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Madonnenlilien Pflege

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Madonnenlilien Pflege

Die Madonnenlilie (Lilium candidum) oder auch Weiße Lilie ist eine der ältesten bekannten kultivierten Lilien-Arten. Lilium candidum wird bis zu 150 cm hoch und entwickelt Blütenstängel mit bis zu 20 großen trichterförmigen Einzelblüten in einem reinen Weiß. Dieser reinweißen Farbe ihrer großen Blüten verdankt die Madonnenlilie ihren deutschen Namen. In der christlichen Mythologie steht Weiß für Unschuld und Reinheit im Glauben; und in vielen Kulturen steht Weiß symbolisch auch für Licht.

Heute wird Weiß als Pflanzenfarbe mit Eleganz gleichgesetzt und wegen der unendlichen Kombinationsmöglichkeiten sehr geschätzt. Dies macht die Madonnenlilie zu einer beliebten Pflanze mit vielen Einsatzmöglichkeiten: Sie ist ein Hingucker sowohl im Gartenbeet als Begleit- oder Solitärstaude, beispielsweise in einem üppig bepflanzten Bauerngarten, aber als auch als Kübelpflanze auf Terrasse oder Balkon. Sie passt hervorragend zu Begleitpflanzen mit dunklem oder silbrigem Laub und wirkt als Aufheller in einem farblich dunklen Beet genauso wie als ruhige Konstante in einem sehr bunten Beet. Der Duft der Madonnenlilie ist intensiv und lockt Bienen und andere Insekten an. Daher ist sie auch für naturnahe Gärten sehr geeignet.

Der Madonnenlilie werden auch heilende Kräfte nachgesagt. Früher wurde sie bei Problemen mit der Blase verwendet. Heute kommt sie bei muskulären Problemen oder bei Problemen mit den Sehnen zum Einsatz. Ihre Zwiebel wird in der Küche sehr geschätzt und gilt als Delikatesse. Es wird jedoch dringend empfohlen, sich vor Einnahme fachlichen medizinischen Rat einzuholen.
Bei Beachtung einiger weniger Pflanz- und Pflegehinweise blüht die Madonnenlilie überreich bis in den späten Herbst hinein und treibt zuverlässig im Folgejahr neu aus.

Boden und Standort für die Madonnenlilie

Boden und Standort für die Madonnenlilie
Lilium candidum stellt keine sehr hohen Ansprüche an Standort und Boden. Sie mag nährstoffreichen und durchlässigen Boden, dessen pH-Wert von alkalisch bis leicht sauer variieren kann. Als kalkliebende Pflanze verträgt die Madonnenlilie hartes Leitungswasser recht gut.

Der Standort sollte für die Madonnenlilie so ausgewählt werden, dass sie sonnig, warm und windgeschützt stehen kann. Der prallen Mittagssonne sollte sie nicht ausgesetzt werden. Hier können höher wachsende Begleitgehölze und -pflanzen für Sonnenschutz sorgen. Auf Terrasse und Balkon können ebenfalls höhere Pflanzen oder ein Sonnenschirm als Abschatter wirken.

Madonnenlilie richtig pflanzen

Madonnenlilie richtig pflanzen
Lilium candidum wird ab August als Zwiebel gepflanzt, um im Folgejahr ab Juni-Juli mit reichhaltiger Blüte zu punkten. Die ersten Blüten zeigen sich nach 12 bis 24 Monaten. Die Zwiebel haben einen Durchmesser von fast 9 cm; die erwachsene Pflanze erreicht eine maximale Wuchshöhe von 150 cm, so dass sich ein Pflanzabstand von 30 bis 50 cm empfiehlt. Im Gegensatz zu anderen Lilienarten werden die Zwiebel der Madonnenlilie mit einer Pflanztiefe von nur 5 cm in den Boden gesetzt. Generell gilt: Die Zwiebel der Madonnenlilie wird nur so tief gepflanzt, dass die Triebspitze fast aus der Erdoberfläche ragt. Bei Pflanzung im Kübel ist auf eine gute Drainage zu achten, da die Madonnenlilie keine Staunässe verträgt. Hier empfiehlt es sich, etwas Splitt oder Sand auszubringen. Da sie nährstoffreiche Erde liebt, sollte vor der Pflanzung ein guter Langzeitdünger unter das Substrat gemischt werden. Im Winter sollte die Madonnenlilie vor Frost und gegen Austrocknung geschützt werden, z.B. durch eine durchlässige Laubschicht oder mit Reisig. Pflanzen in Kübeln auf Balkon oder Terrasse sollten im Kalthaus beziehungsweise im ungeheizten Treppenhaus überwintert werden. Auch hier darauf achten, dass die Pflanze nicht austrocknet. Bleiben die Kübel im Winter draußen, ist das Abdecken mit einem Vlies empfehlenswert.

Madonnenlilie richtig pflegen

Wurden bei der Pflanzung im August die aufgeführten Tipps zur niedrigen Pflanztiefe, zum sonnigen und geschützten Standort sowie zur Durchlässigkeit des Bodens beachtet, erfreut Lilium candidum im Sommer des Folgejahres mit einem kompakten Wuchs und kräftigen Stängeln, an denen bis zu 20 reinweiße trichterförmige Blüten sitzen, die eine Größe von maximal 15 cm erreichen und einen betörenden Duft entwickeln.

Regelmäßiges Gießen und Düngen stehen bei der Pflege an oberster Stelle. Gegossen wird aber nur im Wurzelbereich. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Sollten die Stängel zu lang und zu schwer werden oder ein windgeschützter Standort nicht eingehalten werden können, empfiehlt es sich, die Blütenstängel zu stützen und die Pflanze aufzubinden. Hierzu kann man Pflanzenstützen aus dem Gartenfachhandel verwenden oder sich aus einfachen Holzstäben und Bast oder Kordel selbst eine Stütze basteln.

Nach der Blüte

Nach der Blüte ist vor der Blüte. Laub und Blütentrieb sterben im Herbst ab. Die abgestorbenen Blütenstände müssen entfernt werden, damit die Madonnenlilie im nächsten Frühjahr neu austreiben kann. Aber Achtung: Sie entwickelt im späten Herbst rosettenähnlichen Trieb mit einem Durchmesser von ca. 20 cm und 10 cm Höhe, der stehen gelassen wird und im Winter vor hartem Bodenfrost geschützt werden sollte, etwa mit Stroh oder Vlies.

Unter der Erdoberfläche bildet sie Wurzeln und Brutzwiebeln aus. Die Brutzwiebeln entstehen nach ca. drei Jahren. Sie können einfach abgetrennt und an anderer Stelle neu eingesetzt werden. Des Weiteren ist es möglich, die Madonnenlilie über einzelne Zwiebelschuppen zu vermehren. Diese werden von der Zwiebel abgetrennt und in angefeuchtete Anzuchterde gesteckt.

Expertentipp

Gegenüber Schädlingen ist Lilium candidum recht unempfindlich. Nur das rote Lilienhähnchen (Lilioceris lilii) kann ihr etwas anhaben. Der kleine auffällige Blattkäfer mit knallrotem Panzer hat es vor allem auf die Blätter der Madonnenlilie abgesehen und frisst gerne Löcher hinein.

Hier reicht es jedoch, die Schädlinge einfach abzusammeln. Am besten eine Hand unter das betroffene Blatt halten, da der Käfer sich bei Gefahr gerne fallen lässt. Sollten Larven auf den Blättern sitzen, kann man diese mit einem gezielten Wasserstrahl entfernen. Sie fallen zu Boden und können – da kriechunfähig – nicht zurück auf die Pflanze, um sich weiterzuentwickeln. Bei seltenem starkem Befall wird gerne Gesteinsmehl oder Algenkalk verwendet und die Blätter damit eingestäubt. Man kann aber auch eine Schmierseife-Ethanol haltige Lösung, wie sie in der biologischen Landwirtschaft eingesetzt wird, auf die Blätter spritzen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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