Das Habichtskraut (Gattung Hieracium) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) kommt in Mitteleuropa in zahlreichen Arten vor. Es ist eines der am weitesten verbreiteten, heimischen Wildkräuter und findet sich auf Wiesen, Rasenflächen und an Wegrändern.
In naturbelassenen Gärten ist es ein wertvoller Bestandteil von Bienenweiden. Habichtskraut vermehrt sich stark und ist auf gepflegten Rasenflächen als Unkraut unerwünscht. Ob diese Pflanze für Menschen giftig oder essbar ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Giftigkeit von Habichtskraut
Alle in Mitteleuropa vorkommenden Arten der Gattung Hieracium sind für Menschen und Tiere in allen Teilen ungiftig. Die Pflanzen können bedenkenlos an Kleintiere wie Kaninchen verfüttert und von Nutztieren abgeweidet werden.
Essbares Wildkraut
Das Habichtskraut ist ein schmackhaftes Wildkraut. Alle oberirdischen Teile können in der Küche verwendet werden. Die Blätter eignen sich als Bestandteil von Salaten. Die ansprechenden Blüten, vor allem die des farbenfrohen Orangeroten Habichtskrautes (Hieracium aurantiacum), sind ebenfalls essbar und eine schöne Dekoration auf Salaten, Suppen und anderen Gerichten.
Der herbe Geschmack der Blätter und Blüten macht sie ideal zum Verfeinern von Dressings und Dips. Aufgrund möglicher allergischer Reaktionen und leichter Rauschwirkungen durch den Verzehr großer Mengen sollten Schwangere und Kinder auf Habichtskraut verzichten.
Habichtskraut – eine Pflanze mit Heilwirkung

Habichtskraut ist ein wichtiger Bestandteil der traditionellen Kräutermedizin. Das vitaminreiche Kraut enthält zahlreiche Wirkstoffe wie Cumarine, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe, ätherische Öle und Flavonoide. Die ganze Pflanze findet in der volkstümlichen Naturmedizin Verwendung in Form von Tee, Saft, Salben und Lotionen.
Anwendungsgebiete sind Leiden wie Durchfall, Erkältungen, Bronchitis, Fieber, Ödeme und Bluthochdruck. Die Inhaltsstoffe der Pflanze wirken harntreibend, schleimlösend, entzündungshemmend, fiebersenkend und wundheilend. Tees aus den Blättern des Kleinen Habichtskrautes (Hieracium pilosella) lindern Magen-Darm-Beschwerden.
Expertentipp
Verwenden Sie Habichtskraut in der Küche, sollten Sie die Blätter im Sommer sammeln. Im Frühjahr enthalten sie zu viele Bitterstoffe und schmecken unangenehm herb.
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