Die pflegeleichte Passionsblume ist hierzulande eine beliebte Kübelpflanze. Mit ihren auffälligen Blüten sorgt sie vom Frühsommer bis in den Herbst hinein für ein exotisches Flair. Eine Passionsblume selbst aus Samen zu ziehen ist nicht besonders schwer.
Artenreich und vermehrungsfreudig
Passionsblumen stammen ursprünglich aus tropischen und subtropischen Regionen rund um den Globus. Die Gattung der Passionsblumen umfasst mehr als 500 verschiedene Arten sowie zahlreichen Hybridsorten. Schon am Artenreichtum ist erkennbar, dass die Passionsblume recht einfach zu vermehren ist.
Da die meisten Arten der exotischen Pflanze nicht winterhart sind, werden Passionsblumen bei uns in der Regel im Kübel kultiviert. Bei optimalen Standortbedingungen bringen die Pflanzen nach der Blüte essbare Früchte hervor, aus denen die Samen zur Vermehrung gewonnen werden können. Alternativ gibt es Passionsblumensamen auch im Fachhandel zu kaufen.
Passionsblumensamen gewinnen
Wer bei der Zucht der Passionsblume nicht auf gekauften Samen zurückgreifen möchte, kann diesen auch aus den eigenen Pflanzen gewinnen. Einige Passionsblumenarten sind selbstfertil. Zur Befruchtung ihrer Blüten ist keine zweite Pflanze notwendig.
Bei anderen Arten werden hingegen mindestens zwei Pflanzen zur Befruchtung benötigt. Bei der zweiten Pflanze darf es sich jedoch nicht um eine Nachkommenpflanze der ersten Passionsblume handeln. Diese würde nicht als fremde Pflanze erkannt werden, womit eine Befruchtung unmöglich ist.
Soll die Befruchtung nicht dem Zufall überlassen bleiben, muss sie per Hand erfolgen. Nur aus einer voll ausgereiften Frucht können Samen zur Anzucht neuer Pflanzen gewonnen werden.
Vorbereitung der Samen

Passionsblumensamen müssen richtig auf die Aussaat vorbereitet werden, damit die Keimung erfolgreich ist. Dazu werden frische Samen sorgfältig vom Fruchtfleisch gereinigt.
Werden Passionsblumensamen gekauft, sind die Samenkörner bereits getrocknet. Getrockneter Samen muss vor der Aussaat zunächst für 24 Stunden in lauwarmem Wasser eingeweicht werden.
Grundsätzlich ist bei der Zucht aus Samen bei der Passionsblume Geduld notwendig. Es kann mitunter mehrere Monate dauern, bis sich die ersten Keimlinge zeigen. Die besten Ergebnisse werden mit frischen Samen erzielt. Getrockneter Passionsblumensamen hat eine geringere Keimfähigkeit und es dauert wesentlich länger, bis die Keimung beginnt.
Die richtige Erde

Damit möglichst viele Samen mit der Keimung beginnen und die kleinen Keimlinge sich später optimal entwickeln können, ist das richtige Substrat wichtig.
Am besten eignet sich spezielle Anzuchterde oder Kokossubstrat, auch unter dem Namen Kokohum bekannt. Beide Substrat-Varianten enthalten viele Nährstoffe und sind relativ keimfrei.
Aussaat
Nachdem das Substrat in kleine Anzuchttöpfe gefüllt ist, werden die Passionblumensamen auf den Substratboden aufstreut und nur ganz leicht angedrückt. Passionsblumen gehören zu den Lichtkeimern. Die Samen dürfen daher keinesfalls in die Erde hineingedrückt oder mit Erde bedeckt werden.
Nach dem Ausbringen der Samen werden Erde und Samen vorsichtig befeuchtet.
Der richtige Standort
Passionsblumen lieben warme Temperaturen und viel Licht. Auch die Samen benötigen einen möglichst hellen und warmen Platz, wenn sie keimen sollen. Optimal sind Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius.
Ideal ist ein Platz im Gewächshaus oder in einem Zimmergewächshaus. Auch ein Platz in der Nähe der Heizung begünstigt die Keimung, wenn die Samen dort genügend Licht bekommen.
Konstante Feuchtigkeit
Bis die ersten Keimlinge sichtbar werden, können mitunter mehrere Monate vergehen. Bei der Zucht von Passionsblumen aus Samen ist also viel Geduld gefragt. Während dieser Zeit muss das Substrat gleichbleibend feucht gehalten werden und darf keinesfalls austrocknen.
Expertentipp
Die Frucht der Passionsblume wird als Maracuja in jedem Supermarkt angeboten. Die Maracuja stammt von einer sehr keimfreudigen Passionsblumen-Art. Es lohnt sich also die zur Zucht benötigten Samen direkt aus einer handelsüblichen Maracuja zu entnehmen.
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