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Heckenpflanzen

Der Flieder als Hecke

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Flieder als Hecke

Flieder wächst zumeist als Strauch oder Baum, doch auch als Hecke ist der Flieder bestens geeignet. Im Sommer verwandelt sich eine Fliederhecke mit ihren üppigen Rispenblüten in ein wahres Blütenmeer und verströmt dabei den so typischen angenehmen Duft.

Welche Fliederarten sich am besten zum Anlegen einer Hecke eignen, wie eine Fliederhecke richtig gepflegt wird und was dabei beachtet werden sollte, sind die häufigsten Fragen rund um eine Blütenhecke aus Flieder.

Vor- und Nachteile einer Fliederhecke

Vor- und Nachteile einer Fliederhecke


Eine Hecke aus Flieder bildet im Sommer einen herrlichen Sichtschutz aus dichtem Laub und unzähligen duftenden Blüten. Allerdings wird eine Fliederhecke meist nur dann wirklich blickdicht, wenn sie eine ausreichende Breite hat.

Für eine Hecke aus Flieder wird daher mehr Platz benötigt als für die so häufig vorkommenden Hecken aus Buchsbaum oder Buchen. Wie die meisten Laubgehölze wirft auch der Flieder im Winter seine Blätter ab. Eine Fliederhecke bietet daher nur in den Sommermonaten einen guten Sichtschutz.

Welche Fliederarten kommen infrage?

Welche Fliederarten kommen infrage
Es gibt diverse Fliederarten vom Gewöhnlichen Flieder bis hin zu verschiedenen Edelfliederarten, die alle gut als Hecke gepflanzt werden können. Je nach Fliederart erreichen die Sträucher eine Höhe von circa 3 bis 7 Metern und haben unterschiedliche Blütezeiten von April bis Juli.

Der Gewöhnliche Flieder bildet im Gegensatz zu vielen Edelfliedersorten reichlich Wurzelausläufer. Diese können zur Vermehrung genutzt werden und bieten daher beim Anlegen einer Fliederhecke den Vorteil, dass sich die Hecke auf diese Art im unteren Bereich problemlos verdichten lässt. Andererseits müssen überschüssige Wurzelausläufer regelmäßig entfernt werden, um die Hecke in Form zu halten.

Kanadischer Flieder wird mit rund 3 Metern nicht ganz so hoch wie der Gewöhnliche Flieder, bildet aber keine Wurzelausläufer. Daher eignet auch er sich gut für eine Hecke.

Ebenfalls empfehlenswert ist der Chinesische Flieder. Er zeichnet sich vor allem durch sein relativ langsames Wachstum aus, sodass er nur mäßig geschnitten werden muss.

Eine Fliederhecke richtig pflanzen

Eine Fliederhecke richtig pflanzen
Die ideale Zeit, um eine Fliederhecke anzulegen der Herbst. So hat der Flieder noch genügend Zeit, um vor der Winterruhe anzuwachsen. Alternativ kann Flieder auch im zeitigen Frühjahr gepflanzt werden.

Flieder im Container kann zwar ganzjährig gepflanzt werden, doch sollten Pflanzungen im Sommer möglichst vermieden werden.

Für eine lockere, aber dennoch blickdichte Fliederhecke sollten die Sträucher in einem Abstand von 80 bis 100 cm gepflanzt werden.

Flieder ist zwar ausgesprochen schnittverträglich, dennoch benötigt eine Fliederhecke weitaus mehr Platz als eine Buchen- oder Buchsbaumhecke. Hecken aus Flieder sind lockere, naturnahe Hecken, die sich nicht in eine strenge geometrische Form bringen lassen und mindestens eine Breite von 1,50 m haben sollten.

Eine Fliederhecke richtig pflegen und schneiden

Flieder ist ein dankbarer Blüher und dabei äußerst pflegeleicht. Um eine üppige Blütenbildung und einen gesunden Wuchs der Hecke zu fördern, sollte die Fliederhecke im zeitigen Frühjahr gedüngt werden. Ein hoher Phosphoranteil ist dabei von Vorteil. Als organischer Dünger eignet sich Kompost hervorragend.

Flieder kommt gut mit Trockenheit klar. Dennoch braucht die Fliederhecke ausreichend Wasser, um gut zu gedeihen. Spätestens wenn die Blätter schlaff erscheinen, sollte die Hecke gegossen werden.

Fliederhecken sind naturnahe Hecken, die für Insekten und Vögel gleichermaßen nützlich sind. Ohne regelmäßigen Rückschnitt werden Fliederhecken aber schnell zu groß. Meist reicht es, wenn ein Rückschnitt alle 2 Jahre erfolgt.

Da der Flieder bereits im Sommer die Blüten für das Folgejahr bildet, sollte er direkt nach der Blüte zurückgeschnitten werden.

Expertentipp

Werden beim Anlegen einer Fliederhecke verschiedene Fliedersorten mit versetzten Blütezeiten gepflanzt, kann so die Dauer der Blütenpracht verlängert werden.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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