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Kübel- / Balkonpflanzen

Oleander – Wissenswertes zur Kultur im Garten

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Oleander - Wissenswertes zur Kultur im Garten

Oleander (Nerium oleander), auch als Rosenlorbeer bekannt, gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse. Wer bereits im Mittelmeerraum unterwegs war, weiß, dass er die Landschaft dort vielerorts prägt. In Spanien, Griechenland und Italien finden sich meterhohe Büsche, aber auch wild wachsende Arten sind keine Seltenheit.

In unseren Breiten ist Oleander aufgrund seiner Blütenfülle und dem mediterranen Flair überwiegend als Kübelpflanze bekannt, die im Spätherbst in ein Winterquartier umgesiedelt werden sollte. Der Grund dafür sind die klimatischen Bedingungen. Trotz dessen kann Oleander unter bestimmten Voraussetzungen auch in heimischen Gärten kultiviert werden. Wie das gelingt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Standort

Standort


Oleander bevorzugt helle und sonnige Standorte. Während viele Pflanzen ihre Blüten in praller Sonne hängen lassen, läuft er zur Hochform auf. Aufgrund seiner ursprünglichen Heimat verträgt er Wind und Regen jedoch nicht. Optimal sind deshalb wind- und regengeschützte Plätze.

Kultur im Kübel oder Pflanzung im Beet

Kultur im Kübel oder Pflanzung im Beet
Ältere Exemplare sind robuster als junge Sträucher. Sind die Wurzeln fest im Boden verwurzelt, werden sie besser vor Kälte und Frost geschützt als in einem Kübel. Im Pflanzgefäßen erfriert das Wurzelwerk deutlich schneller.

Möchten Sie Ihren Oleander im Freien kultivieren, sollte er bereits im April ins Freie gepflanzt werden. Im Vergleich zu anderen mediterranen Pflanzen verträgt er Temperaturen bis etwa minus fünf Grad Celsius. Es gibt auch in Mitteleuropa milde Winter, leider kommt es dennoch immer wieder zu langen frostigen Perioden. Schnee und Minustemperaturen kennt Oleander aus seiner Heimat nicht. Aus diesem Grund sollte er mitsamt dem Pflanztopf eingegraben werden, damit man ihn bei Bedarf schnell ausgegraben und an einen frostsicheren Ort bringen kann.

Pflegemaßnahmen im Sommer und Winter

Pflegemaßnahmen im Sommer und Winter
Obwohl viel Regen den Sträuchern schadet, sollte man sie im Sommer reichlich wässern, da Oleander einen hohen Wasserbedarf hat und zu wenig Wasser zum Verlust der Blätter führt.

Im Winter benötigt Oleander recht wenig Wasser. Während langer Trockenperioden muss regelmäßig kontrolliert werden, ob das Substrat feucht oder bereits angetrocknet ist. Bei Bedarf muss er mit etwas Wasser versorgt werden. Stirbt eine Pflanze im Winter ab, ist sie meist nicht wie vermutet erfroren, sondern verdurstet.

Winterschutz

Sinken die Temperaturen im Winter unter minus fünf Grad Celsius, benötigt Oleander einige Schutzmaßnahmen. Der Boden sollte mit einer dicken Schicht aus Laub oder Tannenreisig abgedeckt und die Zweige mit Vlies, Jute oder Noppenfolien umwickelt werden.

Herrschen sehr niedrige Temperaturen über einen längeren Zeitraum oder kommt es zu starken Nachtfrösten, muss Oleander ausgegraben und in ein passendes Winterquartier umgesiedelt werden. Ist kein adäquates Winterquartier vorhanden, kann eine Hausmauer oder ein Dachvorsprung vor zu niedrigen Temperaturen schützen. Wichtig ist, das Pflanzgefäß ausreichend zu isolieren und auf eine dicke Styropor- oder Holzplatte zu stellen.

Nach der kalten Jahreszeit können erfrorene Pflanzenteile entfernt werden. Oleander treibt auch nach einem starken Rückschnitt in der Regel erneut kräftig aus. Sind die Wurzeln erfroren, können die Pflanzen nicht mehr gerettet werden.

Expertentipp

Der Nährstoffbedarf von Oleander ist sehr hoch. Nur wenn er regelmäßig von April bis Ende August gedüngt wird, entwickeln sich viele Blüten. Handelsüblicher Langzeitdünger für mediterrane Pflanzen fördert die Entwicklung neuer Triebe und Blüten. Nützlich ist zudem das Aufbringen von Kompost im Wurzelbereich. Die Sträucher werden dadurch mit ausreichend Nährstoffen versorgt, gleichzeitig wird die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens verbessert.

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