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Exotische Pflanzen

Kiwis im Kübel anpflanzen

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Kiwis im Kübel anpflanzen

Die Kiwi ist eine sehr beliebte Obstsorte, die ursprünglich aus China stammt. Winterharte Züchtungen erlauben den Anbau hierzulande. Im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse können auch nicht winterharte Sorten angebaut werden. Zur Befruchtung ist neben weiblichen Pflanzen immer eine männliche nötig. Ist diese Voraussetzung erfüllt, steht bei guter Pflege einer reichlichen Ernte nichts im Wege.

Pflanzgefäße und Standort

Pflanzgefäße und Standort


Bei ausreichend großem Pflanzgefäß dürfen eine weibliche und eine männliche Pflanze zusammengepflanzt werden. Aber auch nebeneinander stehende Kübel sind möglich. Im Handel sind zudem selbstbefruchtende Kiwi-Sorten erhältlich. Sie tragen besser, wenn mehrere Pflanzen vorhanden sind.

Pflanztöpfe mit einem Fassungsvermögen von 30 Litern sind ideal. Hat der Kübelboden Löcher und eine Drainageschicht aus Tonscherben, kann überflüssiges Gießwasser ablaufen. Das verhindert Staunässe.

Der pH-Wert des Substrats muss im sauren Bereich liegen. Ideal ist ein Wert zwischen 4,5 und 5,5. Die Erde sollte, weil das Wasser dann schlecht gespeichert wird, wenig Lehm und Sand, sondern einen möglichst großen Teil Humus enthalten.

Die Kiwi-Pflanzen müssen warm und windgeschützt stehen. Der Balkon sollte möglichst nach Süden oder Südwesten ausgerichtet sein. Ein Platz an der wärmespeichernden Hauswand ist ideal.

Pflege der Kübelpflanzen

Pflege der Kübelpflanzen
Besonderes Augenmerk ist auf das Gießen zu legen. Da die Pflanze in der Sonne steht, sind regelmäßige Wassergaben besonders wichtig. Bei längerer Abwesenheit leistet ein Bewässerungssystem gute Dienste.

Vor dem Beginn des Pflanzenaustriebs im Frühjahr kann oberflächlich mit etwas Kompost gedüngt werden. Eine Mulchschicht verhindert, dass der Boden zu schnell austrocknet und erhält den sauren pH-Wert. Weitere regelmäßige Düngergaben sind nicht erforderlich.

Die Pflanze ist wuchsfreudig und rankt sehr stark. Am besten ist es, sie an einer Rankhilfe oder einem Spalier wachsen zu lassen.

Bei einer frisch angepflanzten Kiwi, die am Spalier wachsen soll, wird zunächst nur der Haupttrieb belassen. Es fördert das Wachstum, diesen auch noch ein wenig einzukürzen. Die Pflanze bildet im ersten Jahr Verzweigungen, die seitlich am Spalier befestigt werden sollten. Hier bilden sich dann im zweiten Jahr Seitentriebe heraus, die wiederum auf bis zu vier Blätter einzukürzen sind. Im dritten Jahr bilden sich an diesen seitlichen Trieben die Fruchttriebe, die dann hinter der letzten Blütenknospe abzuknipsen sind. Bei zu dichtem Wachstum ist auszudünnen, damit die Sonne alle Triebe erreichen kann.

Auch wenn die Pflanze freisteht und als Rankhilfe beispielsweise Bambusstäbe hat, muss sie regelmäßig eingekürzt werden. Nur vor der Blüte im Frühjahr ist von einem Rückschnitt abzusehen.

Kiwi-Pflanzen überwintern

Die Pflanzen können an einem kühlen und hellen Ort in einem Keller mit Fenster oder einem Hausflur überwintern. In der Ruhephase wird nicht gedüngt und nur sparsam gegossen.

Winterharte Pflanzen dürfen draußen bleiben, sollten aber möglichst geschützt nah an der Hauswand und unter einem Dach stehen. Bei feststehenden Pflanzen am Spalier kann der Kübel mit Vlies umwickelt oder mit Reisig bedeckt werden. Das schützt die Wurzeln vor zu starkem Frost.

Die Vermehrung von Balkon-Kiwis

Die einfachste Methode ist das Vermehren über Absenker. Ein langer, bodennaher Trieb wird in einen mit Erde gefüllten Topf gelegt und fixiert. Die Triebspitze darf ruhig über den Topfrand hinaushängen. Bei feucht gehaltener Erde bilden sich nach einiger Zeit Wurzeln, sodass es möglich ist, die Pflanze abzutrennen und in einen eigenen Kübel zu setzen.

Expertentipp

Jungpflanzen, die aus dem Gewächshaus kommen, müssen langsam an die Sonne gewöhnt werden. Sie sollten deshalb zunächst halbschattig stehen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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