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Kräuterpflanzen

Kann man Vogelmiere essen?

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Kann man Vogelmiere essen

Vogelmiere findet sich in fast jedem Garten und ist als Futterpflanze weithin bekannt. Nicht jedem ist jedoch bewusst, dass die so unscheinbare Pflanze auch in der Küche eine gute Figur macht. Das Kraut ist als gesamte Pflanze essbar und zudem sehr aromatisch. Geerntet werden kann sie annähernd das ganze Jahr. Voraussetzung für ein gutes Gedeihen sind lediglich frostfreie Böden.

Vogelmiere erkennen

‘Stellaria media’ gehört zu den Nelkengewächsen und lacht dem Betrachter entsprechend mit kleinen sonnenförmigen Blüten entgegen. Der kriechende Bodendecker wird ca. 5 bis 40 Zentimeter hoch und breitet sich gern auch im Gemüsebeet aus. Die tropfenförmig, spitz zulaufenden Laubblätter sind einreihig und stark verzweigt um behaarte, runde Stängel angeordnet. Die kleinen weißen Blüten sind zahlreich vertreten. Sie öffnen sich jedoch nur bei günstigen Witterungsbedingungen.

Namensgebung

Die Namenswahl bezieht sich unter anderem auf den Wert des Krautes als Futterpflanze. Hühner und andere gefiederte Nutztiere profitieren vom hohen Mineralgehalt des Gewächses. Sie verzehren neben der frischen Pflanze mit großer Vorliebe auch deren Samen, die im Handel als Futter angeboten werden.

Zudem haben Gartenvögel natürlich ihre Freude an den durch die Pflanze herbei gelockten Insekten. Da die Vogelmiere unter anderem von Schwebfliegen angeflogen wird, liegt hier auch ein Nutzen für den Gärtner.

Die Vogelmiere als Küchenkraut

Die Vogelmiere als Küchenkraut


In der Küche findet Vogelmiere durch ihr würzig-mildes Aroma reichlich Verwendung. Geschmacklich erinnert das Kraut an junge Maiskolben. Dementsprechend lässt es sich vorteilhaft in vielen Kräutergerichten wie Frühlingssuppen, Dips und Smoothies einsetzen. Frisch verarbeitet überzeugt Vogelmiere in Wildsalat und zu Brot oder Kartoffeln. Vitamin C, Mineralstoffe, Saponine und Flavonoide machen das kleine Pflänzchen zu einem reichhaltigen und gesunden Nahrungsmittel.

Vogelmiere als Heilkraut

Vogelmiere als Heilkraut
Vogelmiere entfaltet als Heilkraut großes Potential. Einsatz findet die Pflanze in diesem Rahmen vorrangig in der Behandlung von Hautveränderungen und Lungenerkrankungen. Dabei wirkt das Kraut:

  • blutstillend
  • juckreizlindernd
  • kühlend
  • entgiftend
  • harntreibend
  • anregend auf Verdauung und Stoffwechsel
  • stärkend
  • entzündungshemmend

Je nach Einsatzgebiet kann jeder beliebige Teil der Pflanze zu Tees oder Salben verarbeitet werden. Auch Sud oder breiige Umschläge lassen sich gut verwenden. So kann Vogelmiere konkret bei der Ausheilung von

  • Ausschlägen
  • Sonnenbrand
  • Hämorrhoiden
  • Bronchitis
  • Rheuma
  • Verdauungsbeschwerden
  • Nierenleiden
  • Ekzemen
  • und Augenleiden

unterstützend angewendet werden. Häufig kommt sie dabei in Kombination mit anderen Wildkräutern zum Einsatz.

Vogelmiere sammeln

Vogelmiere sammeln
Vogelmiere breitet sich rasch auf brachliegenden Beeten und Äckern aus. Sie bevölkert Weinberge, Feldränder, Wege und Ufer. Die Pflanze gilt als Stickstoffzeiger und gedeiht auf neutralen und leicht sauren Böden. Diese Ansprüche teilt sie mit vielen Gartenpflanzen, weshalb Gärtner die starkwüchsige Pflanze oft als Unkraut einstufen. Lässt man sie entgegen sonstiger ästhetischer Ansprüche gedeihen, bildet sie einen wirksamen Bodenschutz. Vogelmiere kann als Bodendecker an schattigen Standorten überaus interessant sein.

Eindämmung von übermäßigem Wuchs

Das zähe Kraut ist entsprechend raumfordernd, sodass der Ansatz es aus den eigenen Beeten fernhalten zu wollen durchaus berechtigt sein kann. Sind die vorhandenen Exemplare ausgestochen, kann eine Mulchschicht die rasche Wiederansiedlung eindämmen. Achten Sie bei der Entsorgung darauf, die Samen der Pflanze nicht unter den Kompost zu heben. Andernfalls verteilen Sie das Kraut bei nächster Gelegenheit mit der Komposterde erneut in Ihren Beeten.

Gegen Vogelmiere im Rasen werden sehr regelmäßige Mähdurchgänge auf einem sehr kurzen Niveau empfohlen. Selbstverständlich können sie dem Kraut auch mit herkömmlichen Unkrautvernichtern an den Kragen gehen. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl des Mittels eine allgemeine Umweltverträglichkeit und das Wohlergehen von Mensch und Tier.

Expertentipp

Sollten Sie wilde Vogelmiere für Salate sammeln, nutzen Sie die weißen Blüten zur sicheren Bestimmung. Es existieren durchaus verwechselbare, weißblühende Pflanzen, die weniger schmackhaft aber ungefährlich sind. Der Ackergauchheil weist zum Beispiel eine ähnliche Wuchsform auf, wäre bei einer Verwechslung jedoch gesundheitsschädlich. Klares Unterscheidungsmerkmal sind die orangefarbenen Blüten des Ackergauchheils.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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