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Pflastersteine streichen

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Pflastersteine streichen

Pflastersteine sind ein beliebtes Material, wenn es darum geht, den Garten zu gestalten. Ob für die Garageneinfahrt, für die Terrasse oder zur Befestigung der Wege – Pflastersteine sind praktisch und robust, lassen sich einfach verlegen und bieten eine attraktive Optik. Leider sind sie jedoch verschiedenen Witterungseinflüssen ausgesetzt, sodass schon nach einigen Jahren ihr Aussehen leidet und die Farben verblassen. Moos und Unkraut, die sich an den Steinen festsetzen tun ihr Übriges und lassen die Steine verwittert und das Gesamtbild ungepflegt erscheinen. Wer das nicht möchte, muss die Steine nicht aufwendig und kostenintensiv austauschen, sondern kann ihnen auch durch einfaches Streichen zu neuem Glanz verhelfen.

Pflastersteine mit Betonlasur streichen

Das Streichen von Pflastersteinen ist aber nur bei Betonsteinen sinnvoll, denn bei solchen aus Klinker oder Natursteinen ist die farbige Beschichtung nur von kurzer Dauer. Betonpflastersteine dagegen werden mit speziellen Lasuren wieder wie neu. Sie sollten allerdings keine Beschädigungen wie Risse oder Brüche aufweisen. Das Besondere an Betonlasuren ist, dass sie in das Material eindringen und eine dauerhafte Verbindung mit dem Beton eingehen. Sie sind wasserdampfundurchlässig, sodass die Atmungsfähigkeit des Betons erhalten bleibt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die Fixierung der Farbpigmente entsteht eine dauerhafte Farbbeschichtung, die zudem lichtecht und vergilbungsfrei ist. Einige Sorten sind sogar mit einem Lotuseffekt ausgestattet, der dafür sorgt, dass sich kein Schmutz festsetzen kann und die Steine sich quasi selbst reinigen und daher besonders pflegeleicht sind. Allerdings lässt sich mit Betonlasur keine deckende Schicht herstellen, sondern die Steinfarbe scheint immer durch. Wer eine deckende Farbhaut bevorzugt, kann alternativ mit Straßenmarkierungsfarbe arbeiten.

Vor dem Streichen – Pflastersteine reinigen

Vor dem Streichen - Pflastersteine reinigen


Bevor man mit dem Streichen beginnen kann, müssen die Betonsteine zunächst gereinigt werden, da sonst die Farbe nicht richtig haften kann und das Ergebnis unbefriedigend wird. Das geht am einfachsten mit einem Hochdruckreiniger, der Sand, Steinchen, Grünspan etc. spielend leicht entfernt. Falls kein solches Gerät zur Verfügung steht, tut es aber auch ein einfacher Schrubber. Unkraut sowie Moose und Flechten entfernt man am besten von Hand. Sollten die Steine mit fett- oder ölhaltigen Flecken verschmutzt sein, eignen sich Terpentin oder Katzenstreu zum Entfernen. Anschließend müssen die Steine gut trocknen.

Eine Grundierung aufbringen

Eine Grundierung aufbringen
Sind die Steine gut getrocknet, kann man sich daran machen, eine Grundierung aufzubringen. Dafür sollte man in einem ersten Schritt die Saugeigenschaften des Bodens überprüfen. Dafür bringt man Wasser auf das Pflaster auf und beobachtet, wie schnell und wie gleichmäßig es trocknet. Sollte es sehr ungleichmäßig trocknen und einige feuchte Stellen länger sichtbar bleiben als andere, muss man bei der Grundierung besonders sorgfältig vorgehen. Zu diesem Zweck trägt man eine speziell für Betonsteine geeignete Grundierung möglichst dünn und gleichmäßig auf und lässt sie anschließend ausreichend trocken. Es empfiehlt sich bei trockener Witterung zu streichen. Bei einer Außentemperatur von etwa 15 °C sollte man mit einer Trocknungszeit von circa 24 Stunden rechnen.

Der Farbauftrag

Der Farbauftrag
Nun kann man sich endlich an den Farbauftrag machen. Die Betonlasur wird mit einer Rolle oder einem Pinsel aufgetragen. Dabei bekommt man ein besseres Ergebnis, wenn man mehrere dünne Schichten aufträgt, als wenn man einmal dick streicht. Sobald der erste Anstrich getrocknet ist, kann der nächste Erfolgen. In den meisten Fällen braucht die Lasur nur etwa eine Stunde, um zu trocknen und die Fläche kann dann schon wieder betreten werden. Dieses Vorgehen wird solange wiederholt, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Von dem Farbton, der direkt nach dem Farbauftrag sichtbar ist, sollte man sich nicht täuschen lassen, das endgültige Ergebnis wird erst nach dem Trocknen der Lasur sichtbar.

Expertentipp

Das Streichen ist aber nicht nur eine hervorragende Methode, alten, verwitterten Pflastersteinen neuen Glanz zu verleihen, es bietet auch viele Möglichkeiten, den Garten individuell zu gestalten. Egal, ob die alte Farbe nicht mehr gefällt und man Lust auf ein neues Design hat oder ob die Steine in der Wunschfarbe nicht erhältlich sind, Betonlasuren gibt es in über 30 verschiedenen Farbvarianten, sodass für jeden das Passende zu finden sein sollte. Zudem kann man mit ein wenig Aufwand auch attraktive Muster gestalten und so seinen Garten ganz individuell gestalten.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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