Himbeeren im eigenen Garten oder auf dem Balkon zu ziehen, ist einfacher als viele Hobbygärtner vermuten. Man muss bei der Kultur lediglich einige Punkte beachten, um sich bei einem recht geringen Pflegeaufwand über hohe Erträge freuen zu können. In diesem Beitrag erfahren Sie, worauf es bei der Pflege von Himbeeren ankommt.
Standort und Substrat
Himbeeren benötigen lichte, sonnige und warme Standorte. Starker Wind kann die Sträucher schädigen. Aus diesem Grund ist ein entsprechender Schutz wichtig. Gut geeignet sind Bereiche an Hauswänden, Mauern, Hecken oder in der Nähe von größeren, dichten Gewächsen. Beachten Sie jedoch, dass die Pflanzen nicht im Schatten stehen sollten.
Die Beerensträucher bevorzugen humose, lockere und nährstoffreiche Böden. Das Substrat darf einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6 aufweisen und leicht sauer sein. Verwenden Sie hochwertige Gartenerde, die mit reifem Kompost angereichert und durch die Zugabe von Sand durchlässiger wird. Im Freien sollten Sie den Untergrund umgraben und Steine sowie andere Fremdkörper entfernen. Für die Kultur in Kübeln gelten die gleichen Anforderungen.
Pflanzzeitpunkt und Pflanzabstand

Für die Pflanzung von Himbeeren ins Freiland ist der Herbst Anfang Oktober vor dem Einsetzen des ersten Frostes ideal geeignet. Wurde dieser Zeitpunkt verpasst, ist das Auspflanzen im zeitigen, frostfreien Frühjahr ebenfalls möglich. Im ersten Jahr sollte man in diesem Fall noch nicht mit der Ernte von Früchten rechnen.
Setzen Sie die Sträucher in einem Abstand von mindestens 40 Zentimetern. Mehr als 60 Zentimeter muss man zwischen den einzelnen Pflanzen nicht einplanen. Bei der Kultur in Kübeln dient der Pflanzabstand als Orientierung. Wählen Sie Pflanzgefäße mit einem Durchmesser von mindestens 40 Zentimetern, um ausreichend Platz für die Wurzeln zur Verfügung zu stellen.
Bewässerung

Himbeeren finden sich unter anderem an Waldrändern und gedeihen in feuchten Böden. Das Substrat sollte in Beeten oder Kübeln deshalb stets leicht feucht gehalten werden, jedoch niemals nass sein. Sowohl Staunässe als auch Trockenheit vertragen Himbeeren schlecht. Ungünstig sind zur Verdichtung neigende Lehmböden, Standorte mit einem hohen Grundwasserstand, Senken, in denen sich Wasser sammelt und Pflanzgefäße ohne Abflusslöcher und fehlende Drainage.
Gießen Sie ganzjährig immer dann, wenn die oberen Erdschichten angetrocknet sind. Die Daumenprobe hilft dabei, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Bleibt Substrat am Daumen kleben, ist ausreichend Feuchtigkeit vorhanden, ist das nicht der Fall, muss gegossen werden. Ideal ist kalkarmes Regenwasser. Beachten Sie zudem, dass Himbeeren in Kübeln weniger Wasser speichern können. Sie müssen vor allem im Sommer häufiger mit Wasser versorgt werden.
Düngergaben
Himbeeren sollten abhängig vom Substrat ein- bis zweimal pro Jahr gedüngt werden. Im zeitigen Frühjahr können Sie Beerendünger, Kompost oder Hornspäne einsetzen und leicht in die oberen Erdschichten einarbeiten. Für Kübelpflanzen bieten sich alternativ ein Erdwechsel, das Umtopfen oder passende Flüssigdünger an.
Eine weitere Düngergabe kann im Juni oder Juli erfolgen. Diese ist nicht notwendig, wenn Sie frische, nährstoffreiche Erde verwendet haben. Bei mehreren Standjahren in Beeten empfiehlt sie sich hingegen.
Expertentipp
Möchten Sie Himbeeren in nur geringen Mengen ernten, reicht ein Strauch aus. Himbeeren sind selbstbefruchtend, sodass mehrere Gewächse in unmittelbarer Nähe voneinander unnötig sind. Da der Platzbedarf und der Anspruch an die Pflege gering sind, lohnt sich für die Kultur in Kübeln eine größere Anzahl. Denn die Qualität und Anzahl der Beeren wird durch Fremdbestäubung verbessert.
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