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Beetpflanzen

Kapuzinerkresse blüht nicht – was tun?

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Kapuzinerkresse blüht nicht - was tun

Mit ihren leuchtenden Blüten in allen möglichen Schattierungen von Gelb, Orange, Pink und Rot ist die Kapuzinerkresse nicht nur ein Anziehungspunkt für Bienen und andere Insekten, sondern auch die perfekte Wahl für Gartenbesitzer, die Farbe in ihren Garten zaubern möchten. Sie ist anspruchslos, wächst nahezu überall schnell und ausdauernd und blüht bis in den Spätherbst hinein. Zudem ist sie essbar und peppt mit ihren würzig-scharfen, an Senf erinnernden Blättern Salate, Kräuterbutter und -quark sowie Suppen und Butterbrote auf. Die zarten Blütenknospen können wie Kapern in Salz oder Essig eingelegt werden, sodass man die Ernte das über das ganze Jahr hinweg konservieren und Genießen kann. Und nicht zuletzt bietet die vielseitige Kapuzinerkresse auch einen Nutzen für andere Pflanzen in ihrer Umgebung, denn mit ihrem aromatischen Duft vertreibt sie eine Vielzahl Schädlinge wie Blatt- und Schildläuse, Schnecken, Raupen etc. auch von benachbarten Pflanzen. Als Beeteinfassung gepflanzt bietet sie den anderen Pflanzen im Beet Schutz vor saugenden und knabbernden Fressfeinden.

Der richtige Standort ist entscheidend

Der richtige Standort ist entscheidend


Ohne Frage ist es aber die üppige, leuchtende Blütenpracht, die die Kapuzinerkresse als Garten- und Balkonpflanze so beliebt macht. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn nur die grünen Blätter sprießen, die Pflanze aber nur einige wenige oder gar keine Blüten entwickelt. Das kann verschiedene Ursachen haben, bei denen man jedoch ohne große Probleme Abhilfe schaffen kann. Meist sind es Fehler in der Pflege, die man mit dem richtigen Pflanzenwissen leicht vermeiden kann. Das wichtigste Kriterium für eine prachtvolle Entwicklung der Kapuzinerkresse ist ein Standort, an dem sie ausreichend Licht bekommt. Volle Sonne ist ideal, aber auch an einem halbschattigen Platz gedeiht sie gut. Daher sollte man schon beim Anpflanzen einen geeigneten Standort suchen, um der Pflanze perfekte Bedingungen zu bieten. Auch die Beschaffenheit des Bodens spielt eine entscheidende Rolle. Er sollte mäßig humos und nicht zu nährstoffreich sein, denn das fördert nur das Blattwachstum, während die gewünschten Blüten ausbleiben. Ein gewisser Sand- und Lehmanteil sind dagegen durchaus förderlich. Kalten Wind mag die Kapuzinerkresse überhaupt nicht, ein windgeschützter, sonniger Ort ist daher ideal.

Düngen – zu viel des Guten bremst das Blütenwachstum

Düngen - zu viel des Guten bremst das Blütenwachstum
Neben dem perfekten Standort spielt auch die richtige Pflege eine entscheidende Rolle für die Entwicklung der Blüten der Kapuzinerkresse. Im Großen und Ganzen sehr anspruchslos sollte die Pflanze gerade in heißen Sommern regelmäßig gegossen werden. Der Boden sollte dabei feucht, aber nicht nass sein. Ein häufiger Fehler von Hobbygärtnern ist der Glaube, dass man der Kapuzinerkresse mit häufigem Düngen etwas Gutes tut und die Blüte anregt. Das Gegenteil ist der Fall, denn ein Überangebot an Nährstoffen lässt zwar die Blätter sprießen, Blüten entwickeln sich hingegen nicht. Hier hilft es, auf das Düngen zu verzichten und das Substrat teilweise auszutauschen. So erholt sich die Kresse in der Regel relativ schnell.

Samenbildung verhindern – neue Blüte befördern

Zusätzlich kann man der Kapuzinerkresse bei der Blütenbildung unterstützen, indem man regelmäßig verwelkte Blüten entfernt, die die Bildung neuer Blüten verhindern oder verlangsamen. Werden sie nicht entfernt, beginnt die Pflanze mit der Samenbildung und setzt alle Kraft dort hinein statt in die Entwicklung neuer Knospen und Blüten. Das Ausputzen der Pflanze, bei dem verwelkte Blüten, verdorrte Blätter sowie Fruchtstände entfernt werden, sollte also regelmäßig auf der gärtnerischen Agenda stehen. Einfach mit der Schere abschneiden und man wird mit immer neuen Blüten belohnt.

Hitze macht der Kapuzinerkresse zu schaffen

In den letzten Jahren nimmt die Anzahl der Hitzesommer mit anhaltender Trockenheit auch in unseren Breiten stetig zu. Darunter hat neben vielen anderen Pflanzenarten auch die Kapuzinerkresse zu leiden. Sie antwortet darauf, indem sie ihr Wachstum verlangsamt und nur wenige oder gar keine Blütenknospen ansetzt. Dagegen kann man leider nicht viel tun und auch eine regelmäßige Wassergabe hilft hier oft nicht ausreichend. Man erhält die Pflanze damit zwar am Leben, dennoch hat sie nicht genug Kraft für eine optimale Entwicklung. In der Regel erholt sie sich jedoch, wenn die Temperaturen fallen, und bietet dann wieder einen attraktiven Anblick.

Expertentipp

Übrigens, wenn man sich nicht nur eine üppige, sondern auch früh im Jahr einsetzende Blütenpracht seiner Kapuzinerkresse wünscht, kann man dies erreichen, indem man die Samen bereits ab Februar bis April vorzieht und die jungen Pflanzen dann nach dem letzten Frost an den gewünschten Standort auspflanzt. Auf diese Weise beginnen sie zumeist früher mit der Blütenbildung. Natürlich ist es auch möglich, Kapuzinerkresse ab Mai direkt an Ort und Stelle auszusäen. In vielen Fällen ist dies auch gar nicht nötig, da sie sich im Bett auch gern selbst aussät und so ohne Aufwand jedes Jahr aufs Neue farbige Akzente im Garten setzt.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Petchjira
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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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