Der Granatapfelbaum, welcher ursprünglich aus Asien stammt, gewinnt auch hierzulande immer weiter an Popularität. Diese resultiert im Wesentlichen aus der optisch ansprechenden Form und den begehrten Früchten. Überwiegend erfolgt die Kultivierung in Kübeln, da der Baum nicht winterhart ist und daher eine Freipflanzung nur bedingt sinnvoll ist.
Die bedeutendsten Informationen zur Pflege und dem Rückschnitt für die optimale Entwicklung des Granatapfelbaumes sind nachstehend für Sie aufgeführt.
Bewässerung
Der Granatapfelbaum zählt zu den pflegeleichten Exoten, der wenig Ansprüche an seinen Besitzer stellt. Neben der Auswahl eines sonnigen Standortes benötigt der Baum regelmäßig Wasser und Dünger. Besondere Vorsicht ist jedoch aufgrund der Kübelkultivierung geboten, da bei übermäßiger Bewässerung und einem schlechten Wasserabfluss Staunässe entstehen kann, die wiederum zu Fäule führt. Über die Begutachtung der oberen Erdschichten lässt sich schnell feststellen, wie trocken oder feucht das Substrat ist und ob eine Bewässerung erforderlich ist. Gelegentlich können die Blätter zusätzlich mit kalkarmem Wasser besprüht werden, um die Gesundheit der Pflanze zu verbessern und die Gefahr eines Schädlingsbefalls zu mindern.
Düngung

Als Düngemittel bietet sich ein handelsüblicher flüssiger Blühpflanzendünger an, der dem Gießwasser zweiwöchentlich bis in den Herbst hinein zugegeben wird. Für eine reiche Ernte ist darauf zu achten, dass das Präparat ausreichend Phosphor enthält, das insbesondere für die Ausbildung von neuen Trieben und Blüten benötigt wird.
Auslichtungsschnitt

Grundsätzlich ist in Bezug auf den Schnitt die Unterscheidung zwischen dem Auslichtungsschnitt und dem Verjüngungsschnitt zu treffen. Ein über mehrere Jahre nicht beschnittener Baum ist anfälliger für Krankheiten sowie Schädlinge und einem ungleichmäßigen Wachstum mit dürftiger Ernte.
Der Auslichtungsschnitt wird im Herbst durchgeführt und dient, wie der Name bereits andeutet, der Auslichtung der Baumkrone. Hierbei werden insbesondere die beschädigten und vertrockneten Äste entfernt und die gewünschte Form wiederhergestellt. Der maximale Rückschnitt sollte sich auf eine Länge von einem Drittel des zu beschneidenden Astes belaufen und mit einem sauberen Werkzeug erfolgen.
Verjüngungsschnitt
Der Verjüngungsschnitt wird im Frühjahr vor dem Neuaustrieb durchgeführt und dient der Verbesserung der Knospen- und Blattbildung. Während der Auslichtungsschnitt durchaus etwas radikaler ausfallen kann, sollte der Verjüngungsschnitt nur punktuell erfolgen. Aus der Praxis heraus hat sich ein radikaler Rückschnitt im Frühjahr nicht bewährt, da viele Pflanzen daraufhin eine verminderte Blühkraft aufwiesen. Zudem ist es erforderlich, regelmäßig Sprösslinge und Wassertriebe zu entfernen, da diese dem Baum sowohl Flüssigkeit als auch Nährstoffe entziehen.
Expertentipp
Der Granatapfelbaum kann durch einen gezielten Rückschnitt im Herbst über mehrere Jahre sowohl in die Form eines Hochstammes als auch eines kompakten Busches erzogen werden.
Für einen Hochstamm ist es erforderlich, die unteren Triebe jeweils bis auf den Stamm einzukürzen und auch die Baumkrone kompakt zu halten.
Für einen verzweigten Busch empfiehlt es sich, die Pflanze auf einer niedrigen Höhe zu halten und durch kontinuierliche Rückschnitte zu einer Verdichtung der Triebe beizutragen.
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