Breitet sich Klee (Trifolium) in Rasenflächen aus, ist das ein wichtiges Warnsignal und deutet auf einen Nährstoff- oder Wassermangel hin. Er lässt sich durch Vertikutieren jedoch recht gut entfernen. Wie das Entfernen funktioniert und welche Besonderheiten beachtet werden sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Gründe für die Ausbreitung von Klee
Klee kann sich im Rasen immer dann ausbreiten, wenn es dem Boden an Stickstoff oder Wasser mangelt. Er geht eine Symbiose mit Bakterien ein, die die Wurzeln mit diesem wichtigen Nährstoff versorgen. Zudem halten die Pflanzen Trockenheit länger stand als Gräser. Graspflanzen sind in diesem Zustand geschwächt und werden lichter, wodurch mehr Raum für Klee vorhanden ist.
Als erste Maßnahme gegen die unerwünschte Ausbreitung von Klee können Sie den Rasen regelmäßig düngen und bewässern. Auf diese Weise hat er es deutlich schwerer, Fuß zu fassen.
Entfernung durch Vertikutieren

Hat sich Klee bereits stark ausgebreitet und wächst dicht, erzielen Düngergaben und das Sprengen des Rasens nicht den erwünschten Effekten. Das Vertikutieren der Fläche schafft jedoch Abhilfe. Fahren Sie den Vertikutierer der Länge und der Breite nach über den Rasen. Dabei wird der Boden mit Hilfe der scharfen Klingen aufgeschnitten, die Wurzeln des Klees verletzt oder im Optimalfall herausgerissen. Zusätzlich wird der Boden mit Sauerstoff versorgt. Nährstoffe können tiefer und schneller eindringen. Durch das Vertikutieren gestaltet sich die nachfolgende Pflege einfacher.
Manuelle Vertikutierer oder Vertikutier-Aufsätze für Schuhe sind günstig im Fachhandel erhältlich. Sie eignen sich jedoch nur für kleine Flächen und erfordern viel Aufwand. Die Anschaffung eines elektrischen Vertikutierers rentiert sich bei regelmäßiger Verwendung auf großen Flächen. Alternativ können Sie eine Rasenlüfter im Baumarkt mieten.
Passende Zeitpunkte für das Vertikutieren

Im Idealfall vertikutieren Sie Rasenflächen im Frühjahr, um ihn von Klee zu befreien. Hierdurch haben die Graspflanzen im Anschluss ausreichend Zeit, um sich zu erholen und dichter sowie kräftiger nachzuwachsen.
Wichtig ist, dass der Boden warm und feucht ist. Sie können die Maßnahme ebenso im Sommer oder im frühen Herbst durchführen. Fehlt der Regen für einen feuchten Boden, sollten Sie Ihren Rasen vorbereitend großzügig und gleichmäßig wässern.
Führen Sie das Vertikutieren nach dem Mähen durch. Dadurch ist der Aufwand geringer und die Belüftung des Bodens erfolgt schneller, da sich keine langen Halme über die Öffnungen legen.
Rasenpflege nach dem Vertikutieren
Das Vertikutieren des Rasens hilft nicht nur bei der Bekämpfung von Klee, sondern macht den Boden zusätzlich aufnahmebereiter. Empfehlenswert ist eine Gabe von Hornmehl nach dem tiefgründigen Lüften, um der Erde Stickstoff zuzuführen. Die Graspflanzen werden auf diese Weise gestärkt und können sich später besser gegen Klee und Unkraut behaupten.
Haben sich Inseln aus Klee gebildet oder ist der Bestand großflächig verteilt, sollten Sie nach dem Vertikutieren und dem gründlichen Entfernen die Erde zusätzlich aufhacken und frischen Rasensamen ausbringen. Mit dieser Methode lassen sich entstandene Lücken schließen und die erneute Ausbreitung von Klee und anderen Unkräutern verhindern.
Expertentipp
Klee bildet nektarreiche Blüten, die Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und anderen nützlichen Insekten als Nahrungsquellen dienen. Laufen Sie gern barfuß auf Ihrem Rasen, spielen Kinder oder Haustiere im Gras, besteht ein erhöhtes Risiko für Stiche. Gerade bei Allergikern ist das eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Ist das nicht der Fall, müssen Sie sich nicht über Klee im Rasen ärgern und sollten ihn zudem nicht bekämpfen.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare