Besonders im Frühling sind Magnolien ein absoluter Hingucker. Mit ihrer einzigartigen Blütenfülle ziehen sie alle Blicke auf sich und verleihen dem Garten einen exotischen Charme. Magnolien sind sehr langlebig und dazu überaus pflegeleicht.
Doch die Anschaffungspreise für diese imposanten Ziergehölze sind hoch, sodass es sich durchaus lohnt die Magnolie selbst zu vermehren, wenn erst einmal ein Exemplar im Garten kultiviert wird.
Vermehrungsmethoden bei der Magnolie
Einmal im Garten gepflanzt, sorgen Magnolien viele Jahre lang im Frühjahr für ein Meer aus exotischen Blüten. Die ursprünglich aus Ostasien und Amerika stammenden Magnolien sind sehr langlebig und werden mit den Jahren immer schöner. Dabei ist dieses außergewöhnliche Ziergehölz sehr pflegeleicht und anspruchslos.
Sollen mehrere Magnolien den Garten verschönern, wird die Anschaffung der Gehölze sehr kostspielig. Wer eine Magnolie sein Eigen nennt, kann versuchen die anmutige Gartenpflanze selbst zu vermehren und so den Magnolien-Bestand im Garten zu erhöhen.
Die Magnolie kann mithilfe verschiedener Methoden vermehrt werden. Ganz einfach ist die Vermehrung von Magnolien aber nicht. Auf jeden Fall ist dazu viel Geduld und auch ein wenig Fingerspitzengefühl notwendig.
Grundsätzlich stehen folgende Vermehrungsmethoden zur Auswahl:
- durch Aussaat
- durch Absenker
- durch Stecklinge
- durch Veredelung
Schlechte Chancen bei der Vermehrung durch Stecklinge
Was bei vielen Pflanze einfach gelingt, ist bei der Magnolie ein wenig schwierig. Die Vermehrung mit Stecklingen ist zwar recht einfach, doch bei der Magnolie gibt es absolut keine Garantie dafür, dass diese auch gelingt.
Magnolien tun sich mit der Wurzelbildung sehr schwer. Deshalb sind die Aussichten auf eine erfolgreiche Vermehrung durch Stecklinge nur gering. Die besten Chancen bestehen, wenn die Stecklinge in einem beheizten Gewächshaus oder zumindest in einem abdeckbaren Anzuchtkasten mit einer wärmenden Bodenheizung herangezogen werden.
Das richtige Vorgehen

Soll dennoch der Versuch gestartet werden, wird dazu ein circa 10 cm langer Trieb aus dem Vorjahr abgeschnitten.
Das Triebende, an dem sich später die Wurzeln bilden sollen, wird mit einem Messer eingeschnitten. Da Magnolien sowieso etwas heikel bei der Bewurzelung sind, sollte das Messer vorab unbedingt desinfiziert werden.
Das eingeschnittene Triebende wird anschließend in Bewurzelungshormon getunkt. So erhält der Steckling einen zusätzlichen Anreiz zur Bewurzelung.
So vorbehandelt, wird der Steckling in feuchte Anzuchterde gepflanzt.
In der Folgezeit muss darauf geachtet werden, dass das Substrat durchgehend feucht bleibt. Der Standort sollte möglichst warm und hell sein.
Als Alternative Vermehrung durch Abmoosen
Ein wenig höher sind die Chancen auf eine geglückte Vermehrung der Magnolie, wenn dies durch Abmoosen geschieht.
Dazu wird ein zweijähriger Trieb von der Mutterpflanze abgeschnitten. Der Trieb sollte möglichst keine Verästelungen haben.
Mit einem sauberen und desinfizierten Messer wird dieser auf etwa zwei Drittel seiner Länge eingeschnitten. Anschließend wird in die Schnittstelle ein kleines Steinchen eingeklemmt, sodass die Schnittstelle offen bleibt.
So vorbereitet wird die Schnittstelle mit einer dicken Schicht Sphagnum-Moos umhüllt, welches mit einem Draht am Trieb fixiert wird. Sphagnum-Moos besitzt eine gute Luftdurchlässigkeit und speichert die Feuchtigkeit hervorragend. Daher unterstützt das Moos die Bildung von Wurzeln.
Es kann recht lange dauern, bis der Trieb Wurzeln ausbildet. Währenddessen muss das Moos gleichmäßig feucht gehalten werden.
Expertentipp
Am einfachsten gelingt die Vermehrung bei Magnolien durch Absenker. Dazu wird ein bodennaher Trieb mindestens ein Jahr lang an der Mutterpflanze belassen und währenddessen auf dem Boden fixiert, sodass er neue Wurzeln bilden kann.
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