Farne gehören zu den ältesten noch lebenden Pflanzen weltweit und kamen bereits vor Millionen von Jahren in Form von ganzen Wäldern vor. Aus diesem Grund werden immer wieder Überreste der so genannten Baumfarne in Braunkohle entdeckt. Sie gehören zu den Gefäßsporenpflanzen und bilden weder Blüten noch Samen aus.
Das Pflanzen von Farnen im eigenen Garten ist sehr unkompliziert. Solange die richtige Vorbereitungen getroffen werden, kann man mit den vielfältigen Pflanzen problemlos Flächen bestücken, welche für andere Gewächse aufgrund von mangelndem Lichteinfall ungeeignet sind, denn Farn fühlt sich besonders im Schatten richtig wohl.
Optimaler Standort und Bodenbeschaffenheit
Farne fühlen sich besonders in schattigen Bereichen des Gartens wohl und benötigen einen lockeren und humusreichen Boden, um gedeihen zu können. Es ist wichtig, dass der Farn keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, daher sollte unbedingt ein Standort im lichten Schatten zum Beispiel von Gehölzen oder Sträuchern gewählt werden. Weiterhin geeignet sind schattige Innenhöfe oder die unmittelbare Umgebung von hohen Mauern. Einige Farnarten, wie zum Beispiel der Schriftfarn, der Hirschzungenfarn oder der Rippenfarn, präferieren auch einen eher steinigen Untergrund. Andere Farngewächse, wie der Perlfarn, bevorzugen feuchte, halbschattige Plätze. Sumpffarn eignet sich besonders gut zum Bestücken von Gartenteich-Umrandungen, da dieser feuchten bis hin zu sumpfigen Boden benötigt.
Pflege von Farngewächsen

Bei einem gut gewählten Standort sind Farne sehr pflegeleichte und robuste Pflanzen. In ihrer natürlichen Umgebung im Wald werden Farne durch das abgefallene Herbstlaub vor winterlicher Kälte geschützt. Aus diesem Grund sollte man zu Beginn der kalten Jahreszeit entweder das vorhandene Laub liegen lassen oder eine schützende Laubabdeckung anbringen. Alternativ eignen sich auch Tannenzweige oder ein spezielles Winterschutzvlies. Von einer zu dicken Laubschicht wird jedoch abgeraten, da sich in diesem Fall Fäulnis und Schimmelpilze aufgrund von Feuchtigkeit bilden kann.
Unkraut entzieht dem Boden Wasser und Nährstoffe, daher sollte dies auch in unmittelbarer Umgebung von Farngewächsen regelmäßig gejätet werden. Da Farne in der Regel einen feuchten Boden benötigen, sollte besonders während längerer Trockenperioden wie auch im Pflanzjahr ausreichend gewässert werden. Staunässe gilt es jedoch zu vermeiden, da diese den Pflanzen schaden kann.
Der Rückschnitt von Farnpflanzen richtet sich nach der jeweiligen Art. Sommergrüner Farn nimmt im Herbst eine bräunliche Farbe an und kann dann bodennah zurückgeschnitten werden. Als Alternative schneidet man die Gewächse im Frühjahr, dann gilt jedoch besondere Vorsicht, um die frisch ausgetriebenen Wedel nicht zu beschädigen. Wintergrüne Farne hingegen werden grundsätzlich im Frühjahr geschnitten. Abgeknickte und braune Farnwedel werden dann sorgfältig entfernt, neue Wedel dürfen dabei nicht verletzt werden.
Expertentipp
In der Regel interessieren sich Schädlinge nicht für Farngewächse. Lediglich die Larven des Dickmaulrüsslers können an den Pflanzen vorkommen. Diese leben im Boden und beschädigen die Farnwurzeln. Statt zu chemischen Mitteln zu greifen, sollte man die natürlichen Fressfeinde in Form von Fadenwürmern gegen die Larven einsetzen.
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