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Bewässerung

Bewässerung für Balkonpflanzen selber bauen

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Bewässerung für Balkonpflanzen selber bauen

Stadtbewohner schaffen auf ihrem Balkon gern ihr eigenes Refugium. Damit eine besonders entspannte und beruhigende Atmosphäre geschaffen wird, platziert man auf dem Balkon eine Vielzahl von Topfpflanzen. Und so entsteht inmitten der Großstadt der eigene kleine Garten. Da die Pflanzen in ihren Töpfen leben, müssen sie in regelmäßigen Abständen gegossen werden. Doch was, wenn man für eine längere Zeit, beispielsweise für den Urlaub, nicht in der Gegend ist und auch keiner der Bekannten das Gießen übernehmen kann. Mit den richtigen Ideen können simple und kurzfristige, aber auch geschickte und langfristige Lösungen gefunden werden.

Das Prinzip

Das Prinzip von eigenen Bewässerungssystemen, die ohne Strom- und Wasseranschluss funktionieren, ist leicht. Dank der Schwerkraft und der Tatsache, dass trockene Wurzeln und Erde Wasser wie ein Schwamm aufsaugt. So wird für ein Wasserreservoir oberhalb der Blumentöpfe gesorgt. Dieses Reservoir ist nach unten mit der Blumenerde im Blumentopf verbunden. Die Schwerkraft sorgt demnach dafür, dass das Wasser durchgängig in Richtung der Blumenerde fließen will. Das letzte Teil der Verbindung ist mit Blumenerde ausgefüllt.

Sollte die Blumenerde trocken sein, saugt sie wie ein Schwamm so viel Wasser wie sie benötigt aus dem Reservoir. Wenn die Erde ausreichend mit Wasser gesättigt ist, wird dieser Prozess wieder eingestellt und die feuchte gesättigte Erde sperrt den Durchgang für das Wasser, um weiter in den Blumentopf zu fließen. Somit kann sich die Blumenerde so lange das nötige Wasser holen bis das Reservoir leer ist. Der Blumentopf ist außerdem vor einer Überschwemmung des Reservoirs sicher.

Bewässerungskugeln

Bewässerungskugeln


Dieses Prinzip wird beispielsweise bei Bewässerungskugeln umgesetzt. Die Bewässerungskugeln bestehen aus einer gläsernen Kugel, die mit einem gläsernen Röhrchen verbunden ist. Die Glaskugel wird mit Wasser befüllt und stellt somit das Reservoir dar. Das Glasröhrchen wird in die Blumenerde gesteckt und ist die Verbindung. Das untere Ende des Röhrchens wird beim Einstecken in den Topf mit etwas Erde befüllt, sodass ein Auslaufen der Wasserkugel ausgeschlossen ist. Da die Kugeln meist nur eine Füllmenge von wenigen hundert Millilitern haben, sind sie keine Lösung für längere Zeiträume.

Der Hochtank

Der Hochtank
Eine etwas langfristige Lösung ist eine Bewässerungsanlage mit einem Hochtank. Dazu installiert man einfach auf dem Balkon einen Tank rund einen halben Meter oberhalb der Pflanzen. Die Füllmenge des Tanks kann je nach Dauer der Abwesenheit und Menge der zu bewässernden Pflanzen gewählt werden.

Der Tank wird mit einem System mehrerer Schläuche verbunden. Bei der Planung des Hochtanks sollte bedacht werden, dass für jeden Blumentopf ein Schlauchende vorhanden sein muss. Dafür kann man einen klassischen Gartenschlauch benutzen und diesen mit verschiedenen Verbindungsstücken und Abzweigverbindern zu einem System zusammenstecken. Sollte alles korrekt zusammengebaut sein, kann nach Befüllen des Wasserreservoirs die Bewässerungsanlage störungsfrei laufen.

Expertentipp

Sollten Sie eine schnelle und kostengünstige Lösung für eine Bewässerungsanlage suchen, dann können handelsübliche PET-Flaschen das Richtige sein. Sie funktionieren im Prinzip wie die Bewässerungskugeln, sind jedoch wesentlich günstiger und haben ein größeres Wasserreservoir.

Bei allen erläuterten Bewässerungsanlagen sollten Sie darauf achten, dass beim Einstecken in den Blumentopf die Erde bereits ausreichend gegossen wurde und dass das Ende des Schlauchs oder des Rohres in der Nähe der Wurzeln ankommt.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/AleMasche72

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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