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Obstpflanzen

Goji-Beere Pflege

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Goji-Beere Pflege

Als Goji-Beeren bezeichnet man die Früchte des Gemeinen und Chinesischen Bocksdorns. Ihr Name stammt aus dem Chinesischen und bezeichnet ein Gebiet im Nordwesten Chinas, in welchem die Goji-Beere ursprünglich beheimatet ist.

Der Bocksdorn wird auch als Teufelszwirn bezeichnet. Dieser gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und wird sowohl als Zier- als auch als Nutzpflanze kultiviert. Dabei handelt es sich um einen sommergrünen Strauch, welcher mittlerweile seit vielen Jahrzehnten auch in Mitteleuropa heimisch ist. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich jedoch von Südosteuropa bis China. Zwar galt die Goji-Beere lange als giftig, zwischenzeitlich konnte jedoch nachgewiesen werden, dass diese über viele gesunde Inhaltsstoffe verfügt. Diese umfassen unter anderem Vitamin C, Eisen, verschiedene B-Vitamine und Carotinoide. Bei den Pflanzen, welche in unseren Breiten als Goji-Beere angeboten werden, handelt es sich grundsätzlich nur um Kulturformen. Die wilde Form der Goji-Beere ist nicht zum Verzehr geeignet.

Aussehen und Wuchs

Aussehen und Wuchs


Der ausladend breite Bocksdorn erreicht in der Regel eine Höhe zwischen zwei und drei Metern. Er wächst sehr schnell und ist zudem winterhart. Neben seinen langen, bogenförmig hängenden Trieben verfügt er über lanzettförmige, ganzrandige Blätter, welche eine Länge von bis zu zehn Zentimeter erreichen können und graugrün gefärbt sind. Die Blütezeit reicht von Juni bis August. In dieser Zeit bringt der Bocksdorn fünfzählige Blüten in purpurvioletter Farbe hervor, welche sich durch einen glockenförmigen Blütenkelch auszeichnen. Die Beeren selbst sind orange-gelb oder leuchtend rot. Sie erreichen eine Länge von bis zu zwei Zentimetern und sind länglich bis eiförmig. Teilweise erinnern sie in ihrer Form an Paprika, die Früchte enthalten jedoch hellbraune Samen.

Der optimale Standort

Der optimale Standort
Der Bocksdorn wächst bevorzugt an sonnigen und luftigen Standorten. Ausreichendes Sonnenlicht beeinflusst insbesondere den Ernteertrag. Wird dem Strauch keine ausreichende Lüftung geboten, so besteht eine Gefahr durch Mehltau.

Bodenauswahl

Bodenauswahl
Die Goji-Beere benötigt einen guten Gartenboden, welcher es ihr ermöglicht, Ausläufer zu bilden. Die Erde sollte durchlässig und humusreich sein und über ausreichend Feuchtigkeit verfügen. Bei schweren Gartenböden ist es empfehlenswert, diese zunächst mit Sand und reichlich Humus aufzulockern. Die Goji-Beere kann außerdem in salzhaltigen Böden angebaut werden.

Pflanzung

Die Pflanzung des Bocksdorns kann ganzjährig erfolgen, jedoch sollte der Boden zu Beginn des Jahres frostfrei sein. Jungpflanzen sind in der Regel in einem 2-Liter-Topf zwischen April bis September erhältlich. Der optimale Zeitpunkt, um die Goji-Beere zu pflanzen, ist jedoch im Frühjahr in den Monaten von März bis Mai. In diesem Fall hat der Strauch ausreichend Zeit, um während der Vegetationszeit starke Triebe zu entwickeln.

Die Jungpflanze wird in ein etwa vierzig Zentimeter tiefes Loch gegeben, welches zusätzlich mit Kompost versehen wird. Alternativ kann der Erdaushub großzügig mit Kompost gemischt werden. Die Pflanze sollte dreißig Zentimeter tief im Boden sitzen, danach wird das Erdloch mit der ausgehobenen Erde aufgefüllt. Bevor die Jungpflanze ausgiebig mit Wasser versorgt wird, ist es empfehlenswert, einen Gießrand rund um den Wurzelbereich anzulegen. Regelmäßiges Gießen in den ersten Wochen nach der Pflanzung unterstützt die Goji-Beere beim Anwachsen.

Pflege

Wird die Goji-Beere in leichten Böden kultiviert, so sollte sie insbesondere während der Sommermonate ausreichend mit Wasser versorgt werden. Zwar verträgt der Strauch auch Trockenheit, jedoch darf er nicht vollständig austrocknen. Verfügt der Boden über eine gleichmäßige Feuchtigkeit, so beeinflusst dies eine reiche Ernte. Um magere Böden aufzuwerten, sollte man diese im Frühjahr mit Gartenkompost anreichern oder eine Mulchschicht auftragen. Humus fördert nicht nur die Wasserspeicherfähigkeit, sondern sorgt durch die Versorgung mit Nährstoffen für ein optimales Wachstum der Pflanze. In niederschlagsreichen Sommern ist oftmals ein weißer Belag festzustellen, welcher sich auf den Blättern befindet. Dabei handelt es sich um Mehltau. Diesem kann effektiv vorgebeugt werden, wenn man die Goji-Beere bereits ab dem Frühjahr in regelmäßigen Abständen mit siliziumhaltigen Pflanzenstärkungsmitteln behandelt.

Vermehrung

Die Vermehrung der Goji-Beere erfolgt entweder durch Aussaat der Samen im Herbst, durch Stecklinge im späten Frühjahr oder durch Steckhölzer während der Wintermonate.

Schnitt

Wird regelmäßig ein ordnungsgemäßer Rückschnitt am Bocksdorn durchgeführt, so sorgt dies für ein kräftiges und standfestes Wachstum. Während die Pflanze in ihrem ersten Jahr auf zwanzig Zentimeter zurückgeschnitten wird, verschont man im darauffolgenden Jahr nur höchstens fünf oder sechs dicke Triebe. Diese bilden im Juli die Blüten aus.

Ein Verjüngungsschnitt sollte erstmals im vierten Jahr nach der Pflanzung erfolgen und anschließend alle zwei Jahre durchgeführt werden. Dabei werden jeweils zwei alte Triebe entfernt, während zwei junge Triebe nachwachsen dürfen. Maximal zehn Triebe sollten dauerhaft stehengelassen werden.

Zusätzlich zu den Schnittmaßnahmen sollte regelmäßig abgestorbenes und trockenes Holz entfernt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Besonders anfällig ist Bocksdorn für Mehltau, welcher sich an einem weißen Belag auf den Blättern und im weiteren Verlauf auf der ganzen Pflanze bemerkbar macht. Bei einem Mehltaubefall sollten die betroffenen Pflanzenteile großzügig entfernt und im Hausmüll entsorgt werden. Fungizide sollten nach Möglichkeit nicht eingesetzt werden, da diese auf die Früchte übergehen können. Um Mehltau vorzubeugen, kann der Bocksdorn nach seinem Austrieb im Abstand von zwei Wochen mit einem Pflanzensud aus Ackerschachtelhalm gespritzt werden.

Überwinterung

Die Goji-Beere gilt bei bis zu minus sechsundzwanzig Grad Celsius als winterhart. Ein zusätzlicher Kälteschutz ist somit nicht erforderlich. Im Herbst in die Erde gebrachte Jungpflanzen hingegen benötigen einen Frostschutz während der Wintermonate. Dazu wird der Wurzelbereich mit einer ausreichend dicken Schicht Blattmulch abgedeckt, während die Triebe mit Nadelreisig geschützt werden.

Expertentipp

Möchte man Goji-Beeren über einen längeren Zeitraum konservieren, so sollte man diese trocknen. Nachdem die Früchte im Herbst geerntet wurden, sollten diese zunächst gewaschen und abgetrocknet werden. Danach verteilt man das Erntegut einschichtig in Kisten, welche mit Zeitungspapier oder Papiertüchern ausgestattet wurden. Um die Beeren zu trocknen, stellt man die Kisten an einem gut durchlüfteten und schattigen Ort auf. Die Beeren sollten regelmäßig gewendet werden, damit der Feuchtigkeitsverlust gleichmäßig stattfinden kann. Im weiteren Verlauf verändern die roten Früchte ihre Gestalt bis sie irgendwann die Form von Rosinen annehmen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Wirkung haben Goji-Beeren?

Sowohl die Früchte als auch die Wurzelrinde des Bocksdorns haben in der chinesischen Medizin eine große Bedeutung. Die heilenden Eigenschaften der Goji-Beere wurden bereits vor Tausenden von Jahren dokumentiert. Diese sollen sich sowohl auf die Leber als auch die Nieren positiv auswirken und den Blutdruck sowie den Cholesterinspiegel senken. In der Naturmedizin wird die Goji-Beere als Mittel bei Bluthochdruck, Diabetes, Schwindelerscheinungen sowie klimakterischen Beschwerden verwendet. Außerdem ist bekannt, dass die Früchte beim Abnehmprozess unterstützend eingesetzt werden können. Die verarbeitete Wurzelrinde soll sowohl antibakteriell als auch hustenlindernd wirken als auch bei Fieber und hohem Blutdruck Abhilfe schaffen können.

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