Herbsthimbeeren versorgen Hobbygärtner kurz vor dem Winter mit leckeren Früchten und sind zudem pflegeleicht. Sie sind ideal für Anfänger oder Menschen geeignet, die im Alltag nur wenig Zeit für die Gartenarbeit aufbringen können, aber dennoch nicht auf die leckeren Beeren verzichten möchten. Im Vergleich zu Sommerhimbeeren bringen Herbsthimbeeren zudem einen höheren Ertrag ein. Wichtige Tipps zur Pflanzung und Pflege erhalten Sie in diesem Beitrag.
Der richtige Standort
Herbsthimbeeren bevorzugen sonnige bis halbschattige, vor Wind geschützte Standorte und lockere, durchlässige Böden. Ideal ist ein pH-Wert zwischen 5,5 und 6. Da sie Staunässe nicht vertragen, sollten lehmige Böden mit Kompost oder Sand aufgelockert werden. Standorte, an denen zuvor Himbeersträucher kultiviert wurden, sind aufgrund von Bodenmüdigkeit zu vermeiden.
Besonders ertragreiche Ernten gelingen an sonnigen Standorten. Eine Gefahr durch Sonnenbrand besteht im Herbst nicht und Himbeeren werden an sonnenverwöhnten Plätzen besonders groß und süß.
Der ideale Pflanzzeitpunkt

Herbsthimbeeren sollten vorzugsweise zu Beginn bis spätestens Mitte des Herbstes gepflanzt werden. Da zu dieser Zeit noch genug Wärme im Boden gespeichert ist, können sie gut anwurzeln. Containerpflanzen lassen sich hingegen zu jeder Jahreszeit auspflanzen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflanzung von Herbsthimbeeren

Die einzelnen Pflanzen werden in einem Abstand von 40 bis 50 Zentimetern in den Boden gesetzt. Einzelne Reihen sollten einen Abstand von 1 bis 1,5 Metern aufweisen. In den meisten Fällen benötigt man für den Anbau von Himbeeren Spaliergerüste. Das ist bei vielen Herbsthimbeersorten entbehrlich, da sie nicht so groß wie Sommerhimbeeren werden.
Kleine Sorten eignen sich zudem für die Kübelkultur. Als Selbstbestäuber kann man Herbsthimbeeren auch als einzelne Pflanzen kultivieren.
Pflegemaßnahmen

Von November bis in den Winter hinein sollte man die Zweige bis zum Boden herunterschneiden. Pro Meter können 1 bis 2 Triebe im Beet verbleiben, um Nützlingen wie der Raubmilbe einen Nistplatz zu bieten. Einige Sorten bilden viele Triebe aus, die regelmäßig ausgedünnt werden müssen.
Himbeeren benötigen lediglich zwei Düngergaben pro Jahr. Die erste Düngergabe sollte im Frühjahr ab Anfang März mit Kompost und Hornspänen oder organischem Beerendünger erfolgen, die zweite Düngung im Juni oder Juli. Handelt es sich um einen besonders nährstoffreichen Boden, kann auf eine zweite Düngergabe verzichtet werden.
Expertentipp
Um Wurzelfäule zu vermeiden und Unkraut fernzuhalten, ist eine Damm-Pflanzung empfehlenswert. Diese Art der Kultivierung orientiert sich an Kartoffeldämmen. Eine Breite von 20 bis 30 Zentimetern und eine Höhe von 15 bis 20 Zentimetern sind ausreichend. Bei schweren, tonhaltigen Böden darf der Damm höher ausfallen.
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