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Ist die Scheinbeere wirklich giftig?

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Ist die Scheinbeere wirklich giftig

Die niedere Scheinbeere (Gaultheria procumbens), auch amerikanisches Wintergrün oder Rebhuhnbeere genannt, ist ein beliebter, anspruchsloser und winterharter Bodendecker aus der Familie der Heidekrautgewächse.

Die roten Früchte sorgen im Garten vom Spätsommer bis in den Frühling hinein für Farbtupfer und werden als Weihnachtsdekoration verwendet. Ob diese ursprünglich im östlichen Nordamerika beheimatete Pflanze und ihre Beeren, die botanisch gesehen keine Beeren, sondern Kapseln sind, harmlos oder giftig sind, erfahren Sie in diesem Beitrag

Die Wirkung des Giftes

Die Wirkung des Giftes


Die Scheinbeere ist nicht wohlschmeckend und die Gefahr einer Vergiftung daher eher gering. In großen Mengen verzehrt, können die Kapseln und die darin enthaltenen Samen leichte Vergiftungserscheinungen auslösen. Die Symptome sind Übelkeit, Durchfall, Erbrechen und Magen-Darm-Schmerzen. In kleinen Mengen genossen, ist die Scheinbeere jedoch harmlos und wird in den USA sogar als Kuchenobst verwendet.

Heilkräftige Pflanze

Heilkräftige Pflanze
Im Gegensatz zu den Kapseln sind die Blätter der Scheinbeere ungiftig und entfalten richtig angewendet eine heilsame Wirkung. Sie enthalten ätherische Öle, die traditionell von den nordamerikanischen Indianern für die Herstellung von aromatischem Wintergrünöl verwendet werden. Dieses schmerzlindernde und entzündungshemmende Öl fand gegen Fieber, Nervenschmerzen und rheumatische Erkrankungen Anwendung. In der amerikanischen Industrie dient es als Aromastoff für Süßigkeiten, Zahnpasta und Kaugummis.

Wirkung auf Haustiere und Kinder

Für Vierbeiner ist die Scheinbeere harmlos. Hunde und Katzen interessieren sich nicht für sie. Vögel fressen sie, ohne Schaden zu nehmen. Kinder werden die wenig wohlschmeckenden Kapseln rasch ausspucken, falls sie in Versuchung geraten diese in den Mund zu stecken.

Da die Scheinbeere in nur großen Mengen giftig wirkt, besteht keine Gefahr. Wenn es wider Erwarten zum Verzehr großer Mengen kommen sollte, verläuft dies harmlos und ist mit leichter Übelkeit meist erledigt. Eine Gefahr besteht für Säuglinge und Kleinkinder, die sich an den großen Beeren verschlucken können.

Expertentipp

Aus den Blättern der Scheinbeere kann ein aromatischer und erfrischender Tee hergestellt werden, der in Nordamerika sehr beliebt ist.

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