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Pflanzenvermehrung

Jiaogulan – Vermehrung durch Stecklinge

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Jiaogulan - Vermehrung durch Stecklinge

Als „Kraut der Unsterblichkeit“ wird Jiaogulan gelegentlich bezeichnet. Dieser Name resultiert aus der Tatsache, dass in fernöstlichen Gegenden, in denen die Pflanze wächst und als Gemüse verzehrt oder zu Tee zubereitet wird, viele Menschen ein hohes Alter erreichen. Inhaltsstoffe sollen denen von Ginseng ähneln. Die „Rankende Indigopflanze“, wie das Gewächs aus dem Chinesischen übersetzt heißt, gehört der Familie der Kürbisgewächse an. Der botanische Name lautet Gynostemma pentaphyllum.

Wie sieht Jiaogulan aus?

Die mehrjährige Staude wächst rasch und bildet lange und dünne Klettertriebe. Mit Hilfe von feinen Ranken, die sich bei Berührung mit Stäben, Schnüren oder Drähten einrollen, hält sie sich an Stützen fest. Typisch für die Schlingpflanze sind fünf- bis siebenteilige, handartig gespaltene und an den Rändern gekerbte Blätter. Unter optimalen Bedingungen präsentiert sich Jiaogulan in einem satten Grün und blüht von Juli bis August. Dann sitzen unauffällige, sternförmige, gelbgrüne Blüten an bis zu 30 cm langen Rispen.

Jiaogulan vermehren

Jiaogulan vermehren


Zur Kultivierung neuer Pflanzen existieren drei Varianten:

  • Samen aussäen
  • Stecklinge bewurzeln
  • Wurzelballen teilen

Falls eine Mutterpflanze zur Verfügung steht, eventuell bei Freunden oder Verwandten, empfiehlt sich generell die Vermehrung durch Stecklinge. Aussaat erweist sich oftmals problematisch, zumal die Keimung lange dauert. Ferner gehen die Samen meist nicht oder nur geringfügig auf. Das Bewurzeln von Stecklingen nimmt hingegen nur zwei bis drei Wochen in Anspruch und gelingt so gut wie immer.

Jiaogulan Stecklinge schneiden

Jiaogulan Stecklinge schneiden
Als Basis dient stets eine kräftige und gesunde Pflanze. Damit die Vermehrung gelingt, darf der entnommene Trieb noch nicht verholzt sein. Ideal sind Stecklinge mit mindestens vier bis fünf Blättern, wobei die Schere vorzugsweise direkt unterhalb eines Blattes ansetzt. Dann noch das untere Laub entfernen und der Steckling ist zur Aufzucht bereit.

Stecklinge zum Wurzeln bringen

Sowohl Wasser als auch feuchtes Substrat eignen sich, damit der Setzling Wurzeln hervorbringt. Findet der Vorgang in einem durchsichtigen Gefäß statt, lässt sich der Fortschritt gut beobachten. Die Füllhöhe sollte bis unterhalb der noch belassenen Blätter reichen. Befindet sich Laub im Wasser, besteht Fäulnisgefahr. Verdunstung senkt den Wasserspiegel. Deshalb alle paar Tage prüfen und den noch verbliebenen Inhalt gegen frisches Wasser in geeigneter Menge austauschen.

Abweichend davon wurzeln Stecklinge in feuchtem Substrat. Aber nur in lockerer und nährstoffarmer Erde (eventuell Sand zufügen) entfaltet sich ein stabiles Wurzelsystem. Ein zu dichter und düngerhaltiger Untergrund hemmt hingegen die Wurzelbildung. Darüber hinaus wirkt sich permanente Staunässe ungünstig auf die Anzucht der Stecklinge aus. Dennoch darf das Substrat nicht austrocknen. Wird eine glasklare Plastiktüte über den Topf gestülpt, entsteht ein feucht-warmes Klima und die Erde bleibt länger feucht.

Ob in Wasser oder in Erde gesteckt, nach etwa drei Wochen ragen den Erwartungen entsprechend weiße Wurzeln aus dem Stängel. Haben sie eine Mindestlänge von 3 cm erreicht, können Stecklinge an ihren vorgesehenen Standort umziehen.

Bewurzelte Stecklinge einpflanzen

Junge Neulinge benötigen mittlerweile ein humoses Substrat mit Nährstoffen. In Erde bewurzelte Setzlinge mit einer Gabel ausstechen verhindert Schäden an den Wurzeln. Ebenso vorsichtig sollte das Einsetzen in den vorbereiteten Topf erfolgen. Im Anschluss daran unterstützt ein halbschattiger Aufenthalt das weitere Wachstum.

Expertentipp

Es muss sich nicht zwangsweise um Kopfstecklinge handeln. Wird eine Ranke in etwa 10 cm lange Stücke zerteilt, produziert jeder dieser Abschnitte Wurzeln. Vorausgesetzt, sie werden am richtigen Ende ins Wasser oder in Erde platziert. Damit ist gemeint, dass die Richtung des Triebs beibehalten werden sollte.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/BasieB

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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