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Pflanzenvermehrung

Papageienpflanze vermehren

Lars Reibemann

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Die aus Nordamerika stammende Papageienpflanze (Asclepias syriaca) wird auch Seidenpflanze genannt und ist eine echte Schönheit unter den Exoten. Ihren Namen trägt sie aufgrund der papageienähnlichen Früchte, die in der Herbstzeit aufplatzen, um zahlreiche weiße, samentragende Seidenfäden zu präsentieren. Von Juli bis August blüht die Papageienpflanze in farbenprächtigen, doldenartigen Blüten, die einen honigartigen Duft verströmen. Lesen Sie hier, wie Sie Papageienpflanzen vermehren können.

Rechtliches zur Papageienpflanze

In Europa ist es seit 2017 verboten, mit Papageienpflanzen und deren Samen zu handeln. Sie dürfen weder verkauft noch erworben werden, da es sich um nicht-heimische und invasiv wachsende Pflanzen handelt. Wer den Exoten bereits im Garten angepflanzt hat, sollte eine ungehemmte Ausbreitung verhindern. Das frühzeitige Entfernen der Früchte und die Eindämmung der Wurzelausläufer sind effektive Maßnahmen.

Kontrollierte Vermehrung der Papageienpflanze

Wer auf den Exoten im eigenen Reich in Zukunft nicht verzichten möchte, kann die Papageienpflanze manuell vermehren. Dazu existieren drei Möglichkeiten: die Vermehrung über Samen, Stecklinge oder die Teilung.

Vermehrung aus Samen

Die Samen für die Aussaat erhalten Sie aus den Früchten. Diese brechen zur Herbstzeit auf und geben die samenhaltigen Seidenfäden frei. Ein vorzeitiges Aufbrechen der Früchte nach dem Absammeln ist ebenfalls möglich. Die Aussaat ist unproblematisch und kann ganzjährig in Anzuchttöpfen im Haus erfolgen. Günstig ist es, zuvor eine Kältebehandlung durchzuführen. Dafür werden die Samen eine Woche im Kühlschrank gelagert. Für eine optimale Keimung sollten Sie die Samen einen halben bis einen Zentimeter mit Erde bedecken, das Substrat feucht halten und mit Folie abdecken. So erzeugen Sie ein ideales Mikroklima. Bei Temperaturen um die 16 °C erfolgt die Keimung nach zwei bis vier Wochen.

Vermehrung aus Stecklingen

Stecklinge können Sie von Frühjahr bis zum Sommer schneiden. Achten Sie darauf, dass diese mindestens zehn Zentimeter lang und teilweise verholzt sind. Zur Vermehrung der Papageienpflanze müssen Sie die Stecklinge mit dem unteren Teil in Anzuchterde setzen. Wird die Pflanze mit transparenter Folie umhüllt erfolgt die Ausbildung neuer Wurzeln schneller. Auch in einem Glas mit Wasser funktioniert die Wurzelbildung. Dies dauert jedoch länger als mit spezieller Anzuchterde.

Vermehrung durch Teilung

Für die Teilung müssen Sie Ihre Papageienpflanze zunächst ausgraben. Die beste Zeit dafür, ist das Frühjahr oder der Herbst. Halten Sie die Pflanze in der Hand, teilen Sie den Wurzelballen in zwei Hälften und setzen beide Pflanzen an geeignete Stellen im Garten. Auch einzelne Wurzelausläufer oder Rhizom-Stücke wachsen zu neuen Papageienpflanzen aus, wenn Sie diese in einen Topf mit Erde pflanzen und gut bewässern.

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Lars Reibemann ist Redakteuer auf Weiterbildungsfibel.de. Er ist Experte im Bereich der Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen und veröffentlicht regelmäßig Inhalte zu verschiedenen bildungsrelevanten Themen.

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