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Oleander – Erziehung als Bonsai

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Oleander - Erziehung als Bonsai

Mit ihrer üppigen, sommerlichen Blütenpracht zaubern Oleander (Nerium oleander) mediterranes Flair in Gärten, auf Terrassen und Balkone. Unter optimalen Bedingungen können die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimateten Ziersträucher stattliche Größe von bis zu vier Metern erreichen. Steht kein ausreichend großer Platz zur Verfügung, kann Oleander stattdessen als Bonsai kultiviert werden. Wie die Erziehung als Bonsai gelingt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Passende Pflanzgefäße

Nach japanischer Tradition werden Bonsais in flachen Tonschalen kultiviert. Bei Gewächsen wie Oleander, die vorrangig in die Höhe und nicht in die Breite wachsen, sollte die Länge der Schalen etwa zwei Drittel der Höhe der jeweiligen Pflanzen betragen.

In eine Schale sollte Oleander erst umgesetzt werden, wenn die Gestaltung als Bonsai im Wesentlichen abgeschlossen ist. Das bedeutet, wenn der Stamm und die Hauptäste einen entsprechenden Durchmesser erreicht haben. Aufgrund des begrenzten Volumens in Bonsai-Gefäßen und des dadurch langsameren Wurzelwachstums dauert diese Entwicklung in einer Schale wesentlich länger als in einem herkömmlichen Pflanzgefäß. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, Oleander zunächst in einem Kübel heranzuziehen.

Ideales Substrat

Ideales Substrat


Bonsais benötigen lockeres, durchlässiges und strukturstabiles Substrat, das Wasser und Nährstoffe speichert, für eine gute Belüftung der Wurzeln sorgt und zugleich Staunässe verhindert. Ideale Wachstumsbedingungen bietet spezielle Bonsai-Erde, die einen hohen Mineralanteil aufweist.

Beschnitt von Oleander als Bonsais

Beschnitt von Oleander als Bonsais
Geeignete Schnittformen für Oleander sind der streng aufrechte Chokkan-Stil, die geneigte Shakan-Form oder die Erziehung als Dreifach- (Sankan) oder als Mehrfachstamm (Kabudachi).

Bei der Gestaltung wird das Wuchsbild mit dem sogenannten Grundschnitt festgelegt. Dazu entfernt man alle Äste, die nicht dem angestrebten Stil entsprechen. Danach werden sich überkreuzende, nach innen und steil nach oben wachsende Triebe ausgeschnitten. Setzen Sie Schnitte stets oberhalb eines Blattansatzes an. Mit Hilfe von Draht lassen sich die Äste, falls notwendig, in die gewünschte Richtung biegen.

Damit die kompakte Form des Bonsais erhalten bleibt, ist ein jährlicher Erhaltungsschnitt notwendig. Der beste Zeitraum für diese Maßnahme ist vom Herbst bis zum zeitigen Frühjahr. Entfernen Sie dabei dürre Blätter und Zweige sowie Äste, die das Wuchsbild stören. Die verbliebenen Zweige werden um etwa ein Drittel bis zur ersten Knospe eingekürzt.

Optimale Standorte

Optimale Standorte
Der aus südlichen Gefilden stammende Oleander bevorzugt warme, sonnige Plätze. Zusätzlich sollten Standorte vor Wind und Starkregen geschützt sein. Ideal sind Standorte in der Nähe von Mauern oder Hauswänden. Als Zimmerpflanzen sind Oleander-Bonsais nicht geeignet.

Überwintern Sie Oleander an hellen, frostfreien Standorten bei Temperaturen zwischen 0 und 10 Grad Celsius. In Regionen mit mildem Klima können die Gewächse mit einem Kälteschutz aus Vlies und Noppenfolie die kalte Jahreszeit im Freien verbringen.

Pflegemaßnahmen

Versorgen Sie Oleander-Bonsais während der Vegetationsperiode von März bis September alle ein bis zwei Wochen mit einem flüssigen Kübelpflanzendünger oder einem Spezialdünger für Bonsais. Im Frühjahr und im Sommer sollten sie alle ein bis zwei Tage und während besonders heißer Perioden zweimal täglich ausgiebig gewässert werden. Im Winter genügt es, einmal pro Woche zu gießen.

Expertentipp

Die zu den sogenannten Hundsgiftgewächsen zählenden Oleander sind in allen Pflanzenteilen giftig. Bei Hautkontakt kann es zu Reizungen und allergischen Reaktionen kommen. Nach dem Verzehr von Pflanzenteilen kann es zu Krämpfen, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden kommen. Tragen Sie bei Schnitt- und Pflegemaßnahmen stets Handschuhe und waschen Sie Ihre Hände nach den Arbeiten gründlich.

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