Flieder ist wegen seiner wohlriechenden und farbenfrohen Blüten in vielen Gärten anzutreffen. Das aus Asien stammende Ölbaumgewächs ist äußerst pflegeleicht und dekorativ zugleich. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn die Pflanze einmal ihre Blüten nicht öffnen will. Was eine ausbleibende Blüte verursacht und wie Sie dem entgegenwirken können, erfahren Sie in diesem Artikel.
Ursachen für ein Ausbleiben der Blüte – ein Überblick
Ein Aussetzen der Blüte des Flieders kann verschiedene Gründe haben:
- Falscher Rückschnitt
- Unzureichende Frostschutzmaßnahmen
- Nichtbehandlung von diversen Krankheiten
Flieder zurückschneiden – nicht zu früh und nicht zu spät
Wählen Sie den falschen Zeitpunkt für einen Rückschnitt, so kann sich dies verehrend auf die nächste Blüte auswirken. Achten Sie darauf, das Gewächs genau dann zurückzuschneiden, wenn die Blüte vorüber ist. Der Grund: Syringa vulgaris bildet seine Knospen direkt nach dem Verwelken seiner diesjährigen Äste an den neu gebildeten Enden der Triebe aus. Schneiden Sie den Flieder zu spät, entfernen Sie damit also höchstwahrscheinlich die neu gebildeten Triebe und nehmen der Pflanze so die Chance, im kommenden Jahr neue Blüten zu bilden.
So vermeiden Sie eine ausbleibende Blüte:
- Schneiden Sie Ihren Flieder unmittelbar nach dessen Verblühen.
- Entfernen Sie dabei keine neue Triebe, sondern ausschließlich das alte Holz.
- Achten Sie darauf, beim Schnitt Astringe nicht zu verletzen.
- Helfen Sie der Pflanze nach dem Rückschnitt mit einer kleinen Menge organischem Dünger bei der Erholung. Hornspäne sind dafür gut geeignet.
- Alternativ zum radikalen Rückschnitt können Sie auch durch regelmäßiges Ausputzen des verblühten Pflanzenmaterials den Flieder behandeln.
Robust, aber nicht unsterblich – Flieder vor Frost schützen

Neugebildete Knospen können durch Frost im späten Frühjahr überrascht werden und erfrieren. Verhindern Sie diese Problematik, indem Sie die Knospen ab März mit einem Frostschutz versehen. Gartenvlies eignet sich dafür ideal. Vor allem in der Nacht können die Temperaturen auch im Frühjahr stark einbrechen, weshalb ein schützendes Material unerlässlich ist. Tagsüber kann das Vlies dann wieder entfernt werden.
Blühfaulheit durch Krankheiten
Ein Ausbleiben der Blüte kann auch auf verschiedene Krankheiten zurückgeführt werden.
Pilzbefall
- Bemerken Sie ein plötzliches Welken der Triebe und Blätter, kann dies ein Hinweis auf einen Pilzbefall sein.
- Oft ist der Übeltäter der Verticillium-Pilz
- Schneiden Sie den Flieder bis tief in das gesunde Holz zurück, um alle befallenen Bereiche zu entfernen.
- Zusätzlich empfiehlt es sich, chemische oder organische Mittel zur weiteren Bekämpfung zu verwenden. Fungizide oder Ackerschachtelhalmsud sind gut geeignet.
Fliederseuche
- Dunkle Verfärbungen und Risse in der Rinde der Triebe sind ein Hinweis auf die Fliederseuche.
- Blütenstände verfärben sich braun und verwelken.
- Auslöser können Spätfröste oder eine Überdüngung sein.
- Der betroffene Flieder muss bis tief in das gesunde Gewebe zurückgeschnitten werden.
Expertentipp
Ist Ihr Flieder weder von einer Krankheit befallen, noch von Frost oder falschem Rückschnitt betroffen, so kann die Ursache für ein Ausbleiben der Blüte auch schlichtweg die falsche Wahl der Sorte sein. Beachten Sie schon beim Erwerb des Flieders, dass es sich um eine Sorte handelt, die ab dem ersten Jahr Blüten trägt. Manch ein Flieder bringt erst nach drei Jahren Blüten hervor. In so einem Fall hilft dann keine Pflege der Welt, nur viel Geduld.
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