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Beetpflanzen

Kapuzinerkresse im Topf anbauen

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Kapuzinerkresse im Topf anbauen

Kapuzinerkresse ist durch ihre leuchtenden gelben bis roten Blüten und ihre großen Blätter bekannt. Doch dieses krautartige Gewächs kann mehr als nur hübsch aussehen. Sie hat antibakterielle Inhaltsstoffe, welche effektiv gegen Bronchitis, Muskelschmerzen, Grippe und Harnwegsinfekte sind. Sowohl die Samen, Blätter und Blüten sind essbar und haben einen intensiven, pfeffrigen Geschmack.

Anzucht

Anzucht


Die Kapuzinerkresse ist äußerst resistent und nicht nachtragend, solange sie genug Wasser bekommt. Die Anzucht von Jungpflanzen erfolgt am besten in den spätwinterlichen Monaten Februar und März. Zu Beginn werden die Samen für ein paar Stunden in warmen Wasser eingelegt und anschließend in einen Topf mit Abflusslöchern mit lehmig-sandigem Substrat ausgesät. Hierbei können in einem regulären Topf zwei bis drei Samenkörnern verwendet werden. Mehr sind nicht notwendig da diese im Normalfall gut wachsen. Nach den letzten frostigen Nächten im Mai sind die kräftigen Jungpflanzen bereit in den Garten, ein Hochbeet oder einen größeren Topf umgetopft zu werden.

Standort

Standort
Die Kapuzinerkresse kann grundsätzlich überall platziert werden. Umso sonniger der Standort jedoch ist, umso besser gedeiht die Pflanze. Ein schattiger Platz mit wenig Sonne mindert die Blütenbildung. Aufgrund der großen Blätter ist der Wasserverlust besonders an heißen Tag enorm. Um dagegen vorzugehen, bietet es sich an zweimal täglich zu gießen. Lassen die auslaufenden Ranken ihre Blätter hängen ist das ein Indikator, dass die Pflanze Wasser benötigt.

Pflege

Pflege
Kapuzinerkresse hat keine bemerkenswerten Ansprüche an den Nährstoffgehalt, daher kann auf Dünger verzichtet werden. Will man die Pflanze fördern, kann man in der Blütezeit von Juli bis Oktober Flüssigdünger verwenden. Die einjährige Pflanze bedarf keinen Rückschnitt, wodurch sie sich frei entfalten kann. Sie wächst schnell und breitet sich auch entsprechend aus, was unter anderem den Wachstum anderer, in der Nähe stehender Pflanzen beeinträchtigen kann. Gerät sie außer Kontrolle können natürlich einzelne Triebe abgeschnitten oder gekürzt werden. Auch wenn die Pflanze anspruchslos ist, zieht sie wie kaum eine andere Pflanze die Aufmerksamkeit von schwarzen Blattläusen auf sich. Natürliche Mittel wie Brennnesseljauche oder Nützlinge wie Florfliegen und Marienkäferlarven können bedenkenlos verwendet werden. Im Laufe der herbstlichen Tage beginnt schließlich das Ende vom Zyklus der Kapuzinerkresse und die rundlichen Samen können für eine erneute Anzucht geerntet werden.

Expertentipp

Ein zu hoher Nährstoffgehalt der Erde führt zu übermäßiger Blattbildung. Dieser vermindert jedoch die Bildung von Blüten. Die Anziehungskraft der großen Blätter der Kapuzinerkresse schützt umliegende Pflanzen vor dem Befall von Blattläusen und kann somit auch indirekt als Schädlingsschutz wirken. Sollte der Befall Überhand gewinnen kann die Kapuzinerkresse mit einer dünnen Lage Kieselgur bedeckt werden. Der Griff zu Kieselgur ist jedoch nur zu empfehlen, wenn die Schädlinge außer Kontrolle geraten, da Kieselgur auch Nützlinge betreffen kann.

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Bildquellen:

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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