Wer einen eigenen Garten hat, weiß wie viele Geräte sich zur Bearbeitung und zur Pflege im Laufe der Zeit ansammeln. Zur Aufbewahrung dient oftmals das Gartenhäuschen, der Hauswirtschaftsraum, der Keller, die Garage oder andere Räumlichkeiten. In den wenigsten Fällen ist dennoch immer alles parat. Um für jedes Gartengerät einen geeigneten Platz zu haben, greifen einige zu fertigen Produkten aus dem Fachhandel. Mit ein wenig handwerklichem Geschick lassen sich diese jedoch selbst bauen und man schafft einen individuellen Hingucker.
Gartengerätehalter zum Aufhängen der Gartenutensilien
Eine solche Halterung eignet sich wunderbar für Harken, Rechen, Schaufeln, Spaten und Ähnliches. Mit einer Hand lassen sich die Gartengeräte sowohl abnehmen als auch aufhängen.
Material- und Werkzeugliste
Je nach persönlichem Bedarf lässt sich die Länge des Brettes anpassen. Anhand der jeweiligen Geräte variieren Sie die Anzahl und die Abstände der Rundhölzer.
- 1 Brett aus Fichtenholz 22 mm dick, 220 mm breit und 2040 mm lang
- 2 Holz-, Bau- oder Unterlegkeile mit einer Länge von 25 cm
- 18 Rundstäbe aus Buchenholz mit einem Durchmesser von 2 cm und einer Länge von 11 cm
- Holzstücke zum Unterlegen
- Akkuschrauber
- Holzbohrer mit 2 cm Durchmesser
- Hammer
- Zwingen
- ggf. ein Gehölzschneider oder Ähnliches zum Zuschneiden der Rundhölzer
- ggf. Kabelbinder
- bei Bedarf 120er Schleifpapier
- 4 Dübel 10 x 50 mm mit passenden Schrauben
1. Schritt – Bohrlöcher markieren und bohren
Um die Länge des Brettes optimal auszunutzen, empfehlen sich zwei Reihen auf denen die Löcher für die Rundhölzer abwechselnd angezeichnet werden. Es ist ratsam von der oberen und unteren Kante einen Abstand von fünf Zentimetern zu den Mittelpunkten einzuhalten.
Die Distanz zwischen den Zentren der einzelnen Bohrlöcher hängt von den Geräten ab, die Sie anschließend aufhängen möchten. Für handelsübliche Harken, Rechen und Spaten liegt diese bei sieben Zentimetern, für schmalere Gartengeräte wie Handschaufeln und dergleichen reicht ein geringerer Abstand aus. Zum Anhängen einer Heckenschere benötigen Sie etwa 14 Zentimeter.
Sobald Sie alle Markierungen vorgenommen haben, legen Sie das Holzbrett auf die Holzkeile und die Holzstücke unter die zu bohrenden Löcher, um weder die Werkbank noch das Brett zu beschädigen. Mit den Zwingen befestigen Sie die Leiste auf der Werkbank. Das Holzbrett liegt dank der Keile in einem 10 Grad Winkel. Bohren Sie die Löcher senkrecht zum Boden hinein, damit die Stäbe später in eben diesem Winkel im Brett stecken.
2. Schritt – Rundstäbe zuschneiden und einschlagen
Falls die Rundhölzer noch nicht auf die gewünschte Länge zugeschnitten wurden, binden Sie diese mit den Kabelbindern bündig zusammen und markieren die Schnittstelle. Befestigen Sie die Stäbe mit den Zwingen an der Werkbank, sodass die Markierung frei liegt. Nun sägen Sie diese mit dem Gehölzschneider zu. Anschließend schleifen Sie die Kanten ab und schlagen die Rundstäbe mit dem Hammer vorsichtig in die dafür vorgesehenen Bohrlöcher ein.
3. Schritt – Aufhängen
Verwenden Sie Dübel beim Anbringen der Gerätehalterung an die Wand. Die Höhe richtet sich nach Ihrem persönlichen Bedarf. Zum Schluss hängen Sie Ihre Gartengeräte daran auf.
Gartengerätehalter zur waagerechten Aufbewahrung

Insbesondere lange und schwere Geräte oder Elektrogeräte eignen sich nicht zum Aufhängen. Hierzu zählen beispielsweise Heckenscheren und Motorsensen. Um dennoch Ordnung zu haben, bietet sich eine Halterung an, die diese Geräte senkrecht aufnimmt. Der Vorteil ist, dass Sie darunter Platz haben, um etwa ein Regal anzubringen.
Material- und Werkzeugliste
Je nach persönlichem Bedarf lässt sich die Größe der Halterung anpassen und anhand der Größe und Anzahl der zu lagernden Geräte variiert die Menge der benötigten Werkstücke.
- 2 Bretter aus Fichtenholz 22 mm dick, 220 mm breit und 650 mm lang
- 2 Holzleisten mit einer Breite und Höhe von jeweils 3 cm und einer Länge von 65 cm
- Holzstücke zum Unterlegen
- Akkuschrauber
- Flachbohrer mit einem Durchmesser von 35 mm
- Zwingen
- ggf. ein Gehölzschneider zum Aussägen der Aussparungen
- bei Bedarf 120er Schleifpapier
- 4 Dübel 10 x 50 mm mit passenden Schrauben
1. Schritt – Bohrlöcher markieren und bohren
Um die Aussparungen später besser aussägen zu können, messen Sie die Mitte der kurzen Brettkante ab und zeichnen die Mittelpunkte der Löcher bei 10, 29,5 und 49,5 Zentimetern auf der langen Seite an. Anschließend bohren Sie an den Markierungen durch das Brett.
2. Schritt – Anzeichnen und Aussägen der Aussparungen
Um die Geräte später einhängen zu können, zeichnen Sie nun die Linien für die Einkerbungen an einem Brett an. Die erste Linie läuft vom linken Lochpunkt in einem 35-Grad-Winkel und die zweite vom rechten Lochpunkt in einem 15 Grad Winkel ab. Danach sägen Sie die Einbuchtungen vorsichtig entlang der Markierungen aus. Für das andere Holzbrett verwenden Sie das fertige als Schablone.
3. Schritt – Abschleifen und Aufhängen
Schleifen Sie alle Schnittkanten und Ecken bei beiden Holzbrettern ab. Verwenden Sie Dübel beim Anbringen der Leisten an die Wand. Anschließend fixieren Sie die Bretter mit den Schrauben an den Holzleisten. Und dann können Sie Ihre Gartengeräte in die Aussparungen legen.
Expertentipp
Statt neue Bretter oder Leisten zu kaufen, verwenden Sie nicht benötigte Holzbretter, die groß genug sind.
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