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Bodendecker

Storchschnabel – dauerhafte Entfernung aus Rasenflächen

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Storchschnabel - dauerhafte Entfernung aus Rasenflächen

Wild wachsende Wiesen-Storchschnäbel (Geranium pratense) und Ruprechtskraut (Geranium robertianum) gehören zur Ordnung der Storchschnabelartige (Geraniales) und zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Storchschnabelgewächse sind weltweit auf allen Kontinenten verbreitet. Viele Arten der Gattung Geranium werden bereits seit dem späten Mittelalter und der frühen Neuzeit des 15. und 16. Jahrhundert als Zierpflanzen kultiviert.

Insbesondere das Ruprechtskraut, der Wiesen-Storchschnabel und ihre nahen Verwandten können sehr lästig werden. In gepflegten Rasenflächen werden die Wildblumen von vielen Gärtnern als störend empfunden, da sie sich schnell verbreiten und andere Pflanzen verdrängen. Wie die dauerhafte Entfernung der Gewächse aus Rasenflächen gelingt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Storchschnabel – Unkraut oder Zierde

Storchschnabel - Unkraut oder Zierde


An den Pflanzen scheiden sich die Geister. Manch einer liebt die hübsch und wild blühenden Gewächse, andere sehen in ihnen nichts als Unkraut. Gezüchtete Formen können unter anderem als Bodendecker oder in Staudenbeeten kultiviert werden. Das wird Hobbygärtnern, die in Storchschnäbeln lediglich Unkräuter sehen, ein geringer Trost sein.

Wer sich mit ihnen auf einer blühenden Wiese anfreunden kann, genießt seinen Garten wesentlich entspannter als jemand, der die Pflanzen bekämpft. Blühende Wiesen sind ein wichtiger Beitrag für die Biodiversität, denn sie bieten Nahrung für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere nützliche Insekten. Blühender Storchschnabel leistet dazu seinen eigenen Beitrag.

Ein Kompromiss ist es, den Rasen regelmäßig zu mähen und nur lediglich einige blühende Bereiche stehen zu lassen. In eine blühende Wiese können beispielsweise Wege gemäht werden. Ein solch wilder Garten kann durchaus attraktiv sein und pflegeleicht ist er obendrauf.

Entfernung

Entfernung
Storchschnäbel aus Rasenflächen zu entfernen und ihre Ausbreitung einzudämmen, ist kein leichtes Unterfangen. Durch regelmäßiges Mähen und das Ausstechen einzelner Pflanzen kann die Verbreitung eingedämmt bzw. gestoppt werden. Als letztes Mittel wird der Einsatz von Pestiziden empfohlen.

Rasenschnitt, der das verbreitungsfreudige Ruprechtskraut oder den blau blühenden Wiesen-Storchschnabel enthält, sollte nicht kompostiert werden, wenn man die Verbreitung verhindern möchte. Er sollte über den Hausmüll entsorgt oder verbrannt werden, falls das erlaubt ist. Das sich Storchschnäbel immer wieder verbreiten, liegt nicht selten daran, dass die Samen mit dem Kompost ausgebracht werden und sich im Rasen und an anderen Stellen einnisten.

Das Ausstechen von Storchschnäbeln zeigt nur dann eine dauerhafte Wirkung, wenn die Wurzeln im Ganzen entfernt werden. Storchschnäbel bilden Pfahlwurzeln, die zahlreiche Triebe bilden und bis zu 30 Zentimeter lang werden können. Moderne Unkrautstecher erleichtern das Jäten.

Wer zu chemischen Produkten greift, um die Gewächse dauerhaft zu bekämpfen, findet im Fachhandel entsprechende Produkte, die Unkräuter gezielt und nicht die Graspflanzen bekämpfen.

Storchschnabel als Bodendecker

Wer Storchschnäbel im Garten bekämpfen will, muss einiges an Geduld aufbringen. Eventuell lohnt es sich, über Alternativen nachzudenken. Manche Sorten sind kompakte, dicht wachsende Bodendecker, die längst nicht so hoch werden wie der Wiesen-Storchschnabel oder das rosa blühende Ruprechtskraut. Mit Pyrenäen-Storchschnabel (Geranium pyrenaicum) oder Kaukasus-Storchschnabel (Geranium renardii) bepflanzte Flächen können durchaus ökologisch vertretbare, pflegeleichte und attraktive Alternativen verglichen mit Rasenflächen sein.

Expertentipp

Es gibt einen weiteren Grund, warum es vorteilhaft ist, Storchschnäbel im Rasen zu haben. In Bereichen, in denen Pflanzen sprießen, wächst normalerweise kein Gewöhnlicher Giersch (Aegopodium podagraria). Wenn sich Giersch jedoch großflächig auf Grünflächen oder Wiesen ausbreitet, sind Storchschnäbel optisch ansprechendere Alternativen. Im späten Frühjahr färben Ruprechtskraut ganze Wiesen in Rosa. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei Giersch um gesunde, essbare Wildpflanzen, die sich im Frühjahr gut zu Salat und Gemüse verarbeiten lassen.

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