Der Johannisbrotbaum ist vor allem in jungen Jahren frostempfindlich, sodass ein dauerhafter Aufenthalt im Freien hierzulande nicht möglich ist. Dafür kann er jedoch das ganze Jahr über im Wintergarten oder als Kübelpflanze an einem warmen Platz innerhalb der Wohnung gezogen werden. Die optimale Keimtemperatur liegt bei etwa 20 bis 25 Grad Celsius. Sobald der Baum einige Jahre alt ist, übersteht er im Winter auch fünf Grad Celsius.
Aussaat
Die braunen, linsenförmigen Samen des Johannisbrotbaums können entweder im Handel gekauft oder aus dem Urlaub mitgebracht werden. Am besten legt man diese vor der Aussaat für einen Tag in etwas Wasser, um sie einzuweichen. Anschließend geht man wie folgt vor:
- Ein Anzuchttopf wird mit Anzuchterde gefüllt.
- Die Samen sollten etwa drei bis zehn Millimeter mit der Erde bedeckt sein.
- Der Topf wird für circa 20 Tage, bis zur Keimung, an einen halbschattigen, warmen Platz gestellt.
- Währenddessen ist die Erde feucht zu halten.
- In seltenen Fällen dauert die Keimung länger.
Umtopfen

Ungefähr drei bis sechs Wochen, nachdem die Keimung erfolgt ist, und sich im Anschluss an die Keimblätter bereits ein zweites Blattpaar vollständig entwickelt hat, ist es Zeit, den Sämling vorsichtig umzutopfen. Das ist wichtig, damit die lange Pfahlwurzel ausreichend Platz hat, um sich weiter zu entwickeln. Anschließend wird der kleine Johannisbrotbaum an einen sonnigen Platz gestellt.
Standort

Nach den Frösten im Frühjahr und vor den Frösten im Herbst bevorzugt der Johannisbrotbaum einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Allerdings sollte er nach der kalten Jahreszeit zunächst langsam an die Sonne gewöhnt werden; andernfalls wird ein Sonnenbrand riskiert.
Im Winter fühlt sich der Baum entweder an einem sonnig Platz bei Zimmerwärme oder im Halbdunkel bei circa fünf Grad wohl. Letzteres gilt vor allem für etwas größere Pflanzen. An einem dunkleren Standort wächst der Stamm kräftiger, während er an einem sonnigen Platz auch während der kalten Jahreszeit in die Höhe wächst.
Pflege
Im Anschluss an die Anfangsphase reicht es vollkommen, den Johannisbrotbaum lediglich hin und wieder zu gießen. Selbst trockene Phasen übersteht er zwischendurch gut. Unbedingt zu vermeiden ist jedoch Staunässe, da der Baum sonst anfängt, zu schimmeln.
Generell ist er zwar karge Böden gewöhnt aber dennoch freut sich der Johannisbrotbaum, wenn er im Frühling und Sommer, während seiner Wachstumsphase, ein- oder zwei Mal eine Düngergabe erhält. Als Dünger bietet sich jeder herkömmliche Garten- beziehungsweise Blumendünger an.
Expertentipp
Damit sich ein kräftiger Baum entwickelt, ist es ratsam, ihn ungefähr alle ein bis zwei Jahre in einen größeren Kübel umzutopfen. Ist nicht viel Platz vorhanden, begnügt sich der Johannisbrotbaum jedoch auch mit einem kleineren Topf.
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