Die Weide ist für unsere Pferde nicht nur Futter, sondern ein Stück weit Lebensraum und natürlich auch der Platz zum Spielen und Toben. Daher ist es wichtig, dass die Pferdeweide richtig gepflegt wird.
Die Pflege der Weide
Sobald im Frühjahr die Temperaturen wieder langsam anfangen zu steigen und die Tage wieder länger werden, ist es Zeit, die Weiden für die Pferde vorzubereiten. Zur Pflege einer guten Weide, die den Tieren nährstoffreiche Nahrung bietet, gehört neben dem „Abäppeln“ auch das Abstriegeln und Walzen. Kalk und Dünger müssen aufgebracht und eventuell sogar nachgesät werden.
Das ganzjährige Absammeln von Kot verhindert Geilstellen und die Verbreitung von Parasiten. Das Abschleppen im Frühjahr dagegen schützt die Pferde vor oberflächlichen Unebenheiten des Bodens, wie Maulwurfshügel oder Trittschäden.
Wer die Möglichkeit besitzt, kann die Weide abstriegeln, um den Boden zu lüften und die Grasnarbe von abgestorbenen Pflanzenteilen und Ungräsern zu befreien.
Walzen verdichtet die Grasnarbe und verbessert die Wasserleitung des Bodens. Ein zu nasser oder zu trockener Boden sollte allerdings nicht gewalzt werden. Bevor die Walze zum Einsatz kommt, sollte der Boden auf Lücken im Grasbestand kontrolliert und übersät werden, denn die Walze drückt die Samen später zuverlässig in den Boden.
Kalken der Pferdeweide

Der beste Zeitpunkt, um eine Weide zu kalken, ist das Frühjahr, in den Monaten März und April. Sollte in dieser Zeit noch Schnee liegen, oder der Boden noch gefroren sein, ist das kein Problem. Das Kalken kann dennoch erfolgen.
Bevor nun aber zum Kalk gegriffen und die Weide damit behandelt wird, ist es empfehlenswert, eine Bodenanalyse zu erstellen. Die Ergebnisse der Analyse zeigen, ob das Kalken des Bodens notwendig ist und wie viele Nährstoffe im Boden vorhanden sind.
Muss die Weide gedüngt und gekalkt werden, ist Kalkstickstoff das optimale Düngungsmittel. Kalkstickstoff enthält neben einem hohen Kalkanteil, der den pH-Wert des Bodens positiv beeinflusst, enthält dieser Dünger Stickstoffkomponente, die langsam wirken. Insgesamt wirkt Kalkstickstoff auch gegen Weideparasiten wie Bandwürmer und unerwünschte Vegetation.
Ist der pH-Wert der Weide laut Bodenanalyse allerdings sehr niedrig, hilft auch Kalkstickstoff nicht mehr. In diesem Fall ist es empfehlenswert, den pH-Wert mit einer Gabe kohlensaurem Kalk anzuheben. Kohlensaurer Kalk ist eine eher langsam wirkende Kalkart, welches das im Kalk enthaltene Kalzium und Magnesium langsam aber kontinuierlich abgibt. Kohlensaurer Kalk beeinflusst auch den Säuregehalt im Boden gut und nachhaltig.
Expertentipp
Um die Weide zu kalken, sollte ein trockener, bedeckter Tag kurz vor einer Regenperiode gewählt werden. An sonnigen Tagen kann es passieren, dass der ausgebrachte Kalk das Gras verbrennt. Wurde die Weide bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeäppelt, sollte dies noch vor dem Ausbringen des Kalkes passieren.
Optimal ist es, wenn das Gras abgetrocknet, der Boden dagegen noch feucht ist. Wie schon erwähnt, kann das Kalken aber auch bei Schnee und gefrorenem Boden erfolgen.
Wie viel Kalkstickstoff auf die Weide ausgebracht werden sollte, hängt von den Herstellerangaben ab. In der Regel benötigt man bis zu 400 Kilogramm pro Hektar.
Die Pferde dürfen nach dem Kalken und Düngung für ein Minimum von drei Wochen nicht auf die Weide gelassen werden.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare