Bei der Kriechspindel, die auch als Kletterspindel bekannt ist, handelt es sich um ein vielseitiges Ziergehölz, das sich als Bodendecker oder Kletterpflanze eignet. Die immergrüne Pflanze, die zur Familie der Spindelbaumgewächse zählt, ist äußerst pflegeleicht. Einer ihrer größten Vorteile ist, dass sie selbst in schattigen Gärten gedeiht. Die Pflanze – die ihren Ursprung in West- und Mittelchina findet – hat sich den in unseren Breiten vorherrschenden Klimabedingungen bestens angepasst und gehört zu den langlebigsten Gewächsen Mitteleuropas. Die Kriechspindel ist frosthart und verträgt – ohne zusätzlichen Winterschutz – Temperaturen von bis zu -25 °C.
Kriechspindel anpflanzen – Tipps und Wissenswertes
Wollen Sie die Kriechspindel in Ihrem Garten ansiedeln, so lässt sich Ihr Vorhaben völlig unkompliziert umsetzen. Sie erhalten die Pflanzen (im Container oder mit Topfballen) im Gartencenter. Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr oder im Herbst. Sie sollten bei der Anpflanzung darauf achten, zwischen den einzelnen Gewächsen – je nach Sorte – einen Mindestabstand von rund 30 bis 50 Zentimetern einzuhalten.
Während Sie den Boden auflockern, sollten Sie Ihre Kriechspindeln in ein mit Wasser gefülltes Gefäß stellen, damit sich die Wurzeln der Pflanze vollsaugen können. Das Pflanzloch, in das Sie Ihre Kriechspindel einsetzen, sollte rund den doppelten Umfang des Wurzelballens haben. Drücken Sie die Erde nach dem Einsetzen der Pflanze sorgfältig an. Auch wenn die Pflanzen im Wasserbad gestanden haben, sollten Sie diese nochmals gießen. Wenn Sie dem Gewächs etwas Gutes tun möchten, bedecken Sie die Erde um die Spindel herum mit etwas Mulch – dass hält den Boden feucht und erleichtert der Pflanze das Anwachsen.
Kriechspindel richtig schneiden

Ist es notwendig, die Kriechspindel zu schneiden, so sollten Sie das vorzugsweise – während der Vegetationszeit – zwischen Frühjahr und Sommer tun. Wollen Sie das Kriech- und Klettergewächs auslichten, so schneiden Sie dazu abgestorbene Zweige und ältere Triebe der Pflanze kurz über dem Boden heraus. Entdecken Sie Äste, die zu dicht aneinander stehen – oder sich stark überkreuzen – sollten Sie auch diese entfernen.
Wer möchte, kann seiner Kriechspindel einen Formschnitt verpassen. Ob rund oder eckig – die Pflanze kommt damit gut zurecht und wird es Ihnen nicht übel nehmen. Formschnitte dürfen Sie übrigens auch außerhalb der Hauptschnittzeit vornehmen. Achten Sie darauf, dass Ihre Schneidwerkzeuge scharf sind, andernfalls besteht die Gefahr, die Zweige zu quetschen.
Gut zu wissen: Falls erforderlich – wenn das Gewächs zum Beispiel stark zu wuchern beginnt – verträgt Ihre Kriechspindel auch einen radikalen Rückschnitt.
Expertentipp
Möchten Sie Ihre Kriechspindel vermehren? Mit Stecklingen gelingt dieses Vorhaben in der Regel sehr gut. Suchen Sie nach Zweigen, die gerade damit beginnen, sich zu verholzen. Die Zweige sollten einen Durchmesser von etwa 0,3 bis 0,6 cm haben. Die Stecklinge, die Sie aus der Pflanze – mit einem möglichst scharfen Messer – herausschneiden, sollten zwischen 10 und 15 cm lang sein. Achten Sie auf einen geraden Schnitt. Entfernen Sie dann die unteren Blätter und setzen Sie Ihre Stecklinge in ein Pflanzgefäß, das Sie zuvor mit einem Gemisch aus Torf und Sand befüllt haben. Decken Sie den Topf (samt Stecklingen) – danach mit einer Folie ab. Die Feuchtigkeit wird auf diese Weise besser gehalten.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare