Pfingstrosen schmücken seit mehreren Jahrhunderten europäische Gärten. Sie stammen aus unterschiedlichen Regionen rund um die Nordhälfte der Erde. Botanisch heißen sie Paeonia. Es sind Stauden- sowie Strauchpfingstrosen.
- Staudenpfingstrosen besitzen krautige Stängel, die im Herbst absterben und haben ausdauernde Wurzelstöcke mit Rhizomen. Hierzu gehört die „Gemeine Pfingstrose“ mit rötlichen Blüten. Ursprünglich wächst sie bergigen Regionen Südosteuropas. Mit der Zeit entwickeln sie sich zu großen, buschigen Pflanzen.
- Eine große Anzahl Stauden-Pfingstrosen sind Kulturhybriden und stammen aus lichten Wäldern, bergigen Regionen und Steppenlandschaften.
- Relativ neu sind die Itoh-Habriden. Es sind züchterische Kreuzungen zwischen Stauden- und Strauchpfingstrosen. Sie wachsen krautig mit kräftigen Stängeln und großen Blüten.
- Strauchpfingstrosen haben dicke, verholzende Triebe und bilden mit der Zeit niedrige oder mittelhohe Sträucher.
Entwicklungsbedingungen der Pfingstrosen
Unabhängig von ihrer Artenzugehörigkeit haben Pfingstrosen eines gemeinsam: Sie wollen ihren Standort behalten. Je länger sie an einem Platz wachsen, desto größer und schöner werden sie. Manchmal ist eine Umpflanzaktion unvermeidbar. Bei diesem Vorgang lässt sich eine sehr große Pflanze teilen. Sie reagiert jedoch mit Unmut. Auch auf einem sonnigen, geschützten Platz mit guter, durchlässiger und nahrhafter Erde verweigern Pfingstrosen längere Zeit die Blütenbildung.
Welche Art lässt sich teilen?
Staudenpfingstrosen, oft auch Bauernpfingstrosen genannt, sind mit ihrem üppigen Wurzelstock gut teilbar. Der Wurzelbereich wird großzügig mit dem Spaten umstochen, mit der Grabegabel gelockert und komplett hochgehoben. Anhaftende Erde lässt sich mit den Händen entfernen und mit Wasser abwaschen. So sind die Teile des Wurzelstocks gut zu erkennen.
Die Triebknospen

Wichtig ist der Sitz der Triebknospen. An Staudenpfingstrosen – wie bei der „Gemeine Pfingstrose“ – entstehen die Triebknospen direkt an den Rhizomen. Aus jedem abgelösten Rhizom könnte eine neue Pflanze entstehen.
Die Hybrid-Pfingstrosen und die neuen Züchtungen entwickeln ihre Triebknospen am Stängelansatz. Sie sind mit ihrer roten Hülle gut sichtbar. Meistens ist eine, manchmal sind mehrere Triebknospen vorhanden. Nur ein Stängel mit unbeschädigten Triebknospen an der Basis kann weiter wachsen.
Der Umfang einer Pflanze

Die Faustregel lautet: Jedes Teilstück besteht aus drei, besser noch aus fünf Triebknospen. Wurzelstöcke mit mehreren Rhizomen und solche mit mehreren Stängeln und Triebknospen haben die besten Chancen.
Wann wird geteilt?
Sinnvoll ist eine Teilung während der Ruhephase der Pfingstrose, nach den Frostperioden im späten Winter. Beste Teilungserfolge werden unmittelbar nach der Blüte erzielt. Aus den grünen Laubblättern zieht die Pflanze Kraft zur Bildung neuer Triebe. Die Erde ist warm, sodass schnell neue Feinwurzeln entstehen und die Pflanze gut einwächst.
Expertentipp
Kombinieren Sie für lange Blütedauer Sorten mit unterschiedlicher Blütezeit.
Häufig gestellte Fragen
Wegen Bauarbeiten musste ich meine Pfingstrose ausgraben. Kann ich sie an den alten Standort zurücksetzen?
Die Pflanze braucht einen neuen Platz mit frischer Erde.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare