden Engelstrompeten weltweit kultiviert. Auch in heimischen Gärten sorgen die leider giftigen Pflanzen für Aufsehen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie man die Blütenschönheiten im Winter behandeln sollte.

Herkunft

Herkunft


In ihrem natürlichen Habitat wachsen Engelstrompeten als Sträucher oder Bäume und können Wuchshöhen von bis zu fünf Metern erreichen. Sie gedeihen in den Anden in Höhenlagen von 3.000 Metern, nicht selten in der Nähe von Verkehrswegen oder in ehemaligen Siedlungsgebieten.

Einige Arten gedeihen auch in der Nähe von Meeren, wie etwa an den Küsten Perus. Obwohl es insbesondere in Gebirgen und in höheren Lagen recht kalt werden kann, sind Engelstrompeten nicht winterhart und sollten bereits bei Temperaturen ab 10 Grad Celsius in geeignete Winterquartiere umgesiedelt werden.

Weniger kälteempfindliche Sorten

Weniger kälteempfindliche Sorten
Wer sich an der Pracht blühender Engelstrompeten erfreuen will, muss einen erheblichen Aufwand in Kauf nehmen. Sorten wie ‘Brugmansia arborea’, ‘Brugmansia candida’ oder ‘Brugmansia vulcanicola’ sind weniger kälteempfindlich, blühen vergleichsweise zeitig und mit etwas Glück ein weiteres Mal in einem hellen Winterquartier, in dem Temperaturen von 15 Grad Celsius herrschen. Engelstrompeten werden aufgrund ihrer Herkunft in eher unwirtlichen Bergregionen als kalte Sorten bezeichnet.

‘Brugmansia insignis’, ‘Brugmansia suaveolens’ und ‘Brugmansia versicolor’ stammen ursprünglich aus den wärmeren Küstenregionen Südamerikas und werden als warme Sorten deklariert. Sie blühen in unseren Breiten recht spät im Sommer, jedoch nicht in ihren Winterquartieren. Aus diesem Grund können sogenannte warme Sorten im Dunklen überwintert werden. Obwohl sie wärmetoleranter als kalte Sorten sind, sollten sie im Freien nicht in der prallen Sonne stehen.

Überwinterung

Überwinterung
Engelstrompeten werfen ihr Laub im Winter ab. Damit die beliebten Kübelpflanzen gut durch die kalte Jahreszeit kommen, sollten einige Vorkehrungen getroffen werden. Wurden Engelstrompeten in Beete gepflanzt, müssen sie zeitig genug in Pflanzgefäße umgesetzt und an vor Regen geschützte Plätze gestellt werden.

Ein Rückschnitt empfiehlt sich allein aus Platzgründen und sollte erfolgen, solange es warm ist, sodass die Schnittstellen vor der Umsiedlung in die Winterquartiere heilen können. Wassergaben sollten reduziert werden.

Am besten überwintert man Engelstrompeten in hellen und mäßig warmen Wintergärten bei Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad Celsius. Unter diesen Bedingungen können sie je nach Sorte sogar weiter blühen oder neue Blüten ansetzen. Der starke Duft wird in geschlossenen Räumen nicht von jedem vertragen. Regelmäßige Lüftungen sollten gewährleistet werden, damit Engelstrompeten nicht zu früh austreiben.

Eine Überwinterung im Dunklen ist insbesondere bei warmen Sorten möglich. Die Temperaturen können etwas niedriger sein, sollten dennoch konstant gehalten werden. Je heller der Standort ist, desto häufiger muss gegossen werden. Prinzipiell wird nur so viel gegossen, dass die Wurzeln nicht austrocknen. Bei leicht feuchtem Substrat sind Wassergaben unnötig.

Ab März können Engelstrompeten an einen wärmeren Standort oder in ein Gewächshaus versetzt werden, damit sie sich langsam auf die kommende Zeit im Freien einstellen können. Zu diesem Zeitpunkt können sie umgetopft werden.

Expertentipp

Engelstrompeten enthalten hochgiftige Alkaloide der Tropangruppe. In ihren Herkunftsländern werden Pflanzenteile bis heute als Rauschmittel verwendet. Das High endet bei einer falschen Dosierung jedoch nicht selten tödlich. Die Giftigkeit sollte man bei der Pflege stets im Hinterkopf haben und Handschuhe tragen. Auch Kinder und Tiere müssen vor dem Kontakt mit Engelstrompeten geschützt werden.

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