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Pflanzenvermehrung

Immergrün richtig vermehren

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Immergrün richtig vermehren

Das ganze Jahr über sorgt das Immergrün für einen sattgrünen Blütenteppich im Garten. Ursprünglich in feuchten Wäldern beheimatet, ist es äußerst pflegeleicht. Doch wenn mit der Zeit hier und da Lücken im Pflanzbereich auftauchen oder anderswo noch weitere Pflanzen gesetzt werden sollen, ist der Drang nach Vermehrung des Immergrüns groß. Wie funktioniert es?

Stecklinge schneiden und pflanzen

Stecklinge schneiden und pflanzen


Dieser hübsche Bodendecker kann leicht über Stecklinge vermehrt werden. Ideal ist es, wenn die Gewinnung der Stecklinge im Zuge eines Rückschnitts erfolgt. Dann sind mehrere Triebe vorhanden, die als potenzielle Stecklinge herangezogen werden können.

Als Stecklinge sollten halbreife Triebe (nicht verholzt) verwendet werden. Diese gibt es im Sommer zahlreich. Schneiden Sie die halbreifen Triebe etwa 10 bis 15 cm lang ab. Optimalerweise ist die Schnittkante schräg, sodass die Bewurzelung besser vonstattengehen kann. Die unteren Blätter werden entfernt. Anschließend werden die Stecklinge in Töpfe mit Anzuchterde oder direkt ins Beet gepflanzt. In den kommenden Wochen ist es nun von Bedeutung, die Erde in den Töpfen bzw. an der jeweiligen Pflanzstelle feucht zu halten.

Vermehrung mittels Ableger

Vermehrung mittels Ableger
Weiterhin kann das Immergrün über Ableger leicht vermehrt werden. Es bildet für gewöhnlich lange Seitentriebe aus, die bis zum Boden herunterhängen. Dort bewurzeln sie schnell. Wenn Sie Ableger gewinnen wollen, ist das Frühjahr dazu am besten geeignet. Schneiden Sie die bewurzelten Seitentriebe ab und pflanzen Sie sie an einen schattigen Standort. Die Erde sollte nährstoffreich, aufgelockert und nicht verdichtet sein. Ideal ist ein Standort am Gehölzrand.

Dritte Methode: Wurzelteilung

Dritte Methode Wurzelteilung
Ebenso unkompliziert ist die Teilung der Wurzeln des Immergrüns. Diese Vermehrungsmethode hat den Vorteil, dass sie die Pflanze zugleich verjüngt bzw. ihr wieder neue Kraft schenkt. So gehen Sie dabei vor:

  • Zeitpunkt: im Frühjahr
  • ausschließlich ältere Pflanzen dafür wählen
  • mit einem Spaten etwa ein Drittel bis die Hälfte der Pflanze abstechen
  • abgetrennte Pflanze ausheben
  • an neuen Standort pflanzen
  • Pflanzabstand: 25 bis 40 cm

Aussaat – weniger empfehlenswert

Nicht zuletzt lässt sich das Immergrün durch seine Samen in der Welt vervielfältigen. Doch generell ist die Aussaat eher langwierig und weniger erfolgreich als die anderen Vermehrungsmethoden. Sollten Sie sich dennoch dafür entscheiden, können Sie sowohl gekaufte Samen als auch Samen aus eigener Zucht verwenden.

Die Samen vom Immergrün sind äußerst klein. Sie befinden sich in langen, grünen Schoten. Die Farbe der Schoten wechselt von grün zu gelb und schließlich zu braun. Sind sie braun, sollten Sie schnell die Samen ernten, bevor sich die Schoten öffnen und die Samen vom Wind verweht werden.

Die Aussaat sollte in den heimischen vier Wänden erfolgen, da die Samen zum Keimen eine Temperatur zwischen 20 und 25 °C benötigen:

  • Zeitraum für die Aussaat: Februar bis April
  • Samen mit einer dünnen Schicht Erde bedecken und feucht halten
  • Keimdauer: 2 bis 3 Wochen
  • Jungpflanzen 3 bis 4 Wochen nach der Keimung pikieren
  • 1 Monat später auspflanzen

Expertentipp

Im Normalfall braucht das Immergrün nicht gezielt und unter Aufwand vermehrt zu werden, da es die Vermehrung mittels Ausläufern mit der Zeit eigenständig in die Hand nimmt.

Häufig gestellte Fragen

Welche Vermehrungsmethode ist am geläufigsten und einfachsten?

Die meisten Gärtner vermehren ihr Immergrün mittels Ablegern, da diese von allein entstehen und nur noch von der Mutterpflanze abgetrennt werden müssen.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Iva Vagnerova

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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