Die Hirse ist den meisten von uns als Futter für Vögel bekannt. Doch auch viele Getreideallergiker vertrauen auf die kleinen vielseitigen Körner, welche auch zu Flocken weiterverarbeitet werden können. Insbesondere aufgrund der hohen Anteile an Eisen und Magnesium sowie den Vitaminen B1, B3, B5 und B6. Zusätzlich kann die Hirse in getrockneter Form auch als Dekoration für die Wohnung verwendet werden. Die Verwendungsmöglichkeiten sind ähnlich wie die Anzahl der verschiedenen Arten äußerst vielfältig, sodass sich die Frage stellt, ob und wie man Hirse im eigenen Garten kultivieren kann. Im nachfolgenden Beitrag haben wir daher die wesentlichen Informationen zum Anbau und der Pflege des Getreides zusammengefasst.
Die Vorbereitung des Beetes für den Anbau von Hirsepflanzen
Besonders wichtig für eine reiche Ernte ist die Auswahl des richtigen Standorts. Die Hirse bevorzugt große freie Flächen in der Sonne, welche einen sandigen und wasserdurchlässigen Boden aufweisen. Üblicherweise wird die Hirse mittels Samen ausgesät, weshalb das Beet vorab gründlich von Unkraut und abgestorbenen Pflanzenteilen befreit werden sollte.
Nach der Vorbereitung der Aussaatfläche werden Pflanzreihen angelegt, die jeweils einen Abstand von 30 bis 40 Zentimetern zueinander haben sollten. Die ideale Zeit für die Aussaat ist April bzw. Mai eines jedes Jahres, da zu dieser Zeit gewöhnlich kein Frost mehr droht. Das Saatgut wird nun gleichmäßig in den Pflanzreihen verteilt, mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt und leicht bewässert. Für die nächsten ein bis zwei Wochen ist nun Ruhe angesagt. Während die Körner keimen, ist vorerst keine weitere Bewässerung oder Pflege notwendig.
Die Pflege von Hirsepflanzen

Nach Ablauf der Ruhephase müssen die kleinen Pflänzchen nun regelmäßig gegossen werden. Hierbei ist insbesondere darauf zu achten, dass keine Staunässe entsteht, um Fäulnisprozesse auszuschließen. Hierbei ähnelt die Hirse in ihren Anforderungen dem hierzulande deutlich bekannteren Mais.
Sobald die Pflanzen eine Größe von rund 10 Zentimetern erreicht haben, ist es notwendig, diese zu trennen. Empfehlenswert ist ein Abstand von sieben bis zehn Zentimetern zwischen den jeweiligen Pflanzen, um ein optimales Wachstum und eine hohe Auslese zu erreichen. Auch das nachwachsende Unkraut sollte wiederkehrend entfernt werden. Eine Düngung der Pflanzen ist nicht zwingend notwendig, kann aber zu einer reicheren Ernte beitragen.
Die Ernte der Hirse

Nach ungefähr fünf Monaten, also im September bzw. Oktober sollte die Hirse reif genug zur Ernte sein. Hierfür ist es lediglich erforderlich, die Körner aus den Rispen zu streichen und mittels eines Korbs oder Eimers aufzufangen.
Expertentipp
Die Rispen der Hirse reifen von oben nach unten herab. Das bedeutet, dass an der Spitze der Rispe bereits ausgereifte Körner zu finden sind, während am Schaft noch grüne Körner vorhanden sind. Das Abpassen der richtigen Erntezeit ist daher von großer Bedeutung.
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