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Kletterpflanzen

Hopfen richtig schneiden

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Hopfen richtig schneiden

Als Zutat im Bier weltweit bekannt, kommt der Hopfen auch als Dekoration im heimischen Garten wunderbar zur Geltung. Klettert er an einem Zaun empor, eignet er sich hervorragend als Sichtschutz. Einmal im Jahr sollten Sie den Hopfen schneiden. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Die Vorteile des Hopfenschneidens

Abgestorbenes Pflanzenmaterial zu entfernen, hat den Vorteil, dass Sie eventuell vorhandene Krankheiten und Schädlinge von der Pflanze entfernen. Zudem sind die bis zu 7 Meter langen, abgestorbenen Triebe optisch nicht unbedingt ein Highlight im Garten. In großen Anlagen wird der Hopfen bei der Ernte komplett abgeschnitten und treibt im Frühjahr neu aus. An guten Tagen gibt es einen Längenzuwachs von 20 bis 30 Zentimetern. Wenn Sie die Früchte verwenden wollen, sorgt der Rückschnitt zudem für eine reiche Ernte.

Hopfen richtig schneiden

Hopfen richtig schneiden


Im Herbst fließen die in den Blättern und Trieben übrig gebliebenen Nährstoffe zurück in den Wurzelstock. Gegen Ende September färben sich die Blätter des Hopfens zunächst gelb, danach werden sie braun und letztendlich auch dürr. Je nachdem wie Sie den Hopfen nutzen möchten, eignen sich dann verschiedene Arten des Rückschnitts:

Rückschnitt für eine gute Ernte

Rückschnitt für eine gute Ernte
Damit sich die Früchte gut entwickeln können, benötigt der Hopfen viele Nährstoffe. Um dies zu gewährleisten, schneiden Sie die dürren Triebe zunächst etwa 50 bis 80 Zentimeter über der Erde ab. So hat die Pflanze mehr Zeit, restliche Nährstoffe aus dem Strunk im Wurzelstock einzulagern. Im Frühjahr schneiden Sie die Triebe dann direkt über der Erde ab, damit der Hopfen neu austreiben kann. Nach dem Neuaustrieb sollten Sie die Pflanze auslichten und einzelne Triebe entfernen. Die Kletterstaude verteilt so ihre Energie auf weniger Triebe und die Früchte entwickeln sich sehr gut.

Rückschnitt für dichtes Wachstum

Rückschnitt für dichtes Wachstum
Wenn Sie die Früchte des Hopfens nicht ernten wollen, können Sie die Triebe direkt über der Erde abschneiden. Verzichten Sie in diesem Fall auch auf das Auslichten der Pflanze. Der Hopfen wächst anschließend schön buschig und eignet sich hervorragend als Sichtschutz.

Expertentipp

Abgeschnittene Sprossen sollten Sie nicht direkt entsorgen. Diese haben einen nussigen Geschmack und können wie Spargel zubereitet werden. Feinschmecker schätzen den sogenannten Hopfenspargel als Delikatesse.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich die Früchte als Naturheilmittel verwenden?

Ja. In der Naturmedizin gilt Hopfen als beruhigend und spannungslösend. Das Kraut wirkt zudem harntreibend, krampflösend und hat entzündungshemmende Eigenschaften.

Woran erkenne ich, ob der Hopfen erntereif ist?

Die optimale Erntezeit ist von Ende August bis Mitte September. Im Idealfall öffnen Sie eine Frucht und betrachten das Innere. Beinhaltet sie gelbes Pulver (das Lupulin) und duftet aromatisch, können Sie mit der Ernte beginnen.

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Bildquellen:

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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