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Kiefern – Pflanz-Ratgeber

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Kiefern - Pflanz-Ratgeber

Bei Kiefern (Pinus), die mancherorts auch als Föhren bekannt sind, handelt es sich immergrüne Bäume mit meist langen, nadelförmigen Blättern. Auf der nördlichen Halbkugel existieren über 90 verschiedene Arten. Kiefern sind wichtige Waldbildner und ihr Holz, aber auch andere Bestandteile wie das Harz, die Zapfen und die Samen sind von wirtschaftlicher Bedeutung.

Kiefern der unterschiedlichsten Art bereichern heimische Gärten und Parkanlagen. Die formenreichen Bäume können ausladende, schlanke und hohe Formen annehmen. Für kleine Gärten bieten sich vor allem Zwergkiefern an. In diesem Beitrag erhalten Sie wissenswerte Informationen zur Pflanzung der prächtigen Nadelbäume.

Robuste, dekorative Nadelbäume

Robuste, dekorative Nadelbäume


Kiefern sind sehr anpassungsfähig. Sie wachsen nicht nur in Wäldern, sondern auch in Mooren, in sauren Böden, auf Dünen und in Felsspalten. Sie gedeihen zudem in mediterranen Regionen am Meer, aber auch in kühlen, alpinen Gebieten in Höhen von bis zu 2.500 Metern.

Die meisten Arten sind frostresistent und hitzetolerant. Hinsichtlich ihrer Ansprüche an den Boden sind Kiefern äußerst genügsam, denn sie wachsen selbst auf nährstoffarmen, sandigen Böden. Der pH-Wert spielt eine untergeordnete Rolle. Mit einer hohen Salzkonzentration im Boden kommen Kiefern jedoch nicht zurecht.

Was Kiefern benötigen, sind sonnige Standorte. Aus diesem Grund neigen sie in der freien Natur dazu, vereinzelt und an unwirtlichen Standorten zu wachsen. Nährstoffreiche Waldböden würden sie keinesfalls verschmähen, aufgrund der Konkurrenz mit anderen Bäumen neigen sie zum Einzelgängertum.

Richtige Pflanzung

Richtige Pflanzung
Das Pflanzen von Kiefern ist problemlos möglich. Theoretisch kann man die Bäume aus Samen ziehen oder junge Kiefern, die in der Natur gewachsen sind, in den eigenen Garten an einen sonnigen Standort setzen. Da sie eher langsam wachsen, werden im Fachhandel vorgezogene Exemplare angeboten. Man weiß beim Kauf zudem genau, welche Eigenschaften die erworbene Art hat.

Werden Kiefern als Ballenware erworben, kann man sie zwischen September und Anfang April während der Vegetationspause pflanzen. Die meisten Kiefern werden jedoch in Töpfen angeboten, was die Pflanzung das ganze Jahr hindurch möglich macht. Werden Kiefern im Hochsommer gepflanzt, sollte man sie die ersten Wochen gut wässern.

Der Boden muss vor der Pflanzung in der Regel nicht aufwändig vorbereitet werden. Lediglich schwere oder sehr verdichtete Böden müssen aufgelockert und mit etwas Sand und Humuserde aufgewertet werden. Eine gute Portion Kompost in den Pflanzlöchern treibt das Wachstum junger Exemplare voran.

Schutz junger Kiefern im Winter

Schutz junger Kiefern im Winter
Die meisten Kiefern, vor allem einheimische, sind gut frosthart. Junge Exemplare sollten während ihres ersten Winters dennoch geschützt werden. Dazu werden die Wurzelbereiche mit Laub gemulcht oder mit Reisig bedeckt. Weiterhin können die Stämme mit Jute umwickelt und die Kronen mit Vlies umhüllt werden.

Kiefern in großer Auswahl

Die Auswahl einer geeigneten Art hängt nicht zuletzt von den räumlichen Gegebenheiten im eigenen Garten ab. Silber-Kiefern (Pinus sylvestris), die auch Wald-Kiefern genannt werden, wachsen eher niedrig, können zudem als Bonsai gezogen werden und sind hervorragend für kleine Gärten geeignet.

Bergkiefern (Pinus mugo) wachsen gedrungen und ebenfalls nicht sehr hoch. Einige Züchtungen eignen sich für die Bepflanzung von Steingärten oder als Heckengewächse. Schwarzkiefern (Pinus nigra) wachsen recht schnell, gern in Gesellschaft von Laubbäumen und bilden kegelförmige Kronen.

Expertentipp

Ein Pfahl kann eine junge Kiefer während der Phase des Anwachsens unterstützen. Der Pfahl sollte etwas schräg und entgegengesetzt zur Hauptwindrichtung eingeschlagen werden. Auf diese Weise verhindert man, dass eine noch nicht fest verwurzelte Kiefer entwurzelt wird.

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