Die ursprünglich aus den Bergwäldern Äthiopiens stammende Kaffeepflanze gehört zur Familie der Rötegewächse. Der Kaffeestrauch verfügt über ein dichtes, immergrünes Blattwerk, das ihn zu einer repräsentativen Blattschmuckpflanze für Wohnräume, Wintergärten und Büros macht. In ihrer ursprünglichen Heimat erreichen Kaffeepflanzen eine Wuchshöhe zwischen drei und fünf Metern. Als Kübelpflanze hierzulande werden die Sträucher selten höher als ein bis zwei Meter. Von April bis Mai präsentiert die Kaffeepflanze kleine weiße Sternblüten, die einen angenehmen Duft verströmen. Aus diesen bilden sich die kleinen grünen Früchte, die sich mit zunehmender Reife leuchtend rot färben.
Der richtige Standort
Als Tropenbewohnerin bevorzugt die Kaffeepflanze einen warmen, windgeschützten und hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Auf große Temperaturschwankungen reagiert der Kaffeestrauch äußerst empfindlich, sodass eine konstante Temperatur von 18 bis 20 Grad Celsius empfehlenswert ist. Neben Wärme und Licht benötigen Kaffeepflanzen eine hohe Luftfeuchtigkeit, um prächtig gedeihen zu können. Besprühen Sie die Pflanze deshalb täglich mit kalkfreiem Wasser oder verwenden einen Luftbefeuchter.
Geeignetes Substrat

Das Substrat für Kaffeepflanzen ist im Idealfall humusreich und gut durchlässig. Die Erde darf ruhig leicht sauer sein und einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 aufweisen. Am besten mischen Sie Zimmer- oder Kübelpflanzenerde mit nährstoffreicher Komposterde und Sand und lockern das Ganze eventuell mit Tongranulat auf.
Kaffeepflanzen richtig gießen und düngen

Gießen Sie Ihre Zimmerpflanze ausschließlich mit weichem Wasser, welches stets zimmerwarm sein sollte. Wenn das Wasser zu kalt ist, können die Wurzeln Schäden davontragen. Achten Sie vor allem darauf, dass der Wurzelballen immer leicht feucht ist. Es darf allerdings keine Staunässe entstehen. Am besten prüfen Sie mit dem Finger, ob das Substrat trocken oder feucht ist und gießen bedarfsgerecht, sobald die oberste Erdschicht schon leicht angetrocknet ist.
Zwischen April und September profitiert die Kaffeepflanze von einer wöchentlichen Düngergabe, die Sie über das Gießwasser verabreichen können. Als Alternative hat sich Langzeitdünger bewährt. Im Winter ist es vollkommen ausreichend, die Tropenpflanze etwa alle vier bis sechs Wochen zu düngen.
Pflege im Winter
Von November bis März legt die Zimmerpflanze eine natürliche Ruhephase ein und sollte dementsprechend gepflegt werden. Stellen Sie Ihre Pflanze deshalb an einen kühleren Ort, jedoch sollten die Temperaturen im Winterquartier nicht unter 15 Grad Celsius sinken. Licht benötigt die Tropenpflanze auch während der kalten Jahreszeit, deshalb muss der Standort möglichst hell sein. Gegossen wird im Winter ausschließlich bei Bedarf, denn die Wurzeln der Kaffeepflanze dürfen nicht komplett austrocknen.
Kaffeepflanzen umtopfen
Wird der Kaffeestrauch im Kübel kultiviert, ist es ratsam, ihn etwa alle zwei Jahre in ein größeres Gefäß umzutopfen. Der richtige Zeitpunkt hierfür ist das zeitige Frühjahr vor dem Neuaustrieb. Ältere Kaffeepflanzen, die kaum an Größe zunehmen, müssen nicht mehr umgetopft werden. Hier ist es ausreichend, wenn Sie das Substrat einmal jährlich austauschen, um die Pflanze mit Nährstoffen zu versorgen.
Rückschnitt
Obwohl die Pflanze einen kräftigen Rückschnitt problemlos verträgt, ist es nicht nötig sie regelmäßig zu beschneiden. Ein leichter Formschnitt reicht in der Regel vollkommen aus, damit die Tropenpflanze ihre ansprechende Wuchsform beibehält. Bei älteren Exemplaren lohnt es sich, diese hin und wieder auslichten, um einer Verkahlung entgegenzuwirken. Entfernen Sie hierbei alte und kranke Triebe und auch solche, die kahl aussehen. Der geeignete Zeitpunkt für Schnittmaßnahmen an der Kaffeepflanze ist im März und April, bevor die Wachstumsphase beginnt.
Expertentipp
Die Vermehrung der Kaffeepflanzen gelingt durch Samen und Stecklinge. Voraussetzung für die Anzucht ist eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine konstante Bodenwärme von etwa 25 Grad Celsius.
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