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Exotische Pflanzen

Manuka Pflanze Anbau und Pflege

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Manuka Pflanze Anbau und Pflege

Die Manuka oder Südseemyrte (Leptospermum scoparium) ist eine australische Pflanze, die vor allem als Heilpflanze bekannt ist. Aus ihren Blättern und der Rinde werden Tees gefertigt, doch sie produziert auch den wertvollen Manuka-Honig. In ihrer Heimat erreichen wilde Manuka-Bäume Höhen von bis zu fünfzehn Metern. Bei uns eignen sie sich eher als wunderbar blühendes Ziergehölz.

Was ist die Manuka-Pflanze überhaupt?

Was ist die Manuka-Pflanze überhaupt
Die Manuka wird auch als Südseemyrte bezeichnen und stammt aus Neuseeland. Hier ist sie den Ureinwohnern, den Maori, vor allem als Heilpflanze bekannt. Die ätherischen Öle der Pflanze treten beim Zerreiben der Blätter oder Zerstoßen der Rinde aus und verströmen ein angenehm würziges Aroma. Zudem wird aus der Pflanze wertvoller Honig hergestellt.

In Deutschland wird die Manuka als Strauch oder in Kübeln gepflanzt. Die immergrüne, sparrige Pflanze erreicht dann eine Größe von etwa ein bis zwei Metern. Diese kompakte Größe liegt vor allem an dem langsamen Wuchs. Äußerlich zeichnet sich die Pflanze durch spitze, graugrüne Blätter und die weißen bis rosafarbenen Blüten aus. Diese sind reich an Nektar, sodass sie an Standorten im Freien sehr gern von Bienen angeflogen werden.

Manuka pflanzen: Der richtige Standort ist alles

Manuka pflanzen Der richtige Standort ist alles
Am besten macht sich die Manuka in unseren Breitengraden als Zimmerpflanze, denn sie ist nicht frosthart. Im Sommer kann sie jedoch auf den Balkon oder auf die Terrasse umziehen. Das funktioniert am besten, wenn die Terrasse beziehungsweise der Balkon auf der Südseite des Hauses liegt, denn die Manuka liebt Sonne.

Nicht nur mit der vollen Sonne, sondern auch mit Hitze kommt die Manuka gut zurecht. Schließlich stammt sie aus Australien. Die Pflanze bevorzugt das ganze Jahr über einen hellen Standort. Dennoch sollten Sie sie in den Sommermonaten vor der direkten Sonne schützen – egal ob draußen oder in der Wohnung.

Für die Manuka-Pflanze ist nur Erde mit saurem pH-Wert von etwa 5,5 geeignet. Rhododendronerde ist dabei besonders zu empfehlen, denn sie ist noch dazu locker und humos. Doch auch in allen anderen Fällen ist darauf zu achten, dass die Manuka auf durchlässige, bestenfalls auch sandige Böden gepflanzt wird.

Wie wird die Manuka richtig gepflegt?

Wie wird die Manuka richtig gepflegt
Die Manuka benötigt viel Wasser. Deshalb muss sie, besonders im Sommer und in ihrer Wachstumsphase, täglich gegossen werden. Hierfür kommt nur entkalktes Wasser infrage, bestenfalls gesammeltes Regenwasser, denn die Pflanze ist sehr kalkempfindlich. Im Winter können Sie etwas weniger gießen, aber dennoch regelmäßig. Lassen Sie die Erde nie ganz austrocknen, vermeiden Sie aber dennoch Staunässe.

Einmal in der Woche sollten Sie die Manuka mit Rhododendrondünger oder gewöhnlichem Dünger in halber Konzentration versorgen. Das gilt jedoch nur für die Vegetationsphase zwischen Frühjahr und Herbst. Im Winter benötigt die Manuka keine zusätzlichen Nährstoffe.

Stattdessen ist es im Winter wichtig, die Manuka-Pflanze frostfrei zu lagern. Ein heller Standort mit Temperaturen von sieben bis neun Grad wird bevorzugt, damit die Manuka ihre Ruhephase genießen kann. Haben Sie einen Wintergarten, können Sie die Pflanze dort gut unterbringen.

Trotz aller Widerstandskraft: Wollläuse als Schädlinge

Die Manuka ist eine sehr robuste Pflanze, die eigentlich nur sehr selten mit Krankheiten oder gar Schädlingen zu tun hat. Doch wenn sie zu einer Zimmerpflanze wird, kann es vorkommen, dass Wollläuse zu einem Problem werden. Sie erkennen sie an der weißen, watteähnlichen Gestalt. Meistens setzen sich die Wollläuse an Stängeln, Trieben und Blättern fest.

Wenn Sie sie nicht aufhalten, können die Läuse dazu führen, dass die Pflanze ihre Blätter verliert und abstirbt. Handeln Sie daher schnell und setzen Sie die Manuka in Quarantäne. Sonst springen die Wollläuse womöglich auf andere Pflanzen über. Es kann helfen, wenn Sie die Blätter mit Spiritus abreiben, damit es keine Probleme mehr mit den Schädlingen gibt.

Umtopfen, Schneiden und Vermehren für mehr Freude an der Manuka

Die Manuka wächst eher langsam. Doch nach zwei bis drei Jahren ist auch die beste Erde langsam ausgelaugt und hat sich durch die ständige Bewässerung vermutlich stark verdichtet. Aus diesem Grund macht es Sinn, die Pflanze nach dieser Zeit umzutopfen. Im Idealfall geschieht das im Sommer, wenn die Manuka ihre Blütezeit gerade beendet hat.

Auch das Schneiden der Pflanze ist Pflicht. Ist die Manuka noch jung, sollten Sie sie regelmäßig entspitzen, damit sie sich besser verzweigen kann. Bei älteren Sträuchern genügt es, sie nach der Blüte kräftig zurückzuschneiden. So halten Sie den Wuchs buschig und die Pflanze in Form.

Möchten Sie die Manuka vermehren, funktioniert das ganz einfach über Stecklinge. Setzen Sie diese im Sommer oder im Herbst in ein Gemisch aus Torf und Sand. Hohe Luftfeuchtigkeit und eine Bodentemperatur von 18 bis 20 Grad Celsius sorgen für ein besseres Wurzeln. Für die richtigen Bedingungen sorgen Sie zum Beispiel mit etwas Folie oder einer durchsichtigen Haube.

Diese Folie sollten Sie mindestens einmal täglich anheben, um die Pflanze zu lüften. Ansonsten kann sich Schimmel bilden. Wenn die Manuka genügend Wurzeln und Triebe ausgebildet hat, können Sie sie zum ersten Mal stutzen. Dann kann sie von Anfang an buschig und dicht wachsen.

Die Verwendung der Manuka-Pflanze

Die blühenden Zweige der Manuka sind in der Floristik beliebt und machen auch in der Vase eine tolle Figur. Viel beliebter ist sie jedoch als Heilpflanze. Den Maori ist das schon seit Jahrhunderten bekannt. Sie verwenden die Pflanze als Sud, Auszug oder als Tee, aber auch mithilfe von Öl direkt auf der Haut.

Weil die Manuka als Sud oder Tee verwendet wird, wird sie von manchen Menschen auch als “Teebaum” bezeichnet. Diese Bezeichnung ist zwar irreführend und wird eher umgangssprachlich genutzt. Doch die Rinde und die Blätter können tatsächlich zerstoßen und als Tee aufgebrüht werden. Dann helfen sie gegen Magen-Darm-Erkrankungen und Blasenentzündungen.

Der beliebte Manuka-Honig wird aus dem Nektar der Pflanze hergestellt und ist sehr kostbar. In der Medizin gilt er als hilfreich gegen Hautkrankheiten und Erkältungen, fördert aber auch die Wundheilung. Wer möchte, kann ihn natürlich auch in den Tee oder ins Gebäck geben und als Süßungsmittel verwenden.

Expertentipp

Durch Trockenheit kann die Manuka-Pflanze in einigen Fällen Wurzeln einbüßen. Dann ist es hilfreich, wenn Sie die Pflanze in einen kleineren Topf zurücksetzen. So erholt sich der Wurzelballen schneller. Erst, wenn er sich ausreichend regeneriert hat, können Sie die Manuka wieder in ein großes Gefäß pflanzen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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