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Kletterpflanzen

Kletterrosen – Kultur und Pflege in Kübeln

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Kletterrosen - Kultur und Pflege in Kübeln

Kletterrosen verbreiten dank ihrer üppigen Blütenpracht ein sommerliches Flair. Mühelos erklimmen die attraktiven Kletterkünstler Rankgitter oder Rosenbögen und verwandeln kahle Hauswände in ein romantisches Blütenmeer. Zu den Kletterrosen zählen die einmalblühenden Rambler- und die sogenannten Climber-Rosen, die mehrmals pro Jahr blühen.

Wer keinen Garten besitzt, kann Kletterrosen problemlos in Kübeln auf einer Terrasse oder einem Balkon kultivieren. Was bei der Kultur und Pflege von Kletterrosen in Pflanzgefäßen beachtet werden sollte, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Standort

Ideal für Kletterrosen sind sonnige und zugleich luftige Standorte. Um einen Hitzestau oder Verbrennungen zu vermeiden, sollten sie nicht ganztägig in der prallen Sonne stehen. Hervorragend geeignet sind nach Westen oder Osten ausgerichtete Plätze mit einer guten Luftzirkulation.

Topfgröße und Substrat

Topfgröße und Substrat


Als Tiefwurzler benötigen Rosen entsprechend hohe Pflanzgefäße. Kübel sollten mindestens 50 Zentimeter hoch sein und einen Mindestdurchmesser von 35 Zentimetern aufweisen. Da Kletterrosen keine Staunässe vertragen, ist eine funktionierende Drainage unabdingbar. Wählen Sie Pflanzgefäße mit Abflusslöchern und geben Sie eine 3 bis 5 Zentimeter starke Schicht bestehend aus Blähton in die Kübel.

Kletterrosen gedeihen am besten in hochwertigen Substraten. Im Fachhandel ist spezielle Rosenerde erhältlich, deren Zusammensetzung perfekt auf die Bedürfnisse der Gewächse abgestimmt ist.

Wasser- und Düngergaben

Wasser- und Düngergaben
Damit Kletterrosen prächtig gedeihen können, muss der Boden gleichmäßig feucht sein. Anders als Rosenstöcke in gewachsenen Böden benötigen Kübelrosen regelmäßige Wassergaben. Überwässern Sie die Pflanzen nicht, da andernfalls Wurzelfäule droht. Während der kalten Jahreszeit sollte die Häufigkeit der Wassergaben dem Bedarf der Rosen angepasst werden. Das Substrat darf jedoch nie vollständig austrocknen.

Versorgen Sie Ihre Kletterrosen einmal pro Jahr im Frühling mit einem Langzeitdünger. Zusätzlich sollte Flüssigdünger alle zwei Wochen von März bis Mitte Juli über das Gießwasser zugegeben werden.

Erziehung von Kletterrosen

Erziehung von Kletterrosen
Kletterrosen benötigen Rankhilfen. Da sich die Triebe nicht selbst festhalten können, sollte man die Ranken mit Bast an den Rankgerüsten befestigen. Die Haupttriebe werden gerade nach oben geleitet, während Seitentriebe waagerecht oder leicht schräg nach oben an den Rankhilfen entlang wachsen sollten.

Überwinterung von Rosen in Kübeln

Da das Substrat in Pflanzgefäßen schneller durchfriert, müssen Kübelrosen während der kalten Jahreszeit geschützt werden. Eine Lage Tannenreisig auf dem Substrat schützt die Veredelungsstelle vor Frostschäden. Anschließend umwickelt man die Pflanzgefäße mit Vlies oder Noppenfolie. Die oberirdischen Pflanzenteile können mit atmungsaktivem Materialien, wie Kokosfasern, Vlies oder Jute, bedeckt werden.

Schnittmaßnahmen

Mehrfach blühende Kletterrosen sollten in den ersten drei bis vier Jahren nach der Pflanzung zurückhaltend beschnitten werden. Entfernen Sie einmal jährlich schwache, abgestorbene, sich überkreuzende und nach innen wachsende Zweige.

Ab dem fünften Standjahr kann ein Verjüngungsschnitt erfolgen. Dabei kürzt man etwa die Hälfte der Ranken auf drei bis fünf Triebaugen ein. Setzen Sie Schnitte stets oberhalb eines nach außen zeigenden Auges an. Der richtige Zeitpunkt für Schnittmaßnahmen ist zwischen Mitte März und Ende April. Entfernen Sie verwelkte Blütenstände im Sommer regelmäßig. Geschnitten wird knapp über dem nächsten Blattansatz.

Bei einmal blühenden Kletterrosen ist kein regelmäßiger Rückschnitt erforderlich. Lediglich welke Blüten sollten regelmäßig entfernt werden. Ab dem fünften Jahr können sie alle drei bis vier Jahre verjüngt werden, indem rund ein Drittel der Triebe bodennah abgeschnitten wird. Für eine dichte Verzweigung können Sie einjährige Triebe im zeitigen Frühjahr um die Hälfte kürzen.

Expertentipp

Für die Kultur auf Terrassen oder Balkonen sind Climber-Rosen besser geeignet als die stark wuchernden Rambler-Rosen. Im Vergleich zu Rambler-Rosen, die Wuchshöhen von 10 Metern erreichen können, bleiben Climber-Rosen mit maximalen Höhen von 5 Metern deutlich kleiner. Bei einem beschränkten Platzangebot empfehlen sich kompakte Züchtungen, wie die Sorten ‚Florentina‘, ‚Jasmina‘ oder ‚Lola‘.

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