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Teichpflanzen

Hornkraut und Wasserpest im Gartenteich

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Hornkraut und Wasserpest im Gartenteich

Für viele Gärtner stellt der Gartenteich eine Wohlfühloase dar, doch er trägt auch einen bedeutenden Anteil zur Artenvielfalt in der Natur bei. An heißen Tagen sorgt er für Abkühlung, er beeinflusst die Luftfeuchtigkeit und bietet ein neues und ganz eigenes Biotop für Lebewesen. Je nach Lage des Teichs, ist es aber auch wichtig, ihn richtig zu bepflanzen und zu pflegen, damit er schnell sein ökologisches Gleichgewicht finden kann und nicht nur der Mensch daran Freude hat.

Wenn sich trotz aller Bemühungen Algen im Gartenteich ansiedeln, ist der Ärger, insbesondere wegen ihrer hohen Anpassungsfähigkeit, groß. Doch es gibt Pflanzen, die auf natürlichem Weg Abhilfe schaffen können.

Das Hornkraut und die Wasserpest als Algenvernichter

Das Hornkraut und die Wasserpest haben viele Gemeinsamkeiten. Eine davon ist die Verdrängung von Algen, weswegen sich viele Gärtner für die Ansiedlung einer der Pflanzen in ihrem Gartenteich entscheiden. Sowohl das Hornkraut, als auch die Wasserpest entziehen dem Wasser große Mengen an Nährstoffen und nehmen den Algen somit eine wichtige Vermehrungsgrundlage. Doch welche Pflanze ist besser geeignet und wo liegen die Unterschiede?

Das Hornkraut

Das Hornkraut


Die widerstandsfähige Unterwasserpflanze entzieht dem Wasser nicht nur Nährstoffe und verhindert somit das Überleben von Algen, sondern produziert auch durch Sonneneinstrahlung Sauerstoff, was den Wasserbewohnern zugutekommt. Ein zusätzlicher Vorteil, da das Hornkraut mit seinen gabelförmig geteilten Blättern ideale Versteckmöglichkeiten für Tiere bietet.

Da das Hornkraut auch ohne viel Lichteinfall auskommt, können selbst Seerosen mit ihren großflächigen Blättern, den Gartenteich bereichern. Doch aufgepasst im Winter! Das Hornkraut bildet bereits im Herbst die sogenannten Winterknospen, die zum Gewässergrund sinken, um im Frühjahr neue Pflanzen zu bilden. Nachdem das Hornkraut die Winterknospen abgeworfen hat, zersetzen sich die übrigen Pflanzenteile. Infolgedessen bilden sich Gase, welche einen Fischbestand schnell gefährden können. Wenn man dies beachtet, eignet sich das Hornkraut durch sein robustes Auftreten und seine einfache Pflege auch für Anfänger.

Die Wasserpest

Die Wasserpest
Die Sprossen der Wasserpest werden durchschnittlich einen Meter lang und verwurzeln nur selten mit dem Boden, während ihre quirligen und weißen Blüten an der Oberfläche schwimmen. Daher sollte immer eine Wassertiefe von rund einem Meter oder mehr gegeben sein. Auch diese Unterwasserpflanze ist für ihre hohe Nährstoffaufnahme im Gartenteich bekannt, welche zur natürlichen Reduzierung der Algen beiträgt. Als Sauerstoffproduzent mit wasserklärenden Eigenschaften findet sie großen Anklang bei vielen Gärtnern mit Fischteichen, zumal sie auch als Futterpflanze für einige Fische dienen kann. Die winterharte Teichpflanze ist als immergrünes Gewächs bekannt und hat den Vorteil, selbst im Winter genügend Sauerstoff zu liefern.

Expertentipp

Sobald man sich für eine der beiden Pflanzen entschieden hat, sollte man Folgendes wissen:

Das Hornkraut:

  • Nehmen Sie im Herbst seine meterlangen Ranken vollständig aus dem Gewässer.
  • Schneiden Sie die Winterknospen ab und werfen Sie diese in den Teich zurück, wenn Sie sich im Folgejahr erneut Hornkraut wünschen.

Die Wasserpest:

  • Halten Sie die kälteempfindliche Pflanze über den Winter dicht genug am Boden, um Frostschäden zu vermeiden. Dafür eignen sich kleine Anker, mit denen man die Pflanzen zu Boden sinken lassen kann oder ein Pflanzkorb aus Metall.
  • Wenn Sie einer übermäßigen Vermehrung vorbeugen möchten, eignet sich der Winter wunderbar für eine Dezimierung. Lichten Sie dafür die oberflächennahen Triebe aus, vermeiden sie schwarze wärmespeichernde Teichfolien und sorgen Sie für Schatten. Dies reduziert die Wuchsgeschwindigkeit.

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Bildquellen:

© www.flickr.com/Andreas Rockstein

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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