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Pflanzenvermehrung

Passionsblumen vermehren – die besten Methoden

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Passionsblumen vermehren - die besten Methoden

Die Passionsblume ist aufgrund ihrer Blüten ein echter Hingucker und gehört zur Familie der Passionsblumengewächse. Neben dieser Gattung gehören noch weitere 530 Arten zu dieser Pflanzenfamilie. Heimisch sind Passionsblumen in den subtropischen und tropischen Regionen des amerikanischen Kontinents.

Die Methoden der Vermehrung

Es gibt verschiedene Methoden zur Vermehrung der Passionsblume. Bei der Auswahl der Methode sollte darauf geachtet werden, wie schnell die Passionsblume blühen soll. Eine aus Samen gezogene Pflanze benötigt viel länger als ein Exemplar, das aus einem Steckling gewachsen ist. Stecklinge tragen meist schon nach einem Jahr Blüten, aus Samen gezogene Passionsblumen dagegen oft erst nach zwei Jahren.

Vermehrung mittels Stecklingen

Vermehrung mittels Stecklingen


Diese Vermehrungsmethode ist äußerst problemlos. Von den Trieben der Pflanze werden 20 Zentimeter lange Stücke abgeschnitten, an denen die Sprossranken und die Spitze vorsichtig entfernt werden. Die so entstandenen Stecklinge sollten noch drei bis vier Blätter aufweisen. Die Blätter werden auf die Hälfte gekürzt, um die Verdunstung zu reduzieren, da die Triebe das Wasser zum Wachsen benötigen.

Die Stecklinge werden dann in der bisherigen Wuchsrichtung in nährstoffreiches Substrat gesteckt. Für das Wachstum benötigen die Triebe Bodentemperaturen von über 20° Celsius und eine hohe Luftfeuchtigkeit. In einem Minigewächshaus können diese Bedingungen einfach erreicht werden. Es sollte lediglich ausreichend gelüftet werden, damit sich keine Schimmelpilze bilden können.

Vermehrung durch Absenker

Vermehrung durch Absenker
Für diese Methode muss die Passionsblume einen wenig verholzten, bodennahen und biegsamen Trieb besitzen. Von diesem Trieb werden die Blätter an einem Knoten entfernt und die Rinde mit einem scharfen Messer einen Zentimeter breit angeritzt. Genau diese Stelle wird in einen Topf mit Anzuchterde etwa fünf Zentimeter tief eingesetzt.

Es ist ratsam, den Trieb mit einem Draht zu fixieren. Auf diese Weise kann der Senker Wurzeln bilden. Nach ungefähr drei bis sechs Wochen hat die Jungpflanze genügend Wurzeln ausgebildet, sodass sie von der Mutterpflanze getrennt werden kann.

Vermehrung mittels Samen

Vermehrung mittels Samen
Die Samen zur Vermehrung sind auf unterschiedlichen Wegen erhältlich. Im Fachhandel sind Samen einiger weniger Arten verfügbar. Hier ist zudem darauf zu achten, dass ältere Samen schlechter oder gar nicht keimen. Die Keimung kann verbessert werden, indem die Samen für einen Tag in Wasser eingeweicht werden. Die Samen können Sie jedoch auch aus Maracuja oder Grenadilla gewinnen. Dazu muss das Fruchtfleisch von den Samenkörnern entfernt werden. Am besten funktioniert das, wenn Sie die Samen mit Küchenpapier trocknen und dann herausrubbeln.

Die Aussaat der Samen erfolgt im Frühjahr. Wichtig ist dafür eine hohe Luftfeuchtigkeit und ein warmer Boden. Diese Bedingungen können in einem beheizbaren Gewächshaus simuliert werden. Die Samen sollten in einen Pflanztopf mit nährstoffarmer, keimfreier Anzuchterde gelegt und nur leicht mit Substrat bedeckt und angedrückt werden.

Für ein gutes Wachstum benötigen die Keimlinge mindestens zehn Stunden Tageslicht. Ab einer Wuchshöhe von etwa fünf Zentimetern können Sie die Jungpflanzen vereinzeln. Diese müssen, um die Luftfeuchtigkeit hoch genug zu halten, regelmäßig besprüht werden.

Vermehrung mit Wurzelschnittlingen

Da die meisten Passionsblumen zur Bildung von Wurzelausläufern neigen, können auch diese zur Vermehrung genutzt werden. Zur Gewinnung dieser Ausläufer wird die Erde von den Wurzeln entfernt und etwa zehn Zentimeter lange Stücke von den fleischigen Seitenwurzeln abgeschnitten. Diese Stücke werden fünf Zentimeter tief in Anzuchterde gesetzt und der Pflanztopf an einen hellen Standort gestellt. Wird die Erde feucht gehalten, entsteht innerhalb von etwa zwei Monaten ein neuer Trieb.

Expertentipp

Die Passionsblume ist eine sehr wuchsfreudige Pflanze und benötigt deshalb viel Platz. Meist sind Passionsblumen in Deutschland als Kletterpflanzen erhältlich, es gibt aber auch Exemplare, die in Form eines Baumes oder eines Strauches wachsen. Für die Kletterpflanzen ist eine Rankhilfe nötig, sodass die jungen und zarten Seitentriebe guten Halt finden. Denn nur diese bringen die wunderschönen Blüten hervor. Da die Rankhilfe für die feinen Seitentriebe äußerst wichtig ist, sollte auch diese eher dünn sein, damit die Triebe die Rankhilfe besser umschlingen können.

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