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Pflanzenvermehrung

Methoden zur Vermehrung von Storchschnabel

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Methoden zur Vermehrung von Storchschnabel

Der Storchschnabel, auch Geranium genannt, gehört wie die bekannte Geranie zur Familie der Storchschnabelgewächse. Es gehören über 400 Arten zur Gattung der Storchschnäbel. Dazu werden auch die vielen gezüchteten Sorten für den Garten beziehungsweise den Balkon gezählt. Der Graue Storchschnabel ist zum Beispiel eine Pflanze für den Steingarten und der Balkan-Storchschnabel fühlt sich auf trockenen Böden und im Schatten am wohlsten. Ganz neue Züchtungen, wie „Patricia“ und „Rozanne“ sind perfekt für das Staudenbeet.

Storchschnäbel sind sehr beliebt, da sie von Schnecken gemieden werden und dazu noch dekorative Fruchtstände und schöne Blüten haben. Hervorzuheben sind auch der schnelle Wuchs und das einfache Vermehren der Pflanzen. Wie Sie den Storchschnabel vermehren, erfahren Sie in diesem Text.

Die Vermehrung

Es gibt verschiedene Arten der Vermehrung, Storchschnäbel können über Samen oder Stecklinge vermehrt werden, aber auch durch Teilung oder mittels Rhizomschnittlingen. Die Vermehrungsmethode hängt von der jeweiligen Art und ihrem Wuchsverhalten ab. So können zum Beispiel Storchschnäbel mit oberirdischen Wurzelstöcken durch Rhizomschnittlinge vermehrt werden und Pflanzen mit Pfahlwurzeln durch Triebe.

Sehr beliebt ist auch die Vermehrung mit Stecklingen und durch Samen.

Vermehrung mittels Stecklingen

Vermehrung mittels Stecklingen


Stecklinge werden dadurch gewonnen, dass im Frühjahr Nebentriebe, die zwei bis drei Zentimeter lang sind, von der Mutterpflanze abgeschnitten werden. Diese werden in Anzuchterde gesteckt. Dabei muss die Erde immer leicht feucht gehalten werden.

Die Stecklinge müssen während der Zeit an einem warmen Ort, der nicht allzu sonnig ist, stehen. Am besten decken Sie das Anzuchtgefäß mit einer transparenten Abdeckung ab. Nach etwa zwei Wochen beginnen sich Wurzeln am Steckling zu bilden.

Nachdem weitere zwei Wochen vergangen sind, können die Stecklinge ins Beet gepflanzt werden oder aber in einen Pflanztopf.

Wenn Sie nicht nur kurze Triebe von bis zu 3 cm haben, sondern sehr lang sind, können Sie daraus auch Kopfstecklinge und Teilstecklinge aus dem mittleren Teil der Triebe machen.

Vermehrung mittels Samen

Vermehrung mittels Samen
Um den Storchschnabel mit Samen zu vermehren, müssen Sie den Samen ihrer Pflanze zum richtigen Zeitpunkt sammeln. Wenn Sie zu früh sammeln, dann ist der Samen noch nicht keimfähig. Wenn Sie allerdings zu spät sind, dann hat die Pflanze die reifen Samen schon weggeschleudert.

Den richtigen Zeitpunkt finden Sie, wenn Sie die Hülsen mit dem Samen berühren, und diese aufspringen. Jetzt können Sie die Samen sammeln, um ihre Pflanzen zu vermehren. Diese Samen werden ab März oder April auf der Fensterbank kultiviert. Dafür wird in Anzuchttöpfchen ein Sand-Erde-Gemisch gegeben, worauf die Samen gelegt werden. Nun werden die Samen leicht mit Erde bedeckt und mit Wasser besprüht, so dass die Erde immer feucht bleibt.

Die Pflanzentöpfe müssen mit Folie abgedeckt und an einen warmen und hellen Ort gestellt werden. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit, die so in den Anzuchttöpfen entsteht, wird die Keimung begünstigt. Da die Samen unter den Bedingungen nicht gleichmäßig aufgehen, werden Sie auch nacheinander, wenn sie mindestens drei Blätter haben, pikiert. Im Monat Mai können Sie den Storchschnabel ins Freiland pflanzen.

Weitere Vermehrungsarten

Die anderen sehr beliebten Vermehrungsarten sind die Teilung und die Nutzung von Rhizomschnittlinge.

Durch die Teilung werden sehr gern Storchschnäbel mit unterirdischen Wurzelstock vermehrt. Hierfür wird die Wurzel im zeitigen Frühjahr ausgegraben und von der Erde befreit. Am Wurzelstock befinden sich dann viele Triebe, die, wenn sie schon einige Wurzeln haben, einfach abgerissen werden. Diese sogenannten Risslinge werden dann einfach in die Erde gepflanzt.

Demgegenüber werden Storchschnäbel mit oberirdischen Wurzelstöcken durch Rhizomschnittlinge vermehrt. Dabei wird einfach die langen Rhizome abgetrennt und in fingerlange Abschnitte geteilt. Das zur Mutterpflanze zeigende Ende wird schräg angeschnitten und mit diesem Ende nach unten in einen Anzuchttopf gesteckt. Unter einer Folienhaube entstehen innerhalb von wenigen Wochen neue Wurzeln und Blätter. Wenn das Rhizom viele Wurzeln ausgebildet hat, kann die Pflanze ins Freiland gesetzt werden.

Expertentipp

Wenn Sie den Storchschnabel als Bodendecker, wie zum Beispiel den Balkan-Storchschnabel, pflanzen, dann werden acht bis zehn Pflanzen auf einen Quadratmeter gepflanzt. So schließt sich die Fläche sehr schnell mit den Pflanzen.

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© pixabay.com/MabelAmber

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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