Das Immergrün ist ein beliebter Bodendecker in heimischen Gärten. Da sie nur wenige Ansprüche an ihren Standort und ihre Pflege stellt, eignet sich das Immergrün gut zur Begrünung schwieriger Gartenflächen. Innerhalb kurzer Zeit entwickelt sich das Immergrün zu einem dichten grünen Teppich. Grundsätzlich ist ein regelmäßiger Rückschnitt nicht erforderlich. Bei einem stark ausufernden Wachstum im Garten kann ein sanftes Beschneiden jedoch sinnvoll sein, um das Wachstum und den Bestand einzudämmen. Wir erklären Ihnen, wie Sie dabei vorgehen.
Den geeigneten Standort für das Immergrün wählen
Am geeigneten Standort mit ausreichend Nährstoffen und einer grundlegenden Bodenfeuchtigkeit kann sich Immergrün zu einem ausufernden dichten Teppich im Garten entwickeln. Überlegen Sie sich daher bereits vor dem Pflanzen gut, ob sich das Wachstum des Immergrüns am gewählte Standort zu einem Problem entwickeln könnte. Weniger gut eignen sich insbesondere Standort neben Rasenkanten oder in der Nähe von Terrassenpflaster. Beachten Sie bei der Bepflanzung von Gehwegen, dass das Immergrün auch die Trittsteine überwuchern kann. An Natursteinmauern und Steintreppen wächst das Immergrün ebenfalls gut und kann innerhalb kurzer Zeit zu einer Überwucherung führen. Um ein unkontrolliertes Überwuchern Ihres Gartens zu vermeiden, sollten Sie sich ausreichend Gedanken über den geeigneten Standort für Ihr Immergrün machen.
Ausufernde Bestände durch Rückschnitte eindämmen
Sollte sich das Wachstum des Immergrüns zu einem besonders dichten und flächendeckenden Problem entwickeln, können Sie dieses mit regelmäßigen Rückschnitten etwas eindämmen. Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist im zeitigen Frühjahr, am besten schon im März. Greifen Sie hierbei auf eine scharfe Rasenschere oder einen elektrischen Gartentrimmer zurück. Achten Sie darauf, schlafende Knospen nicht zu beschädigen oder abzutrennen. Aus diesen kann die Pflanze erneut austreiben. Sollten Sie alle Knospen entfernen, findet das Immergrün keinen Wachstumsreiz mehr.
Immergrün mit dem Rasenmäher kürzen

Besonders dichte Flächen auf ebenem Untergrund können Sie auch mit dem Rasenmäher bearbeiten. Stellen Sie die Schnitthöhe so ein, dass die schlafenden Knospen und Verzweigungen nahe über dem Boden nicht abgemäht oder verletzt werden.
Rückschnitt zur Vermehrung nutzen
Werfen Sie die abgeschnittenen Rückschnitte nicht einfach weg. Immergrün lässt sich einfach durch Stecklinge vermehren. Nutzen Sie hierfür abgeschnittene Triebe mit mindestens zwei Blattpaaren. Diese bewurzeln in der Regel zügig. Die kleinen Setzlinge können Sie entweder an einen separaten Standort pflanzen, um eine neue Grünfläche mit Immergrün im Garten zu erreichen. Oder Sie setzen sie zwischen den bereits vorhandenen Teppich, um kleine Lücken aufzufüllen.
Expertentipp
Beachten Sie, dass das Kleine Immergrün etwas giftig ist. Insbesondere in Haushalten mit kleinen Kindern und Haustieren sollten Sie darauf achten, das Immergrün nicht in Reichweite zu platzieren. Sollten Sie besonders empfindlich reagieren, empfiehlt sich außerdem das Tragen von Gartenhandschuhen. Diese Vorsichtsmaßnahme gilt nicht nur beim Schneiden des Immergrüns, sondern bei der gesamten Pflege.
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